Ruhetag: Toyota hat 50% der Vorgaben erfüllt

Von Toni Hoffmann
Dakar Auto

Toyota Gazoo Racing SA hat bei der 41. Rallye Dakar bislang 50% der selbst gesetzten Vorgaben mit dem Ziel, endlich den Marathon-Klassiker zu gewinnen, mit der Führung vom Start bis zum Ruhetag erfüllt.

Seit dem Start der 41. Rallye Dakar in Peru lagen die Toyota-Piloten im allgetriebenen Sauger-Hilux vorne. Der zweifache Dakar-Gewinner Nasser Al-Attiyah gewann wie gewohnt den Auftakt. Die Führung musste er am zweiten Tag an seine Teamkollegen Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz, den Gewinnern der ersten Rallye Dakar in Südamerika 2009, abgeben. Massive Probleme bei De Villiers warfen am dritten Tag zurück, die Führung wechselte zu Al-Attiyah, der diese bis zum Ruhetag am Samstag in Arequipa auf 24:42 Minuten zum 13-fachen Rekordsieger Stéphane Peterhansel im 200 kg leichteren und heckgetriebenen Mini-Buggy und auf 34:33 Minuten zu Juan «Nani» Roma im Mini 4x4 ausbaute.

«Wir können mit dem Ergebnis zufrieden sein», war das Tagesfazit von Al-Attiyah. «Das Auto war auf dieser langen Prüfung perfekt. Wir haben aber entschieden, kein Risiko einzugehen und nicht volles Tempo zu fahren. Wir freuen uns aber über unsere zweitschnellste Zeit und dass wir zur Halbzeit führen.»

Doch nur das Ergebnis von Al-Attiyah wirft Licht auf das Toyota-Team. Giniel de Villiers und sein deutscher Beifahrer Dirk von Zitzewitz mussten einige Prügel in der Zeitentabelle einstecken. Die dritte Prüfung der 41. Rallye Dakar über 331 km auf der knapp 800 km langen Etappe von San Juan de Marcona nach Arequipa hat ihre Opfer gefordert. Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz büßten wegen einer zerstörten Ölwanne am Toyota Hilux mehr als vier Stunden ein und fielen vom ersten Platz am Vortag auf den 40. Gesamtrang zurück.

Auf der vierten Etappe schlug bei Bernhard ten Brinke und seinem Beifahrer Mathieu Baumel das Pech ein. Der bisherige Gesamtsiebte Bernhard ten Brinke blieb in der ersten Hälfe liegen, weil er ein dicker Stein den Antrieb beschädigte. Durch die Reparatur, bei der der am Vortag arg gebeutelte Teamkollege Giniel de Villiers half, verlor er fast drei Stunden und fiel auf den 19. Gesamtrang (+ 3:21.23). Giniel de Villiers und sein deutscher Beifahrer Dirk von Zitzewitz verloren bei ihrer Hilfsaktion 1:35 Stunden, womit ihr Rückstand im Gesamtklassement auf 5:59:15 Stunden anstieg.

Beide fügen sich für die zweite Hälfe in ihre neuen Rollen als Unterstützer für Al-Attiyah/Baumel, die für Toyota den ersten Dakar-Sieg erzielen sollen. «Unsere Aufgabe ist es nun, diese beiden zu unterstützen. Sie müssen hier gewinnen», sieht sich De Villiers in seiner neuen Verantwortung.

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