Audi-Pilot Miguel Molina: der heimliche Gewinner

Von Andreas Reiners
DTM
Miguel Molina

Miguel Molina

Miguel Molina war in Oschersleben der schnellste Pilot. Gewonnen hat er aber erneut nicht. Doch der Spanier bleibt gelassen.

Miguel Molina hat sein Lächeln nicht verloren. Im Gegenteil. Der Spanier wirkt, als wäre er mit deutlichem Abstand der derzeit Gesamtführende. Dabei lief bislang viel schief für ihn. Allerdings waren dies Dinge, die er selbst nicht beeinflussen konnte. Er ist dafür zuständig, auf der Strecke Leistung abzuliefern. Das tut er. Eindrucksvoll. Auch wenn acht Punkte zunächst nicht danach aussehen.

In Hockenheim war die Kamera-Attrappe bei seinem Audi nicht angebracht. Der Spanier wurde vom Qualifying ausgeschlossen und fuhr von ganz hinten immerhin noch auf Rang 13. In Oschersleben stimmten dann die Maße der Heckflügel-Endplatte nicht.

Regelverstoß, das gleiche Spiel wie in Hockenheim. Molina, der im Qualifying eine Fabelrunde hingelegt hatte, fuhr auch im Rennen die schnellste Runde und landete auf Rang sechs.

«Dem armen Kerl spielen wir so übel mit. Das ganze letzte Jahr stand er unter Druck und sollte liefern und hat geliefert. Er hat über den Winter hart gearbeitet, ist perfekt aufgestellt zur neuen Saison, war permanent vorne dabei. Und dann zwei solche Klopper», sagte Audis DTM-Leiter Dieter Gass.

Fühlt sich Molina nach den beiden Rückschlägen wie der heimliche Gewinner? Ja, ein wenig vielleicht. Ich hatte eine gute Strategie und am Ende acht Punkte. Das ist gut für die Mannschaft», sagte Molina SPEEDWEEK.com. Molina ist Teamplayer durch und durch. «Wenn wir gewinnen, gewinnen wir gemeinsam. Wenn wir verlieren, verlieren wir gemeinsam. Klar, wenn es nicht dein eigener Fehler ist, bist du etwas entspannter. Es sollte natürlich nicht passieren, aber so etwas passiert manchmal», so Molina.

Der 25-Jährige blieb im vergangenen Jahr auch entspannt, als Kritik gegen ihn aufkam. Denn während sein damaliger Phoenix-Teamkollege Mike Rockenfeller Richtung Titel fuhr, stand er im Schatten und kam erst in der zweiten Saisonhälfte so richtig in Fahrt. Gemeinsam mit Rockenfeller holte er dann auch den Teamtitel. «Er hat im vergangenen Jahr viel Prügel bezogen und die Frage gestellt bekommen, ob er überhaupt ins Team gehört», sagte Gass.

A propos Team: Das wechselte er zur neuen Saison und kehrte zu Abt zurück. Und zu seinem früheren Renningenieur Franco Chiocchetti. Für Molina ein wichtiger Schritt. Ebenso, dass er seit dieser Saison zwischen der Teambasis in Kempten und seiner Heimat Lloret de Mar in Spanien pendelt. «Manchmal geht es ums Gefühl. Bei Abt war ich immer schnell. Jetzt bin ich zurück und wieder schnell», so Molina. Was aber nicht heißen solle, dass bei Phoenix alles schlecht gewesen sei.

Nun ist zumindest wieder alles gut. Wie gut wird es in diesem Jahr? «Mein Ziel war es von Anfang an, um die Meisterschaft zu fahren. Wir haben bewiesen, dass wir dazu unter normalen Bedingungen in der Lage wären. Wir werden sehen. Aber das ist das Ziel und wir haben gezeigt, dass es möglich ist.»

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