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Mit einem starken Supersport-Qualifying und Startplatz 4 ist Philipp Öttl in das WM-Wochenende in Misano gestartet. Als bester Ducati-Fahrer hat er gute Voraussetzungen für die Rennen geschaffen.
Misano ist nicht nur wegen seiner Nähe zum Meer und der San Marino vorgelagerten reizvollen Ferienregion ein besonderes Rennen, für einen Großteil des stark italienisch geprägten Fahrerlagers ist es das Heimrennen. So auch für Feel Racing, der Ducati-Mannschaft um Philipp Öttl.
Hinter den Yamaha-Piloten Can Öncü und Albert Arenas sowie Valentin Debise auf der chinesischen ZX Moto qualifizierte sich der Bayer mit 0,267 sec Rückstand für den vierten Startplatz – so weit vorne stand Öttl seit seiner Rückkehr in die mittleere Hubraumkategorie 2025 noch nie.
«Ziel Nummer 1 ist, vorne zu sein», schmunzelte Philipp beim Treffen mit SPEEDWEEK.com. «Das Wichtigste haben wir erledigt, das Qualifying, damit ist ein gewisser Stress für das Wochenende weg. Wenn du vorne stehst, dann ist das Gold wert. Du musst vorne stehen, das macht dir das Leben leichter.»
Die Balance-Regel wurde vor den Rennen an der Adria angepasst und die maximale Drosselklappenöffnung von Yamaha, Ducati sowie Triumph in unterschiedlichen Geschwindigkeitsbereichen um ein paar Prozent reduziert. ZX Moto steht jetzt wieder dort, wo sie zum Saisonstart waren. Der Blick auf die Ergebnisliste zeigt, dass sich dadurch nicht viel geändert hat: Jeder dieser vier Hersteller schaffte es mit mindestens einem Fahrer in die Top-8.
Vor den Rennen in Misano liegt Philipp auf dem fünften WM-Rang, zum Vierten Can Öncü (Ten Kate Yamaha) fehlen 16 Punkte. Nach seinem Sieg in Assen wäre es ein Traum für den Ainringer, bei Ducatis Heimrennen zu triumphieren. Öttl hält den Ball gewohnt flach: «Ich bin im freien Training zehn Runden am Stück gefahren, das hat gepasst», meinte der 30-Jährige. «Unser Test hier war gut und die Pace ist auch jetzt da. Ich glaube schon, dass wir vorne mitfahren können. Aber wenn alle so eng beisammen liegen, ist es immer schwierig, eine Vorhersage für das Rennen zu treffen. Ich habe mich immer gut gefühlt, das ist eine gute Voraussetzung.»
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