Bei der Rallye Dakar 2025 gibt es zu Beginn der zweiten Woche noch immer keine Tendenz, wer bei Honda als Siegkandidat forciert werden soll. Das hilft Leader Daniel Sanders vom Werksteam Red Bull KTM.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Nach sechs von zwölf Etappen bei der Dakar-Rallye in Saudi-Arabien führt weiter Red Bull KTM-Mann Daniel Sanders. Hinter dem 30-jährigen Australier lauert ein Honda-Quartett, das aber noch immer ein wenig uneinig wirkt. Einen Kapitän scheint es bei der japanischen Armada nicht zu geben, obwohl der Spanier Tosha Schareina bei Honda seit Tagen klar in der besten Position ist.
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Auch der ehemalige Dakar-Racer und KTM-Berater Heinz Kinigadner (64) hat das registriert: "Das Problem, dass Daniel auf sich alleine gestellt ist, ist bisher noch keines. Die Honda-Fahrer sind sich nicht einig, die kämpfen noch gegeneinander. Es ist nicht so, dass zum Beispiel Schareina vorne mal das Tempo so reduziert, dass die anderen nachkommen. Alle haben bei Honda noch die Chance, die Rallye zu gewinnen. Noch ist es somit kein großer Nachteil für Sanders." Wäre bei Honda ein Plan erkennbar, dann würde es anders ablaufen. Kini zeichnet mögliche Szenarien: "Dann erzeugen sie zum Beispiel extra Staub oder andere Dinge. Es gibt viele Möglichkeiten, wo du nicht super fair sein musst. Das wird gegen Ende der Rallye aber möglicherweise schon noch kommen. Aber Sanders ist derzeit so gut drauf - er fährt aktuell nur mit 80 Prozent, das hat er mir beim Abendessen erklärt. Das Motorrad ist jetzt so viel besser und auch das Team."
Kini berichtet ein interessantes Detail aus dem Background: "Wir hatten nach der Dakar 2024 beim Stanglwirt eine große Aussprache, wo ich ihm erklärt habe, dass man ein Team motivieren muss, damit da was herauskommt. Es war ein gutes Gespräch. Er sagt, seine bisheriger Performance ist einzig auf das Motorrad zurückzuführen, das so viel besser ist."
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Laut Kinigadner habe KTM nach der Rallye 2024 getüftelt: "Wir haben überlegt, was machen wir: Gehen auf den alten Rahmen ohne Zentralrohr? Dann hat Wolfgang Felber etwas gezeichnet, was innerhalb weniger Monate umgesetzt wurde und gelungen ist. Das ganze Team hat einen super Job gemacht. Honda ist in Summe sicher keinen Deut schlechter. Der Sprung, den wir aber mit dem Motorrad gemacht haben, war gewaltig."
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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