WM-Spitzenreiter Marco Bezzecchi: «Auf dem Papier ist Ducati der Favorit»
Marco Bezzecchi erledigte seinen Job ohne Fehl und Tadel. Während WM-Verfolger und Kollege Jorge Martin zweimal patzte, brachte «Bezz» seine MotoGP-Aprilia ohne Kratzer und auf Platz 3 durch den Tag.
Für den aktuellen Spitzenreiter der MotoGP ging es zum Auftakt des Spanien-GP darum, die zuletzt überragende Rennabstimmung auch bei der Rückkehr nach Europa sicherzustellen. Die Mission gelang. Nach Platz 4 im Zeittraining – im Sandwich der Marquez-Brüder – verbesserte sich der Pilot aus Rimini am Nachmittag um eine Position. Damit war Bezzecchi wieder einmal der schnellste Pilot eines Bikes aus Noale. Bemerkenswert: Die Nummer 72 war wenige Tausendstel schneller als im Q2 vor einem Jahr.
Erstaunlich war dennoch erneut die Leistung aller RS-GP-Fahrer; das Quartett fuhr geschlossen ins Q2. Zu bemerken war allerdings auch, dass Bezzecchi auf den Trainingsschnellsten rund eine halbe Sekunde vor. Der 2026 bei den GP-Rennen noch ungeschlagene Bezzecchi zeigte sich davon nur wenig beeindruckt, zollte aber der Leistung des Hausherrn aus Gresini-Mannschaft Respekt: «Von den Zeiten her schauen die Ducati-Piloten wie die Favoriten aus, aber auf der Strecke habe ich sie nie direkt beobachtet. Deswegen kann ich dazu nicht mehr sagen, als die halbe Sekunden schon eine ordentliche Lücke sind.»
Bezzecchi verglich die beiden Einheiten in Jerez: «Am Vormittag habe ich mich sehr gut gefühlt, dort war ich mit den Medium-Reifen unterwegs. Um ehrlich zu sein, am Nachmittag war ich weniger zufrieden. Mein Gefühl mit den weichen Reifen war weniger sensationell. Hier wartet auf jeden Fall noch Arbeit.»
Fortschritte sieht der Tabellenführer aber dennoch im Vergleich zum Paket, dass ihm vor einem Jahr im Jerez nur eine magere Punkteausbeute einbrachte: «Verglichen mit Jerez 2025 fühle ich mich ein wenig besser. In der Zwischenzeit hat Aprilia auch sehr viel gearbeitet. Dennoch zählt Jerez denke ich zu den Strecken auf denen wir tendenziell mehr Probleme habe. Komplett zufrieden bin ich sicher nicht. Es wartet noch viel Arbeit am Abend auf uns.»
Die Aussagen des Lockenkopfs von der Adriaküste erinnern an den Portugal-GP im Herbst 2025. Damals hatte Bezzecchi das Zeittraining mit Respektabstand als Vierter abgeschlossen, mit Alex Márquez auf P1. Nach einer erfolgreichen Analyse sicherte sich «Bezz» dann am Sonntag den ersten von fünf GP-Siegen in Serie – vor Alex Marquez.
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