Toprak Razgatlioglu auf Rang 18: «Das ist nicht gut für die Motivation!»
Der türkische Pramac-Yamaha-MotoGP-Rookie Toprak Razgatlioglu reihte sich am MotoGP-Freitag in Jerez auf Platz 18 ein. «El Turco» analysierte danach offen die aktuelle Lage bei Arbeitgeber Yamaha.
Der dreifache Superbike-Weltmeister Toprak Razgatlioglu beendete am Freitag das erste Zeittraining in Jerez de la Frontera auf Position 18. Es war auf den ersten Blick dennoch ein Teilerfolg, denn der türkische Fahrkünstler war zweitbester M1-Fahrer und blieb mit seiner Zeit von 1:36,864 min dabei nur um 12 Tausendstel hinter seinem Markenkollegen Fabio Quartararo zurück.
Zudem ließ der 29-jährige Türke nicht nur Rookie-Kollege Diogo Moreira (LCR-Honda), sondern auch Pramac-Boxennachbar Jack Miller (20.) hinter sich. «Ich kenne Jerez, es ist eine coole Piste. Ich wollte heute ans Limit kommen. Ich schaffte auch meine bisher beste Runde», schilderte Toprak und knurrte dennoch: «Das Motorrad lenkt nicht gut ein – auch der Grip ist nicht besonders gut. Wenn wir das verbessern, wird auch die Rundenzeit besser. Ich will aber jetzt einfach meinen Rhythmus beibehalten, denn wir haben gesehen, die anderen Yamaha-Fahrer haben scheinbar die gleichen Probleme.»
Der MotoGP-Neuling weiter: «Was ich sagen möchte: Leider ist das alles nicht gut für uns alle – wir hätten gerne alle Fahrer in besseren Positionen. Ok, ich bin dabei. Aber wir sind jetzt auf den Plätzen 17, 18 und 20 – das ist auch nicht gut für die Motivation. Ich bin im Moment nicht wirklich happy.»
Zu den Referenzen aus seiner SBK-Zeit sagt er: «In einigen Kurven fahre ich noch den Superbike-Stil. Das sehe ich auch, wenn ich anderen Fahrern hinterherfahre. In einigen Kurven lenkt das MotoGP-Bike auch deutlich besser ein als das SBK-Motorrad. Ich versuche es – brauche aber auch noch Zeit. Es geht aber nicht nur um den Fahrstil – auch die Abstimmung des Motorrads ist wichtig.»
Es gab am Vormittag auch einen Zwischenfall im Pramac-Lager von Toprak: «Ja, es war ein elektronisches Problem. Das Bike hat aber nicht gestoppt – ich bin dann an die Box und musste das zweite Motorrad nehmen. Wir haben da nur ein paar Runden verloren..»
Der türkische Nationalheld verriet zu seiner mentalen Verfassung: «Ich versuche mein Bestes, wie an jedem Rennwochenende. Ich denke immer, dass 2026 ein Lehrjahr für mich ist und 2027 alles anders sein wird. Ich hoffe, Yamaha wird alles verbessern mit den neuen Motoren und Reifen. Manchmal denke ich einfach so. In Austin hatte ich wirklich Spaß auf dem Bike – speziell im ersten Sektor. Hier kenne ich die Piste zwar, habe aber nicht so viel Freude, weil ich sehe, dass die anderen Bikes besser funktionieren. Aber ich denke dann wieder an das Lehrjahr. Jeder gibt alles – wir knien uns da rein. Wir kennen die Lage und geben nicht auf.»
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