DTM: BMW holt Herstellertitel bei Audi-Dreifachsieg

Von Andreas Reiners
DTM
Jamie Green

Jamie Green

​ Audi hat beim finalen Rennen der Saison noch einmal einen Dreifachsieg gefeiert. Den 18. Lauf in Hockenheim gewann Jamie Green vor Mattias Ekström und Edoardo Mortara.

Im Kampf um den Herstellertitel zogen die Ingolstädter allerdings den Kürzeren. In der Endabrechnung holte sich BMW die Krone. Für Audi ist das besonders bitter und das letzte Rennen auch ein Sinnbild der Saison. Denn einmal mehr hatte Audi das beste Auto im Feld, ging im Endeffekt aber leer aus.

Den Fahrertitel hatte Pascal Wehrlein bereits am Samstag gesichert. An seinem Geburtstag erlebte er allerdings ein Rennen zum Vergessen und wurde nach einem verpatzten Qualifying nur 21. Am Sonntag brachte Audi auch der Dreifachsieg nichts mehr. BMW hatte in der Endabrechnung 602 Punkte auf dem Konto, Audi nur 595 Zähler. In der Teamwertung hatte Wehrleins Mannschaft gooix/Original-Teile Mercedes-AMG die Nase vorne.

Kleiner Trost für Green, der die Gesamtwertung zu Saisonbeginn überlegen angeführt hatte: Mit seinem vierten Saisonsieg wurde der Brite immerhin noch Vizemeister vor Ekström und Mortara.
Hinter dem Audi-Trio landete Mercedes-Pilot Paul di Resta auf Platz vier vor Timo Scheider (Audi) und dem BMW-Trio Maxime Martin, Antonio Felix da Costa und Bruno Spengler. Polesetter Gary Paffett wurde im Verlauf des Rennens durchgereicht und am Ende lediglich Neunter. Die Top Ten komplettierte Martin Tomczyk.

Green holt sich schnell die Spitze

Paffett kam beim Start gut weg und konnte seine Führung verteidigen. Martin verbessert sich auf den dritten Platz hinter Green. Doch bereits in der vierten Runde, kurz nachdem das DRS erlaubt war, schnappte Green sich seinen britischen Landsmann und übernahm die Spitze. Wenige Runden später musste Paffett auch Ekström passieren lassen.

In Runde acht sorgte der entthronte Champion Marco Wittmann für einen ungewohnten Einblick in seinen BMW M4 DTM, als ihm die Motorhaube wegflog und er anschließend aufgeben musste. Paffett verlor seinen dritten Rang wiederum wenig später an Tambay, und auch Martin wurde innerhalb von nur einer Runde gleich mehrere Plätze nach hinten durchgereicht.

Nach rund 20 Minuten kamen die Fahrer zum Pflichtstopp in die Box. Nach den Stopps behielt Green die Führung vor Ekström. Ein dummer Crash sorgte kurz vor der Hälfte des Rennens für das Aus von Tambay, der zu diesem Zeitpunkt Dritter war. Miguel Molina verbremste sich, kollidierte mit Christian Vietoris, der wiederum in den Audi von Tambay rauschte. Molina kassierte dafür auch eine Durchfahrtsstrafe.

An der Spitze drehten Green und Ekström ihre Runden, Di Resta folgte auf Platz drei vor Mortara, der sich dank einer klugen Strategie mit einem späten Stopp auf Platz vier gearbeitet hatte. Dahinter lag Scheider vor Martin, Felix da Costa, Spengler und Paffett. Im Mittelfeld gab es einige harte Duelle, teilweise auch über die Legalität hinaus.

So leisteten sich Wehrlein und Nico Müller einen Zweikampf auf Biegen und Brechen, wohlgemerkt um Platz 17. Wehrlein musste seinen regelwidrig eroberten Platz an Müller zurückgeben, der per Funk wetterte: «Kann Wehrlein mal jemand sagen, dass er schon Meister ist?». Green fuhr seinen Sieg derweil souverän nach Hause, Wehrlein schleppte sich mit seinem demolierten Dienstwagen las 21. und kurz vor der Überrundung noch ins Ziel.

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