Kreim mit Sieg am Stemweder Berg zur Spitze

Von Toni Hoffmann
DRM
Die Wasserballer und Sieger Frank Christian (li.) und Fabian Kreim

Die Wasserballer und Sieger Frank Christian (li.) und Fabian Kreim

«Wasserspiele» bei der ADAC Rallye Stemweder Berg, Halbzeitführung der DRM für den Sieger Fabian Kreim, 2WD-Wertung: Gaßner Junior baut Führung aus.

Angekündigt war ein spannendes Rallye-Wochenende mit einem Lauf zur DRM (Deutsche Rallye-Meisterschaft) bei strahlendem Sonnenschein. Doch ein gewittriger Dauerregen sorgte für teilweise schlammüberspülte Straßen mit riesigen Wasserlachen. Das machte die anspruchsvollen Asphaltprüfungen der ADAC Rallye Stemweder Berg (24. - 25. Juni 2016) am Rande des Wiehengebirges rund um Lübbecke zu einer großen Herausforderung. 37 der 68 gestarteten Teams überfuhren die Zielrampe, nach dem der Veranstalter aus Sicherheitsgründen die letzten vier Wertungsprüfungen (WP) gestrichen hatte.

Auf den verbleibenden elf Prüfungen mit einer Gesamtlänge von 123,78 Kilometern absolvierten Fabian Kreim / Frank Christian (Fränkisch-Crumbach / Oberhausen) im Fabia R5 von Skoda Auto Deutschland als schnellstes Team mit einer Fahrzeit von 1:24:50,3 Stunden. Mit 36,6 Sekunden Rückstand belegten Dominik Dinkel / Christina Kohl (Rossach / Tiefenbach) im Skoda Fabia S2000 den zweiten Platz. Den Skoda-Dreifacherfolg auf dem Siegerpodium komplettierten der ADAC GT Masters-Laufsieger Kristian Poulsen und Ole Frederiksen aus Dänemark in einem Fabia R5. Mit ihrem dritten Saisonsieg beim fünften von zehn Saisonläufen übernahmen Kreim / Christian zur Halbzeit auch die Meisterschaftsführung. Sie liegen mit 103 Punkten vor dem bislang führenden Christian Riedemann (Sulingen, 83 Punkte). Riedemann musste seinen Peugeot 208 T16 R5 zur Halbzeit nach einem Ausrutscher abstellen. Den dritten DRM-Rang zur Halbzeit belegt Dominik Dinkel mit 69 Zählern.

Die 2WD-Wertung für Fahrzeuge mit nur einer angetriebenen Achse innerhalb der DRM gewann Hermann Gaßner Junior (Surheim) im Toyota GT86 R3, der diesmal mit Co-Pilot Valentin Langner (Kemberg) unterwegs war. In der Meisterschafts-Wertung liegt Gaßner zur Halbzeit mit 93 Zählern deutlich vor den Verfolgern Carsten Mohe (Crottendorf, Renault Clio R3T) mit 48 Punkten und Philip Knof (Wülfrath, Citroen DS3 R3T) mit 46 Zählern, die beide nicht ins Ziel kamen.

Kreim schnellster bei den «Wasserspielen»

«Das war echt verdammt schwierig», sagte Fabian Kreim im strömenden Regen auf der Zielrampe in Lübbecke. «Es gab immer wieder stehendes Wasser an unerwarteten Stellen. Deshalb bin ich froh hier zu sein und mit dem Ergebnis echt sehr zufrieden. Der Abbruch war die richtige Entscheidung.» Kreim übernahm von Start weg die Führung und ließ nie einen Zweifel daran, dass er die «Wasserspiele» am Stemweder Berg auch gewinnen wollte. Auf sechs der elf ausgetragenen WP fuhr er im Skoda Fabia R5 die Bestzeit, darunter auch die Powerstage, die ihm wichtige drei Zusatzpunkte in der Meisterschaft bescherte.

Für den bisherigen Meisterschaftsführenden Christian Riedemann begann die Rallye wenig vielversprechend. Erst ein Dreher zu Beginn und dann die zweite WP ohne Handbremse. Zu Beginn der Samstagsetappe setzte er im Peugeot 208 T16 R5 zwei Bestzeiten und schob sich wieder in Schlagdistanz zur Spitze. «Dann waren wir in einer Kurve die berühmten fünf Kilometer zu schnell und rutschten so in eine Böschung, dass wir aus eigener Kraft nicht mehr freikamen», berichtete Riedemann.

Dinkel erster Verfolger

Dominik Dinkel überzeugte erneut und fuhr im Skoda Fabia S2000 auf den starken zweiten Gesamtrang. Der Youngster konnte Kristian Poulsen im Skoda Fabia R5 und dessen niederländischen Teamkollegen Mark van Eldik auf Distanz halten. Für Poulsen war es ein Rallye-Comeback nach längerer Pause, in den vergangenen Jahren war er auf der Rundstrecke in der Sportwagenweltmeisterschaft erfolgreich:

Gaßner junior baut 2WD-Führung aus

Im Toyota GT86 R3 hat Hermann Gaßner junior nun 93 Punkte und damit fast doppelt so viele wie die direkten Verfolger, die beide aufgeben mussten. Carsten Mohe strandete im Renault Clio R3T schon in der dritten WP, Philipp Knof (Citroen DS3 R3T) erwischte es am Samstagmorgen.

Alles Wissenswerte rund um die DRM gibt es unter www.adac.de/drm sowie im ADAC Rallye Hub (www.adac.de/rallyehub) im Internet. Das Geschehen bei der ADAC Rallye Stemweder Berg ist in einer Woche bei TV-Partner Sport1 zu sehen - im DRM-Magazin am Samstag, 02. Juli ab 17:00 Uhr.

 

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