Boxenstopp-Könige: Ferrari und Sebastian Vettel top

Von Vanessa Georgoulas
Ferrari schaffte mit Sebastian Vettel in Brasilien den schnellsten Boxenstopp des Jahres

Ferrari schaffte mit Sebastian Vettel in Brasilien den schnellsten Boxenstopp des Jahres

Insgesamt 538 Reifenwechsel wurden in der Saison 2018 im Rahmen der Formel-1-Rennen absolviert, der schnellste davon gelang Ferrari mit Sebastian Vettel in Brasilien. Dort dauerte der Stopp bloss 1,97 Sekunden.

Seit 2015 zeichnet Formel-1-Sponsor DHL die Mannschaft mit den schnellsten Boxenstopps aus, seit dem vergangenen Jahr wurde dazu eigens ein Punktesystem eingeführt, bei dem die zehn schnellsten Stopps jedes Rennens entsprechend dem F1-Punktesystem mit Zählern bedacht werden.

Demnach bekommt die Boxencrew, die den schnellsten Reifenwechsel geschafft hat, 25 Punkte, das Team mit dem zweitschnellsten Stopp deren 18 und die drittschnellste Mannschaft noch 15 Zähler. Die weiteren Top-10-Equipen werden entsprechend der Verweildauer ihrer Schützlinge beim Stopp jeweils mit 12, 10, 8, 6, 4, 2 oder 1 Punkt(en) bedacht.

Während im vergangenen Jahr Weltmeister Mercedes die Nase vorne hatte, durfte sich diesmal Red Bull Racing über den Gesamtsieg freuen. Die Mannschaft aus Milton Keynes kommt nach den 21 WM-Läufen in diesem Jahr auf 466 Punkte. Fünf Mal kassierte einer der beiden Red Bull Racing-Piloten Max Verstappen und Daniel Ricciardo die maximale Punktzahl für den schnellsten Stopp des Rennens. Im Vorjahr hatte das Team noch den dritten Platz hinter Mercedes und Williams belegt.

In diesem Jahr belegt die Weltmeister-Truppe von Toto Wolff den dritten Platz – mit 354 Punkten reiht sich der silberne Rennstall hinter Ferrari ein. Die Italiener konnten im Vorjahres-Vergleich (237 Punkte, 4. Gesamtrang) deutlich zulegen und 403 Zähler in der Boxenstopp-Wertung sammeln.

Und damit nicht genug: Das älteste Formel-1-Team der Welt führt auch die Tabelle an, in der die schnellsten Boxenstopps des Jahres aufgeführt werden – dank eines Reifenwechsels an Sebastian Vettels Dienstwagen, der in Brasilien nur 1,97 Sekunden dauerte. An den Weltrekord von Williams und Felipe Massa aus dem Jahre 2016, der bei 1,92 Sekunden liegt, kam aber kein Team heran.

Deutlich steigern konnte sich auch die Boxencrew von Alfa Romeo-Sauber. Der Schweizer Rennstall belegte 2017 noch den letzten Gesamtrang in der Jahreswertung, in diesem Jahr konnte das Team aus Hinwil den fünften Platz hinter Williams erobern – und damit McLaren, Toro Rosso, Haas, Force India/Racing Point F1 und Renault hinter sich lassen.

DHL-Trophy 2018

1. Red Bull Racing, 466 Punkte?
2. Ferrari, 403
3. Mercedes, 354
4. Williams, 257?
5. Alfa Romeo-Sauber, 219?
6. McLaren, 140?
7. Toro Rosso, 133?
8. Haas, 73?
9. Force India, 44
10. Renault, 32

Top-10 der schnellsten Boxenstopps 2018

1. Ferrari, Brasilien, 1,97 Sekunden?
2. Red Bull Racing, Abu Dhabi, 2,08?
3. Ferrari, Deutschland, 2,09
4. Williams, Ungarn, 2,10?
5. Red Bull Racing, Australien, 2,15?
6. Mercedes, China, 2,15
7. Williams, Aserbaidschan, 2,18?
8. Red Bull Racing, Österreich, 2,18?
9. Ferrari, Italien, 2,20?
10. Williams, Singapur 2,20

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