Pascal Wehrlein: Mammutprogramm für das Traumcockpit

Von Andreas Reiners
Formel 1
Pascal Wehrlein

Pascal Wehrlein

Pascal Wehrlein macht 2018 den Schritt zurück in die DTM. Er wird aber Teil des Formel-1-Teams von Mercedes bleiben. Denn seinen Traum hat er noch nicht abgehakt.

Nein, seinen großen Traum will Pascal Wehrlein nicht abhaken. Noch nicht. Genauer gesagt: «Dieses Jahr noch nicht.» Auch wenn der Deutsche einen Schritt zurück machen muss, nach seinem Aus in der Formel 1 zurück in die DTM geht. Dort startet er 2018 wieder für Mercedes, mit denen er 2015 den Titel gewann. Die Stuttgarter steigen nach der anstehenden Saison allerdings aus der Tourenwagenserie aus.

Bei Sauber war nach zwei Jahren in der Formel 1 kein Platz mehr für ihn, er wurde Opfer dieser politischen Spielchen in der Königsklasse, scheiterte letztendlich nicht an seinem Können, sondern am Geld. Marcus Ericsson distanzierte er zwar regelmäßig, der Schwede bringt aber schlicht mehr Kohle mit.

«Das liegt alles nicht in meiner Macht. Wir konnten nun mal keine 15 Millionen Euro pro Jahr auftreiben. Es ist enttäuschend, dass es nicht geklappt hat mit der Formel 1. Aber so ist das Geschäft», sagte Wehrlein, der 2018 aber Teil der Formel 1 bleiben wird, als Test- und Ersatzfahrer von Mercedes. Ob er in dieser Funktion zum Beispiel auch Freitagseinsätze im Freien Training erhalten wird, ist noch offen.

Und: Gut möglich, dass er im Formelsport bleibt. Denn: Wie er bestätigte, gibt es weiterhin die Möglichkeit, dass er in der japanischen Super Formula an den Start geht. Dort hatten sich zuletzt auch Formel-1-Fahrer wie Stoffel Vandoorne oder Pierre Gasly empfohlen. Ein Mammutprogramm, mit vielen Flugstunden und Stress. Aber: «Der Aufwand lohnt sich für die Zeit, in der ich im Auto sitze.»

Und klar: Natürlich will er sich auch über gute Leistungen in der DTM für eine Rückkehr empfehlen. «Das könnte mich in eine bessere Position bringen. Denn wenn man in der Formel 1 mit Teams, bei denen nicht mehr möglich ist, zwei Jahre lang weiter hinten fährt, gerät man schon ein wenig in Vergessenheit. Im kommenden Jahr bin ich dann hoffentlich in einer guten Position und finde das Cockpit, das ich mir wünsche», sagte er.

Wehrlein stellte aber auch klar, dass er sich jetzt noch keinen großen Kopf um 2019 macht. «Es ist schwierig, jetzt schon wieder für 2019 zu planen. Es ist zu früh zu sagen, in welche Richtung es dann gehen wird.»

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