Nico Rosberg: «Viel Mitgefühl für Charles Leclerc»

Von Andreas Reiners
Formel 1
Nico Rosberg

Nico Rosberg

RTL-Experte Nico Rosberg ist tief beeindruckt von China-Sieger Lewis Hamilton. Viel Mitgefühl hat er für Ferrari-Talent Charles Leclerc.

Nico Rosberg war sich vor dem Start sehr sicher. Er hatte Valtteri Bottas vor dem China-GP auf der Pole Position beobachtet, ihm in die Augen geschaut. «Da ist Feuer drin», meinte der Ex-Weltmeister, er sagte einen Sieg des Finnen voraus.

Womit er daneben lag. Lewis Hamilton feierte seinen 75. Sieg, Bottas wurde Zweiter. Für Rosberg keine große Überraschung, er kennt Hamilton ja als Teamkollegen aus gemeinsamen Mercedes-Zeiten. Und da hat er es oft genug erlebt, dass der Brite plötzlich da ist, egal, wie das Wochenende vorher lief.

«Das ist ein Paukenschlag, das ist so typisch für ihn. Manchmal ist er das ganze Wochenende im Niemandsland, hat keine Lust, wenn er es nicht so fühlt. Und wenn es darauf ankommt, ist er da und haut einen raus», sagte RTL-Experte Rosberg.

Bottas hatte das Rennen beim Start verloren, kam nur ganz schlecht weg und musste Hamilton passieren lassen. «Bei der Kupplung muss man einfach wahnsinnig präzise sein. Wir werden in der ganzen Saison noch mehr solcher Fehler sehen, denn das ist wirklich schwer. Heute hat es Valtteri erwischt», so Rosberg.

Für Mercedes war es der dritte Doppelsieg der Saison. Für Rosberg ist das schon keine Momentaufnahme mehr. «Mercedes hat das ganze Wochenende ein starkes Auto gehabt. Sie sind jetzt auch der Favorit für den Rest der Saison. Die machen einen tollen Job. Bei Ferrari sieht man dafür immer ein paar Unsicherheiten und Fehler. Es läuft nicht rund für sie», so der Deutsche.

Was sagt er zur umstrittenen und viel diskutierten Ferrari-Teamorder, als man Sebastian Vettel an Charles Leclerc vorbeilotste?

«Es ist klar, dass man da etwas versuchen muss, und es sah zuerst auch so aus, dass Sebastian viel schneller ist. Somit war es richtig, dass Ferrari das probiert. Ich weiß aber nicht, ob sie ihm noch etwas Zeit hätten geben können, dass er vielleicht zeigen kann, dass er schneller kann. Denn er hatte die Pace. Ich habe viel Mitgefühl für Leclerc.»


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