Im Hundertstelbereich

Von Marcus Lacroix
DTM
DTM Championship 2008, Round 11, Hockenheim, Germany

DTM Championship 2008, Round 11, Hockenheim, Germany

HWA-Technikchef Gerhard Ungar sieht Mercedes am Norisring nicht in der Favoritenrolle.

Auch wenn der überwiegende Teil der DTM-Teams einen jahrzehntelangen Erfahrungsschatz auf dem Norisring angesammelt hat, stellt der einzige Stadtkurs im DTM-Kalender auch für die alten Hasen immer wieder eine neue Herausforderung dar.

«Du baust natürlich auf den Erkenntnissen des Vorjahres auf. Dennoch sind die Gegebenheiten immer andere, auch die Basis der Autos und deren Speed ändert sich von Jahr zu Jahr. Einfach blind drauflosschrauben wäre ein Fehler», erklärt HWA-Technikchef Gerhard Ungar.

Besonderes Augenmerk gilt angesichts zweier extremer Verzögerungsphasen vor der Grundig- und Dutzendteichkehre naturgemäss der Bremse. «Das betrifft sowohl der Haltbarkeit als auch der reinen Bremsperformance», sagt Ungar. «Ein weiterer Schwerpunkt ist die Traktion. Aber du hast auch das Schöller-S, eine mittelschnelle Schikane, in der Abtrieb gefragt ist. In Sachen Fahrzeugabstimmung halte ich den Norisring für die anspruchsvollste Strecke im Kalender, weil sie sich völlig von allen anderen unterscheidet. Zumal der Griplevel ständig steigt – zumindest, wenn es trocken bleibt.»

Simulierte Audi die besonderen Gegebenheiten des 2,3 km kurzen Kurses am Ufer des Dutzenteichs auf dem Flugplatz Cochstedt bei Magdeburg, wählte Mercedes zum selben Zweck den Luftwaffenstützpunkt in Mendig.

Obwohl seine C-Klassen beim letzten Rennen auf dem EuroSpeedway Lausitz überragende mechanische Qualitäten unter Beweis stellten, sieht Ungar Mercedes nicht in der Favoritenrolle: «Auf keinen Fall. Ich glaube, keiner hat richtig verstanden, weshalb wir in Hockenheim so weit weg waren, und keiner hat verstanden, weshalb wir in der Lausitz im Rennen so überlegen waren. Beide Rennen sollte man nicht überbewerten. Wäre schön, wenn’s so wäre …»

Der Schwabe erwartet an der Noris vielmehr einen Kampf auf Messers Schneide. «Es wird sehr eng und die Tagesform entscheidend. Wenn alle ordentlich sortiert sind, wird es keine so grossen Ausreisser geben wie bei den ersten beiden Rennen, sondern eine Angelegenheit im Hundertstelbereich.»

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