Mika Häkkinen: «Mercedes ist bald wieder vorne»

Von Rob La Salle
Formel 1
Mika Häkkinen

Mika Häkkinen

Der Finne Mika Häkkinen, Formel-1-Weltmeister 1998 und 1999, sagt zum weiteren Verlauf der GP-Saison 2017: «Auf schnellen Pisten wie Spa-Francorchamps und Monza ist Mercedes-Benz im Vorteil.»

Der zweifache Formel-1-Champion Mika Häkkinen (48) hat das letzte Rennen vor der Sommerpause in Ungarn aufmerksam verfolgt. In seiner Kolumne für den Wettanbieter Unibet sagt der Finne: «Für mich war klar, dass Valtteri Bottas sofort Platz machen würde, als das Team ihn darum bat – um Hamilton die Chance zu geben, die Ferrari zu jagen. Valtteri will natürlich selber Rennen gewinnen, aber er ist intelligent genug zu wissen, dass sich Teamwork auszahlt. Er hätte in Ungarn Hamilton leicht hinter sich halten können. Aber er spürte, dass Lewis schneller fahren konnte und liess ihn ziehen.»

«Als dann später Hamilton seinen Platz an Bottas zurückgab, dachte ich – so sollten Stallgefährten sein. Denn so einfach war das nicht. Von hinten nahte Max Verstappen, und es bestand die Gefahr, dass sich der Niederländer da einmischt. Aber Hamilton und Bottas haben das perfekt vollzogen.»

«Bottas sieht die Saison immer als Ganzes. Er weiss, dass er anhaltend WM-Chancen hat und dass die Meisterschaft noch lang ist. Bottas blickt auch im Rennen immer weit voraus. Er denkt nicht an die folgende Kurve, sondern daran, was in den nächsten fünf oder zehn Runden passiert. Und wie sich die Saison entwickelt.»

«Nach der Mercedes-Dominanz in England war Ungarn eine ganz andere Hausnummer. Der Hungaroring passte zum Ferrari. Auf schnellen Pisten sehe ich Mercedes vorne. Auf langsameren scheinen sie oft Mühe zu haben, eine gute Balance zu finden, hier kann Ferrari glänzen. Das alles macht Appetit auf die zweite Saisonhälfte.»

«In Spa-Francorchamps und Monza wird Mercedes sehr stark sein. Aber Ferrari wird nicht lockerlassen. Sebastian Vettel arbeitet sehr hart, um seine Führung zu konservieren, und Kimi Räikkönen ist ein starker Teamgefährte.»

Der 161fache GP-Teilnehmer Häkkinen weiter: «Klar habe ich auch verfolgt, was mein früheres Team McLaren macht. Sie haben in Budapest ein starkes Ergebnis eingefahren, und damit haben sie viel positive Energie in die Sommerpause mitgenommen. Dieser Rennstall weiss genau, dass es keine Abkürzungen zum Erfolg gibt, sie müssen einfach in Ruhe weiterarbeiten. Ich bin davon überzeugt, dass McLaren früher oder später wieder bei der Musik sein wird.»

Häkkinen, in der Formel 1 bei 20 WM-Läufen siegreich, sagt zur Kollision zwischen den Red Bull Racing-Piloten Max Verstappen und Daniel Ricciardo: «Kurve 2 in Ungarn ist knifflig. Die Piste fällt ab, es ist sehr leicht, dort ein Rad zu blockieren und dann geradeaus in einen Gegner zu rutschen. Max ist volles Risiko gegangen, und Daniel zahlte dafür den Preis. Wenn Stallkollegen kollidieren, dann hat das immer Auswirkungen – kein Gutenmorgen mehr, unangenehmes Schweigen, einige blicken sich nicht mal mehr in die Augen. Auch mir und David Coulthard ist so etwas bei McLaren passiert. Aber das gehört eben auch dazu, wenn sich aus vielversprechenden Piloten grosse Rennfahrer entwickeln. Du musst daraus lernen, dich weiterentwickeln  und ein noch stärkerer Pilot werden.»

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