Yamaha-Racing-Chef Paolo Pavesio: «Yamaha macht sicher mit Monster weiter»
Vor dem Italien-GP verkündete Aprilia die Ankunft eines Titelsponsors. 2027 rückt das Werksteam im Namen von Monster Energy aus. Was laut Yamaha-Sportchef Pavesio nicht das Aus für Yamaha bedeutet.
Es war nicht zu übersehen. Seit dem ersten freien Training der MotoGP in Mugello fuhren die RS-GP der WM-Führenden Marco Bezzecchi und Jorge Martin mit prominent platzierten Stickern des Energy-Drink-Herstellers Monster. Zuvor hatte eine Aussendung von Aprilia Racing darüber informiert, dass
Durchaus bemerkenswert: Im Zuge der Neuaufstellung in Mugello änderte sich auch das Bild bei den Piloten. Denn um jeglichen Markenkonflikt zu vermeiden, löste Mitbewerber Red Bull die Partnerschaft mit dem langjährigen Athleten Jorge Martin. In Mugello trug der Madrilene einen Helm ohne Energy-Drink-Partner.
In der MotoGP sind Sponsor-Aktivitäten bei mehreren Unternehmen durchaus üblich, jedoch nicht, wenn es um Titelsponsoring – sprich Namensgebung – geht. Naheliegend ist also, dass die aktuelle Nummer-1-Mannschaft des US-Unternehmens «Monster Energy Yamaha MotoGP» ab 2027 so nicht mehr ausrücken geht.
Langzeit-Partnerschaft begann im Motocross
Angesprochen auf die Perspektive kam Yamaha-Rennsportchef Paolo Pavesio direkt auf den Punkt: «Sicher ist, zu 100 Prozent, Yamaha und Monster werden auch 2027 zusammen sein.» Der Italiener, seit 2025 als Nachfolger von Lin Jarvis aktiv, aber bereits seit gut 20 Jahren für Yamaha im Einsatz, holte weiter aus: «Monster und Yamaha verbindet eine sehr lange Partnerschaft. Los ging es bereits vor 12 Jahren. Ich saß damals mit Monster-Manager Mitch Covington in Berlin vor dem Teutschenthal-GP zusammen und wir haben die erste Vereinbarung für die Motocross-WM verabschiedet. Seitdem gibt es eine strukturierte Zusammenarbeit, die sich dann auf den US-Supercross, dann auf die MotoGP erweiterte.»
Wir kooperieren mit Ausnahme der Superbike-WM in allen von Yamaha offiziell betriebenen Disziplinen. Im Motocross in Europa, im Supercross und in der Supercross sind sie unser Titelsponsor. Dass sich Monster entschieden hat, in der MotoGP auch ein anderes Werk zu unterstützen, das ist nicht außergewöhnlich. Unsere Partnerschaft ist strategischer Art und beide Marken profitieren langfristig davon. Ich bin mir also sicher, dass wir auch 2027 und auch in der MotoGP weiter zusammenarbeiten. In welcher Form, das werden wir gemeinsam entscheiden.»
Die gewachsene Zusammenarbeit der Partner soll demnach auch in der Ära mit 850 ccm nach außen getragen werden. Es ist allerdings davon auszugehen, dass die Präsenz des Monster-Logos auf der M1 2027 in etwa jene Dimensionen wie auf der aktuellen Aprilia RS-GP haben dürfte. Das Yamaha-Werksteam wird dann, wenn auch noch nicht offiziell bestätigt, von Jorge Martin und Ai Ogura vertreten.
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach

