BMW: Mit den alten Reifen zurück zu alter Stärke?

Von Otto Zuber
DTM
Kehrt BMW in die Erfolgsspur zurück?

Kehrt BMW in die Erfolgsspur zurück?

Nach einer vierwöchigen Rennpause gehen die vier BMW-Teams wieder in der DTM an den Start: Auf dem legendären Norisring in den Straßen von Nürnberg erwarten BMW die einzigen Stadtrennen im Jahr 2015.

Die DTM-Veranstaltung rund um den Dutzendteich zieht mit ihrer einmaligen Atmosphäre Fans und Fahrer gleichermaßen in ihren Bann. Dennoch fiebert ein Pilot im Aufgebot von BMW den Saisonrennen fünf und sechs besonders entgegen: Marco Wittmann, der amtierende DTM-Champion, lebt nur wenige Kilometer von der Strecke entfernt in Fürth. Damit ist die Veranstaltung auf dem Norisring für Wittmann ein echtes Heimspiel.

Mit einem Test auf dem Lausitzring bereiteten sich die in der DTM vertretenen Hersteller auf die Rennen in Nürnberg vor. Für BMW waren Augusto Farfus, Martin Tomczyk, Timo Glock und António Félix da Costa im Einsatz. Die beiden BMW M4 DTM wurden vom BMW Team RMG und vom BMW Team MTEK eingesetzt. Insgesamt legten die vier BMW Piloten am Mittwoch und Donnerstag über 2.000 Kilometer zurück.

Daneben wurden mit Hankook die Reifenprobleme erörtert. BMW war wie auch Mercedes mit den neuen Pneus nicht zurecht gekommen (Hier gibt es alle Hintergründe dazu). Mit den alten Reifen kehrt auch die Hoffnung bei BMW zurück, dass es wieder aufwärts geht.

Stimmen aus dem BMW-Lager:

Jens Marquardt (BMW Motorsport Direktor): In den vergangenen Wochen waren wir vor allem damit beschäftigt, mit Reifenpartner Hankook eine Lösung für den Rest der Saison zu finden. Mit der von Hankook angekündigten Rückkehr zu den alten Reifenstandards sollte ab dem Norisring die Basis geschaffen sein, uns wieder auf rein sportliche Dinge konzentrieren zu können. Das erleichtert auch die Analyse unserer aktuellen Situation, denn mit den ersten beiden Wochenenden der Saison können wir natürlich überhaupt nicht zufrieden sein. Unser Ziel ist klar: Wir wollen es der Konkurrenz in Nürnberg wieder schwerer machen als zuletzt. Das wird ein hartes Stück Arbeit. Aber dieser Herausforderung stellen wir uns bei BMW Motorsport gerne.

Stefan Reinhold (Teamchef, BMW Team RMG): Der Norisring ist Kult. Das Flair an dieser Strecke ist definitiv etwas Besonderes. Natürlich hätten wir uns gewünscht, mit einer stärkeren Ausgangsposition ins dritte Rennwochenende der Saison zu gehen. Aber wir schauen nur noch vorn und konzentrieren uns darauf, keine Fehler zu machen. Klar ist, dass wir uns in Nürnberg wieder konkurrenzfähiger präsentieren möchten.

Charly Lamm (Teamchef, BMW Team Schnitzer): Der Norisring ist seit jeher eine der großen Konstanten im deutschen Rennsport-Jahr. Mit nur einer Handvoll Kurven und lediglich 2,3 Kilometern Länge wirkt die Strecke zunächst einfach – und ist doch eine sehr große Herausforderung für Fahrer und Teams gleichermaßen. Die Bedeutung des Set-ups ist wegen der welligen Fahrbahn und der vielen Unebenheiten hoch. Zudem stellt der Kurs enorme Anforderungen an die Bremsen. Nach einem schwierigen Start in die Saison freuen wir uns auf die enthusiastischen Fans, die einzigartige Atmosphäre und die Tradition bei unserem bayrischen Heimrennen.

Bart Mampaey (Teamchef, BMW Team RBM): Wenn man das Streckenlayout des Norisrings das erste Mal sieht, kann man nicht ahnen, welch große Herausforderung sich dahinter verbirgt. Stadtrennen sind immer speziell, und es ist schwierig, sie vollständig zu verstehen. Wir freuen wir uns auch in diesem Jahr auf unser Gastspiel in Nürnberg. Dieser Kurs ist wirklich einzigartig.

Ernest Knoors (Teamchef, BMW Team MTEK): Der Norisring war in den vergangenen zwei Jahren für uns immer eine schwierige Herausforderung. In dieser Saison wollen wir unsere Bilanz auf dieser Strecke mit ein bisschen mehr Erfahrung und auf Basis des exzellenten Teamworks, das wir 2015 bisher gezeigt haben, verbessern.

Marco Wittmann (Startnummer 1, BMW Team RMG): Der Norisring ist immer wieder ein Highlight für mich – und die Vorfreude ist groß. Ich wohne nicht weit entfernt von der Strecke. Es motiviert mich, wenn so viele Fans, meine Familie, Verwandte und Freunde vor Ort sind, um mich zu unterstützen. Das gibt mir einen Extra-Schub. Es macht einfach Spaß, auf dem Norisring zu fahren.

Maxime Martin (Startnummer 36, BMW Team RMG): Nach dem erfolgreichen Rennen in Le Castellet reise ich mit Selbstvertrauen zum Norisring. Dort ist vieles anders als auf den restlichen Strecken in der DTM. Der Kurs ist trotz des relativ einfachen Layouts sehr interessant. Es ist nicht einfach, den richtigen Rhythmus zu finden. Traditionell werden wieder viele Fans am Norisring sein. Das macht das Rennen zu einem Highlight im Kalender. Ich freue mich wirklich sehr darauf, dort fahren zu können.

Martin Tomczyk (Startnummer 77, BMW Team Schnitzer): Jeder kommt gerne an den Norisring. Es ist einfach immer wieder ein tolles Spektakel. Dem einen Fahrer liegt dieser Stadtkurs mehr, dem anderen weniger. Wenn du dann im Auto sitzt und die einmalige Atmosphäre an der Strecke mitbekommst, dann ist das immer wieder sensationell.

António Félix da Costa (Startnummer 13, BMW Team Schnitzer): Das Rennwochenende wird fantastisch. Zwar lief es im vergangenen Jahr lief nicht ganz so gut für uns. Aber ich denke, mit den Lehren, die wir daraus gezogen haben, können wir dieses Mal besser abschneiden. Ich bin in jedem Fall top-motiviert.

Augusto Farfus (Startnummer 18, BMW Team RBM): Der Norisring ist ein magischer Ort. Die Atmosphäre und die Fans sind fantastisch. In der Vergangenheit waren die Straßen Nürnbergs nicht unbedingt das beste Pflaster für uns, aber vielleicht bietet sich uns in diesem Jahr die Chance, das zu ändern. Wichtig ist, dass wir die maximale Geschwindigkeit und das optimale Bremsverhalten aus dem Auto herauszuholen.

Tom Blomqvist (Startnummer 31, BMW Team RBM): Ich kenne den Norisring recht gut aus meiner Zeit in der Formel 3. Die Pace ist entscheidend, und die müssen wir im Vergleich zu den anderen Rennen verbessern. Auf jeden Fall freue ich mich riesig auf den Norisring, weil uns dort eine großartige Veranstaltung erwartet. Es sind immer viele Zuschauer dort. Ich hoffe, wir können unseren Fans einiges bieten.

Bruno Spengler (Startnummer 7, BMW Team MTEK): Der Norisring ist für mich das Monaco der DTM – und mit Abstand meine Lieblingsstrecke. Ich mag die Atmosphäre, die Fans sind sensationell. In den vergangenen Jahren war es am Norisring immer ein wenig schwierig für uns. Aber jedes Jahr läuft es auf dieser Strecke anders. Es hat am Wochenende Spaß gemacht, wieder im BMW Z4 GT3 zu sitzen. Wir haben in der Vorbereitung auf Spa-Francorchamps viel gelernt. Zudem bin ich zum ersten Mal seit 2002 wieder einen fliegenden Start gefahren. Und für uns Fahrer ist es ohnehin toll, zwei Rennwochenenden hintereinander zu haben.

Timo Glock (Startnummer 16, BMW Team MTEK): Der Norisring ist hinsichtlich der Atmosphäre immer ein absolutes Highlight und eines der schönsten Events des Jahres. Allerdings wird es für uns unter Umständen wieder ein sehr schwieriges Wochenende. Wir werden aber hart dafür arbeiten, um dort trotzdem erfolgreich zu sein. In Le Castellet bin ich mein erstes Rennen im BMW Z4 GT3 gefahren. Das Auto macht richtigen Spaß. Es war interessant, in einer Serie wie der Blancpain Endurance Series an den Start zu gehen, und für unsere Vorbereitung auf Spa war dieser Test unter Rennbedingungen sehr wichtig.

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