6h Spa: Porsche wieder zurück an der Spitze

Von Oliver Müller
FIA WEC
In FP3 vorn: Der Porsche 919 Hybrid von Timo Bernhard, Mark Webber und Brendon Hartley

In FP3 vorn: Der Porsche 919 Hybrid von Timo Bernhard, Mark Webber und Brendon Hartley

Beim zweiten Saisonlauf der Sportwagen-WM (FIA WEC) auf der Ardennen-Achterbahn in Spa-Francorchamps hat Porsche das freie Training am Freitag dominiert. Genauso wie Ferrari in der GTE-Pro-Klasse.

Im dritten freien Training zu den 6 Stunden von Spa-Francorchamps hat Porsche wieder das Zepter an der Spitze übernommen. Werksfahrer Timo Bernhard, der sich den 919 Hybrid mit Mark Webber und Brendon Hartley teilt, hatte gleich zu Beginn der Session eine Zeit von 1:56,465 Minuten in den Asphalt gelegt. Mit über 1,6 Sekunden Rückstand belegte der Schwesterwagen von Romain Dumas, Neel Jani und Marc Lieb den zweiten Platz, wobei der Schweizer Jani die Zeit fuhr. Der Grund für den grossen Zeitenunterschied ist schnell gefunden: Bernhard war auf einer Quali-Simulation unterwegs.

Grundsätzlich fällt auf, dass die LMP1 in Spa-Francorchamps wohl 2016 nicht an die Rundenzeiten aus dem Vorjahr herankommen werden. Die beste Zeit aus 2015 lag bei 1:54,755 Minutuen (damals übrigens ebenfalls von Timo Bernhard aufgestellt). Um die Leistung der Hybrid-Renner etwas zu minimieren, haben die Regelhüter den Wagen über den Winter ja bekanntlich weniger Treibstoff pro Runde (und auch im maximalen, momentanen Peak) zugesprochen. Beim ersten Event des Jahres in Silverstone hatten die LMP1 dennoch problemlos die Vorjahres-Zeiten geknackt. Auf dem (vom Streckenlayout her völlig differierenden) Kurs von Spa-Francorchamps, scheint das Bild also anders auszusehen.

Mit einer Zeit von 1:58,327 Minuten war der Toyota TS050 Hybrid von Stéphane Sarrazin, Mike Conway und Kamui Kobayashi auf der dritten Position gelandet – und somit erneut schneller als die beiden Audi R18. Im zweiten freien Training hatte der Wagen sogar die absolute Bestzeit inne. Audi belegte mit dem Wagen von Marcel Fässler, André Lotterer und Benoît Tréluyer den vierten Platz in der Session (1:58.976). Pech hatte der Schwesterwagen von Lucas di Grassi, Loïc Duval und Oliver Jarvis. Nach einer Kollision mit dem Porsche 911 RSR von Christian Ried musste der Wagen mit einer kaputten Radaufhängung vorzeitig in die Box.

Wie schon im zweiten freien Training schob sich auch am Freitag bei den privaten LMP1 wieder der CLM vom Bykolles Racing Team (Simon Trummer/James Rossiter/Oliver Webb) zwischen die beiden Rebellion R-One. Für das Rennen kann hier ein spannender Fight der drei Wagen prognostiziert werden. Mit 314,1 bzw. 312 km/h sind die beiden Rebellion auch die Leader in Sachen Top-Speed in Spa-Francorchamps - vor allen Werkswagen.

In der GTE Pro hatten die beiden Ferrari erneut die Nase vorn. Mit 2:17,874 Minuten lagen Gianmaria Bruni/James Calado über drei Zehntelsekunden vor den Teamkollegen Davide Rigon/Sam Bird. «Ich finde es schade, dass unsere Mitbewerber nicht Vollgas geben. Keine Ahnung, was hier gespielt wird», war Werksfahrer Bruni angefressen.
Hinter den beiden Aston Martin folgte der erste der beiden Ford GT auf dem fünften Klassenrang. «Zwar hat unser Schwesterteam letzte Woche aufgrund des guten Spritverbrauchs das Rennen der IMSA-Serie in Laguna Seca gewonnen», erzählte Ford-Pilot Stefan Mücke im Gespräch mit SPEEDWEEK.com «Doch mit der aktuellen Einstufung in der FIA WEC ist der Verbrauch hier nicht wirklich unsere Stärke. Grundsätzlich verstehe ich sowieso nicht, warum die Balance of Performance in beiden Serien eine andere ist.»

Weiter geht es in Spa-Francorchamps mir der Qualifikation, die gegen 16:05 Uhr startet.

Hier das Ergebnis des dritten freien Trainings

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