Russell (Mercedes): «WM-Duell gegen Antonelli ist Marathon, kein Sprint»
In Australien sah alles so aus, als würde George Russell alles im Griff haben: Sieg von Pole-Position. Seither ist der Brite von Kimi Antonelli entzaubert worden. In Miami soll sich das Blatt wenden.
Drei GP-Wochenenden 2026 in Australien, China und Japan, drei Mal hat der Mann von Pole-Position den Grand Prix gewonnen – in Melbourne hiess der Sieger George Russell, dann aber musste sich der 28-jährige Engländer aus verschiedenen Gründen seinem Mercedes-Stallgefährten Kimi Antonelli beugen.
Russell hat festgehalten: «In Shanghai und Suzuka stand das Glück nicht auf meiner Seite. Ich bin überzeugt davon, dass ich das Ruder herumwerfen kann, wenn wir in Florida antreten.»
Nun sind wir in Miami, und der sechsfache GP-Sieger ergänzt: «Wir haben unlängst über den London-Marathon gesprochen, und das hat mich zum Nachdenken gebracht. Der Typ, der den London-Marathon läuft, der denkt nach drei Meilen noch nicht an die Ziellinie, weil er noch 23 Meilen vor sich hat. Und wir sind in Runde 4 der Formel-1-WM. Das ist noch gar kein Thema.»
«Natürlich hat Antonelli bisher eine fantastische Leistung gezeigt. Das letzte Rennen lief von meiner Seite aus etwas unglücklich. Aber solche Dinge gehen an einem Wochenende in die eine Richtung und schwingen später im Jahr wieder zurück. Ich bin erfahren genug, um zu wissen, wie eine Meisterschaft funktioniert, und es liegt noch ein langer Weg vor uns.»
«Die Meisterschaften, die ich als junger Kämpfer gewonnen habe, die habe ich nicht jedes Wochenende errungen. Es gibt Wochenenden, an denen das Auto kaputt geht, Wochenenden mit einem Zwischenfall, Wochenenden, an denen einfach Pech herrscht. Das ist bei den Fahrern, die letztes Jahr um die Meisterschaft gekämpft haben, genauso.»
«Es wird immer schwierige Wochenenden geben. Ich hoffe, jedes schwierige Wochenende endet entweder mit Platz 2 wie in China oder Platz 4 wie in Japan. Wenn das mein schwieriges Wochenende ist – damit wäre ich zufrieden. Also hoffe ich einfach auf ein reibungsloses Wochenende hier in Miami, und ich weiss, dass ich mit einem sauberen Wochenende gewinnen kann.»
Zum Entwicklungswettlauf zwischen den Teams meint Russell: «Wir sind etwas überrascht, dass einige ihre Upgrades nach Miami mitgebracht haben. Ich denke, das war eher dafür gedacht, sie nach Bahrain oder Saudi-Arabien zu bringen. Wir hatten eher erwartet, dass viele Teams ihre Updates nach Montreal mitbringen würden. Wir selbst werden in Kanada hoffentlich ein etwas grösseres Evo-Paket einführen, hoffentlich haben unsere Gegner bis dann nicht zu sehr aufgeholt.»
Seen already?
Don't miss out on any highlights: The Speedweek newsletter, sent out twice a week, delivers the latest news, exclusive commentary and all the important dates from the world of motorsports - directly into your inbox



