Kniefall von KTM vor Eli Tomac: Heinz Kinigadner sah auch das Risiko
KTM-Neuverpflichtung Eli Tomac hat mit Siegen in Anaheim und San Diego in der Supercross-Serie in den USA einen Traumstart hingelegt. Heinz Kinigadner erklärt, was den 33-Jährigen so besonders macht.
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Zweimal war Eli Tomac in den USA Supercross-Champion: 2020 auf Kawasaki und 2023 auf Honda. Für 2026 hat das Team Red Bull KTM den Mann aus Colorado unter Vertrag genommen – und damit eine goldrichtige Entscheidung getroffen. Der 33-Jährige gewann in Anaheim und San Diego und führt die Meisterschaft derzeit mit 50 Punkten vor dem Deutschen Ken Roczen (Suzuki, 42) und Hunter Lawrence (Honda, 40) an.
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«Ich bin sehr positiv überrascht nach dem Auftakt mit zwei Siegen», grinste KTM-Berater Heinz Kinigadner im Exklusiv-Interview von SPEEDWEEK.com, selbst zweifacher Motocross-Weltmeister in der Klasse bis 250 ccm. «Wenn wir so einen erfolgreichen Fahrer ins Team holen, den beliebtesten Amerikaner, dann ist das immer mit einem Risiko verbunden. Wir sind bei KTM auch schon oft eines Besseren belehrt worden und haben gesehen, dass das eine falsche Entscheidung war.» «Bei Tomac haben wir gewusst, wenn er die gleiche Leistung bringt, oder eine Spur besser ist als im vergangenen Jahr, dann wird es eine Erfolgsgeschichte», unterstrich der Tiroler. «Er war Roger De Costers Wunsch, mit ihm telefoniere ich relativ viel. Und der geht auf die Knie vor Tomac, das ist einer der alten Schule. Er fährt nie nach dem Training raus und nimmt das Handy in die Hand, sondern redet mit den Ingenieuren, befasst sich nur mit seiner Fahrtechnik. Der nimmt das Handy den ganzen Nachmittag nie in die Hand. Wenn man sich Beaumer, Prado & Co anschaut, die haben es in der Hand, bevor sie mit den Ingenieuren reden. Das ist ganz schlimm. Die werden dieses Jahr richtig lernen können, weil der Tomac ein Genuss ist, in jeder Hinsicht. Auch sein Vater, der immer mit dabei ist.»
Die haben das Handy in der Hand, bevor sie mit den Ingenieuren reden – ganz schlimm.Heinz Kinigadner
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Neben seinen beiden Supercross-Titeln gewann Tomac in der 450er-Klasse viermal die US-Motocross-Meisterschaft. KTM kann also auch outdoor viel von ihm erwarten. «Ich war immer ein riesengroßer Fan von Tomac, leider saß er auf dem falschen Motorrad», schmunzelte Kinigadner. «Ihm zuzuschauen, vor allem bei den Outdoors, war für mich der größte Genuss. Wie er es versteht, jede Bodenwelle, jede kleine Unebenheit auszunutzen, um zu beschleunigen. Es gibt keinen Fahrer, der zum Zuschauen schöner ist. Auch wenn er nicht immer der Schnellste war, seine Technik ist herausragend. Und wenn ich jetzt von De Coster höre, wie professionell und bodenständig er trainiert und was er alles richtig macht, dann ist das super.»
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