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Vize-Champion Hirvonen auf Siegeskurs

Die Rallye Akropolis bestätigte am zweiten Tag ihr Ruf als europäische «Safari», die im Citroën-Lager für eine richtige Götterdämmerung sorgte.

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Rallye-Vizechampion [*Person 392 Mikko Hirvonen*] hat bei der griechischen WM-Rallye Akropolis im Ford Focus Kurs auf seinen ersten Saisonsieg genommen. Mit einem Vorsprung von 1:40,1 Minuten auf den letztjährigen Junior-Weltmeister Sébastien Ogier (Citroën C4) startet der Tabellenzweite am Sonntag in die letzten fünf Entscheidungen des siebten WM-Laufes. "Das war heute ein harter und ereignisreicher Tag", sagte der siebenfache Laufsieger Hirvonen. "Zum Schluss habe ich um die Reifen gezittert und gebetet, dass sie halten." Sein Ford-Teampartner Jari-Matti Latvala, Gewinner des vorausgegangenen Laufes in Italien, kämpfte sich nach seinem Pech am Vortag vom elften auf dritten Platz (Rückstand: 2:44,2 Minuten) vor. Er profitierte allerdings vom Ausfall des zuvor auf dem dritten Platz liegenden Petter Solberg, der mit einem Aufhängungsschaden an seinem privaten Citroën Xsara ausschied.

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Hirvonen zog bei seiner klaren Führung allerdings auch Nutzen vom Citroën-Pech. Im Lager des Marken-Titelverteidigers und WM-Spitzenreiters Citroën kehrte nach dem Totalausfalls der beiden offiziellen Teams am Samstagmorgen Götterdämmerung ein. Zu Beginn der zweiten Etappe schied der auf Rang drei liegende Weltmeister Sébastien Loeb nach einem Unfall mit seinem Citroën C4 aus. Wenig später musste sein Stallgefährte Daniel Sordo den zweiten Werks-C4 mit einem Aufhängungsschaden abstellen.

"Es war mein Fehler", erklärte der weiterhin in der WM Führende Loeb sein Missgeschick. "Wir waren zu schnell und zu weit draußen und trafen in einer Linkskurve mit dem Vorderrad einen dicken Stein. Wir flogen durch die Luft. Das Auto überschlug fünf bis sechs Mal." Für Loeb, der die ersten fünf Rallyes der Saison gewonnen hatte, war dies sein erster Ausfall seit Schweden 2008. Bei einem Hirvonen-Sieg schmilzt sein Tabellenvorsprung von 17 auf nur noch sieben Punkte Vorsprung zum Finnen.

Etwas Licht in das düstere Lager des Zwei-Zacken-Teams brachten die Citroën-Junioren. Ogier, Sieger der diesjährigen Rallye Monte Carlo, erreichte mit dem Ehrenrang sein bisher bestes WM-Resultat. Nach zwei zeitraubenden Reifenschäden am Freitag verbesserte sich der erst 18 Jahre alte Moskauer Evgeny Novikov mit inzwischen vier Bestzeiten vom zwölften auf den vierten Platz (Rückstand: 3:49,8 Minuten). Novikov ist in der Hersteller-WM nur für das auf dem vierten WM-Rang liegende Citroën-Junior-Team, nicht aber für das offizielle Werksteam punkteberechtigt

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Norwegen erlebte auf der zweiten Etappe einen Albtraum. Am Morgen schied der Gesamtfünfte Henning Solberg wegen eines Aufhängungsschadens am Stobart-Ford Focus aus. Auf der vorletzten Entscheidung traf es dann seinen jüngeren Bruder Petter, bis dahin Dritter. Nur kurze Zeit später erwischte es den bis dahin auf Rang vier liegenden Mads Östberg, der seinen privaten Subaru Impreza mit einem gebrochenen Stossdämpfer.

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Nach zwei Dritteln des sechsten Laufes zur Produktionswagen-WM (PRWC) hat der Tabellenführer Nasser Al-Attiyah im Subaru Impreza auf dem neunten Gesamtplatz den Einheimischen Lambros Athanassoulos bei seinem WM-Einstand im Skoda Fabia S2000 von der Spitze um 8,8 Sekunden auf den Ehrenrang verdrängt. Aus dem Spitzenkampf musste sich früh der zweifache Saisonsieger und Tabellendritte Patrik Sandell im Red Bull-Skoda Fabia S2000 verabschieden. "Der Motor lief in der ersten Prüfung nur auf drei Zylindern. Dann ging er ganz aus. Es dauerte 26 Minuten, bis wir starten konnten", erklärte Sandell seinen Absturz auf den 13. PRWC-Platz.

Lesen Sie auch den ausführlichen Bericht in der Printausgabe Nr. 26 am Dienstag, 16. Juni.

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