Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Für den brandneuen Skoda Fabia R5 folgte nach einer Reihe von Siegen auf nationaler Ebene – darunter auch bereits zwei in der Deutschen Meisterschaft – beim dritten WM-Einsatz der erste WRC2-Sieg. Esapekka Lappi siegte vor Teamkollege Pontus Tidemand. "Wir mussten uns nur am Freitag richtig anstrengen", sagte der Finne im Ziel. "Danach ging es nur noch darum, die Führung zu kontrollieren. Unser einziger Fehler war eine falsche Reifenwahl am Samstagmorgen."
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Tatsächlich fiel die Entscheidung um die Podiumsplatzierungen bereits während der ersten Etappe. Als Erster verabschiedete sich Nasser Al-Attiyah. Der WRC2-Tabellenführer riss seinem Ford Fiesta ein Rad aus (WP 2). Er startete am Samstag testweise noch einmal neu, packte nach zwei Prüfungen aber freiwillig ein. "Ich kann hier keine WM-Punkte mehr holen. Es macht keinen Sinn, weiter zu fahren." Stéphane Lefebvre beschädigte bei einem Ausrutscher (WP 4) zunächst den Wasserkühler. Wenig später gab er mit Motorschaden auf (WP 8). Und Jari Ketomaa (Ford Fiesta R5) verlor gleich durch eine Reihe von Problemen – vom Reifenschaden über Defekte der Servolenkung und eines Bremssattels bis zu einem gebrochenen Stoßdämpfer – so viel Zeit, dass er das erste Etappenziel nur auf Rang sechs erreichte.
So wurde der Rallye Polen zum Schaulaufen der beiden Werks-Skoda mit Esapekka Lappi und Pontus Tidemand am Steuer. Der Finne legte ein derartiges Tempo vor, dass er auf den ultraschnellen Wertungsprüfungen immer wieder auch World Rally Cars hinter sich ließ. Am Ende der ersten Etappe führte er mit rund 50 Sekunden vor seinem schwedischen Teamkollegen.
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Karl Kruuda (Citroën DS3 R5) konnte als Einziger den Speed der beiden Skoda-Werkspiloten gehen, verlor durch einen Reifenschaden (WP 7) aber fast eineinhalb Minuten. Im Freitagabend wurde der Este auf Rang drei geführt, einen Platz vor dem Deutschen Armin Kremer im privaten Skoda Fabia R5. Hinter Kremer reihten sich der finnische Jungstar Teemu Suninen im betagten Skoda Fabia Super 2000 und Pechvogel Ketomaa ein.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Am Samstag fuhr Tidemand zwar die meisten Bestzeiten. Lappi hatte an der Spitze aber alles unter Kontrolle und hielt den Abstand zum Teamkollegen bei rund 37 Sekunden. "Ich versuchte, meinen Rhythmus zu halten, um keine Fehler zu machen", lautete das Fazit des Finnen.
Während Kruuda ohne Chance nach vorne und Druck von hinten quasi seine eigene Rallye fuhr, wurde um Rang vier hart gekämpft. Armin Kremer entschied sich auf der Vormittagsrunde für die falschen Reifen. "Ich habe gegen die Empfehlung der Pirelli-Jungs auf harte Reifen gesetzt. Die weichen wären die bessere Wahl gewesen." So konnte sich Ketomaa am Deutschen vorbei auf Rang vier nach vorne schieben. Suninens Attacke konnte Kremer dagegen abwehren. Dabei blieb es auch nach den beiden kurzen Wertungsprüfungen am Sonntag. Jari Ketomaa übernahm damit die Tabellenführung in der WRC2.
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Rallye Polen, Ergebnis WRC2 1. Esapekka Lappi/Janne Ferm (Skoda Fabia R5), 2:32.06,2 Stunden 2. Pontus Tidemand/Emil Axelsson (Skoda Fabia R5), + 56,1 Sekunden 3. Karl Kruuda/Martin Järveoja (Citroën DS3 R5), 2.05,3 Minuten 4. Jari Ketomaa/Kaj Lindström (Ford Fiesta R5), + 4.54,1 Minuten 5. Armin Kremer/Pirmin Winklhofer (Skoda Fabia R5), 5.11,9 Minuten 6. Teemu Suninen/Mikko Markkula (Skoda Fabia S2000), + 5.25,6 Minuten WRC2-Tabelle nach sieben Läufen 1. Jari Ketomaa (Finnland/Ford), 70 Punkte 2. Nasser Al-Attiyah (Katar/Ford), 60 Punkte 3. Abdulaziz Al-Kuwari (Katar/Ford), 57 Punkte 4. Yuriy Protasov (Ukraine/Ford), 47 Punkte 5. Esapekka Lappi (Finnland/Skoda), 45 Punkte 6. Pontus Tidemand (Schweden/Skoda), 45 Punkte
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