DTM: Welche Taktik fahren BMW, Audi und Mercedes?

Von Andreas Reiners
DTM
Edoardo Mortara

Edoardo Mortara

Bei BMW gibt es eigentlich keine Diskussionen. Titelkandidat? Ist derzeit der Gesamtführende Marco Wittmann. Der Meister von 2014 führt die Gesamtwertung vor dem sechsten Rennwochenende in Moskau mit 105 Punkten an.

Es ist im Grunde keine Frage, dass die Markenkollegen dem Fürther also im Falle des Falles bereitwillig Platz machen werden, wenn der Titelkampf nun so langsam in die heiße Phase geht. Eigentlich.

Denn im Qualifying zum ersten Rennen am Samstag landete Wittmann nur auf Platz 20, dürfte also Schwierigkeiten haben, überhaupt in die Punkte zu fahren, auch wenn die Wetterbedingungen für Überraschungen sorgen könnten. Der zweitbeste BMW-Pilot, Maxime Martin, hat zwar schon über 40 Punkte Rückstand auf Wittmann, startet aber als Sechster. Je nach Rennverlauf könnte der Belgier vielleicht doch noch ein Wörtchen mitreden.

Anders sieht der Fall bei Audi aus. Die Ingolstädter stellen mit Jamie Green (98 Punkte) und Edoardo Mortara (88) die ersten beiden direkten Verfolger des Spitzenreiters. Audi wird sich zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nicht auf einen Piloten festlegen, den es zu unterstützen gilt.

«Dafür ist die Wechselhaftigkeit der Ergebnisse noch ein bisschen zu groß», sagte Audis DTM-Leiter Dieter Gass auf Nachfrage von SPEEDWEEK.com. Green geht als Zehnter ins Rennen, Mortara als Zwölfter.

Doch wie ist die aktuelle Situation als Audis DTM-Boss? Hat er es grundsätzlich lieber, breiter aufgestellt zu sein, oder wäre es ihm lieber, sich auf einen Fahrer festzulegen? Bereits in der vergangenen Saison, als Audi grundsätzlich das beste Auto im Feld hatte, waren die Ingolstädter in der Breite am besten aufgestellt.

Sechs der acht Fahrer holten einen Rennsieg, Green, Mattias Ekström und Mortara landeten auf den Gesamtplätzen zwei, drei und vier. Alle drei DTM-Titel gingen aber an andere. Im vergangenen Jahr holte Audi auch insgesamt die meisten Rennsiege, wie auch in diesem Jahr, in Führung liegen aber wieder andere.

«Das ist ein sehr zweischneidiges Schwert. Grundsätzlich ist man empfindlicher, wenn man nur einen Fahrer vorne dabei hat. Wenn er dann mal ein schlechtes Wochenende oder Pech hat, ist er ganz schnell raus aus dem Meisterschaftsrennen. Daher würde man im ersten Moment sagen, dass es besser ist, wenn man zwei Fahrer vorne drin hat», sagte Gass.

Auf der anderen Seite bestehe bei zwei Fahrern vorne drin aber auch ein Risiko, so Gass: «Dass sie sich gegenseitig Punkte klauen und man am Ende aufgrund eines solchen Zwischenfalls unter Umständen die Meisterschaft verlieren kann. Vom Grundgefühl fühle ich mich aber besser, zwei Fahrer vorne dabei zu haben.»
Und Mercedes? DTM-Leiter Ulrich Fritz stellte in Moskau klar, dass man sich noch nicht auf einen Fahrer festgelegt hat.

Aussichtsreichster Pilot im Mercedes-Team ist aktuell Robert Wickens als Vierter (83 Punkte), sein Markenkollege Paul di Resta ist Fünfter (74).

Im Rennen (ab 13.30 Uhr) wird es interessant sein zu sehen, ob sich Mercedes tatsächlich noch nicht festgelegt hat. Denn die Pole holte Gary Paffett (Zehnter mit 52 Punkten). Direkt hinter ihm stehen allerdings Wickens und di Resta.

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