McLaren-Star Fernando Alonso: «Will stolz abtreten»

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Fernando Alonso

Fernando Alonso

Das vorerst letzte F1-Qualifying von Fernando Alonso verlief überraschend erfreulich für den zweifachen Champion. Der Spanier, der 2019 nicht in der Startaufstellung stehen wird, will zum Schluss noch einmal alles geben.

Mit seiner Qualifying-Bestzeit von 1:37,743 min blieb Fernando Alonso in Abu Dhabi nahezu drei Sekunden langsamer als Polesetter Lewis Hamilton. Dennoch überraschte sich der McLaren-Star in seinem vorerst letzten F1-Abschlusstraining selbst, denn er schaffte den Sprung ins Q2. Damit hatte er nicht gerechnet, wie er hinterher gestand: «Wir haben es irgendwie geschafft, uns Q2 zu kommen und ich hätte ehrlich gesagt nicht geglaubt, dass das möglich ist. Es waren Millisekunden, die den Unterschied gemacht haben und ich war sehr glücklich darüber. Im Q2 haben wir dann diePosition herausgefahren, die wir auch verdienen.»

Der Weltmeister von 2005 und 2006 betonte auch: «Das Wichtigste ist, erst einmal ins Ziel zu kommen. Ich will ein gutes Rennen zeigen, um stolz abtreten zu können. Wenn wir es in die Punkte schaffen, was theoretisch möglich ist, dann ist das natürlich traumhaft. Wir sind fünf Positionen von der Top-10 entfernt, deshalb wird es darauf ankommen, was in den ersten Kurven passiert. Wir werden auf jeden Fall alle Möglichkeiten nutzen.»

Und wie emotional gestaltet sich der Abschied nach 17 Formel-1-Jahren? Alonso sagt dazu: «Das letzte Rennen gehe ich eigentlich so wie immer an, auch wenn es ausserhalb des Cockpits vielleicht die eine oder andere emotionale Situation geben wird. Aber wenn du den Helm aufsetzt und das Visier runterklappst, dann bist du im Rennmodus. Da ist alles wie immer und du hast so viele Dinge, auf die du achten musst, dass dir keine Zeit bleibt, um emotional zu werden. Aber ausserhalb des Autos ist sicherlich viel los, das ist ziemlich ergreifend.»

Eine Rückkehr in die Königsklasse schliesst der Spanier nicht aus: «Nächstes Jahr brauche ich eine Pause, ich muss mich neu motivieren und etwas entspannen. Aber für 2020 bin ich offen für vieles, sei es eine volle IndyCar-Saison, eine Rückkehr in die Formel 1 oder was auch immer. Da gibt es verschiedene Sachen, die in Frage kommen.»

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