Sam Sunderland (KTM): «Hab mir den Arsch aufgerissen»

Von Johannes Orasche
Dakar Moto
Der britische Red Bull KTM-Werkspilot Sam Sunderland will zum zweiten Mal die Rallye Dakar gewinnen und kündigt volle Attacke an: «Es gibt zehn schnelle Fahrer, man muss volles Risiko gehen.»

Am Mittwoch hat der Österreicher Matthias Walkner die Reise nach Peru angetreten, wo er ab dem 6. Januar als Titelverteidiger die weltberühmte Rallye Dakar in Angriff nimmt. Neben den Werksfahrern von Honda und Yamaha hat der 32 Jahre alte Salzburger die härteste Gegenwehr aus dem eigenen Lager zu erwarten.

Walkners britischer Red Bull KTM-Teamkollege Sam Sunderland ist wild entschlossen, seinen Sieg von 2017 in Südamerika zu wiederholen. Für KTM wäre es der 18. Triumph in Folge. Im Vorjahr schied Sunderland bereits auf der vierten Etappe in Führung liegend aus und verletzte sich am Rücken.

«Ich fahre garantiert nicht auf Sicherheit», posaunte der 29-jährige Sunderland ohne jegliche britische Zurückhaltung gegenüber MCN heraus. «Ich habe mir in den letzten Monaten den Arsch aufgerissen, um wieder fit zu werden. Jetzt bin ich bereit und fühle mich stark.»

Sunderland, der in den Vereinigten Arabischen Emiraten wohnt und mit Sand bestens vertraut ist, weiß: «Zehn Tage in den Dünen werden hart, auch die Strategie wird eine große Rolle spielen. Ein, zwei Schlüsselmomente werden den Ausgang des Rennens beeinflussen. Das Rennen ist extrem intensiv, mit vielen schnellen Jungs. Wenn man auf Sicherheit fährt, ist man wahrscheinlich nicht mal auf dem Podium, oder vielleicht nicht mal in den Top-5. Als Marc Coma und Cyril Despres die Rallye dominierten, war das anders. Sie sind auf Sicherheit gefahren, weil sie wussten: Auch wenn ein junger Fahrer eine Etappe mit fünf Minuten Vorsprung gewinnt, liegt die Wahrscheinlichkeit bei 90 Prozent, dass der junge Kerl das Ziel nicht sieht.»

All das hat sich in den vergangenen Jahren geändert. Sunderland: «Jetzt gibt es zehn schnelle Fahrer und die Chance ist groß, dass drei oder vier von ihnen auch mit vollem Risiko am Ende ins Ziel kommen.»

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