Formel 1

Vettel (3.): «Haben viel ausprobiert und waren mutig»

Von Vanessa Georgoulas - 12.05.2019 08:56

Ferrari-Star Sebastian Vettel fehlten im Qualifying zum 5. WM-Lauf in Barcelona mehr als acht Zehntel auf die Pole-Zeit von Valtteri Bottas. «Mercedes hat unterm Strich einfach den besseren Job gemacht.»

Letztlich waren es 0,866 sec, die Sebastian Vettel auf die Qualifying-Bestzeit von Barcelona-Polesetter Valtteri Bottas fehlten. Der Ferrari-Star weiss: Der Leistungsunterschied ist zu gross, um ihn als Fahrer auszugleichen. Auf die entsprechende Frage erklärte der Heppenheimer vor laufender Kamera: «Ich denke, wenn die Lücke so gross ist, geht das nicht. Ich war zwar zufrieden mit meiner Runde und im zweiten Versuch habe ich dann probiert, das irgendwie auszugleichen, aber das ging ja eher nach hinten los. Es wäre schön, wenn ich jetzt hier stehen und ja sagen könnte, aber ich glaube, nein ist eher die Antwort auf diese Frage.»

Dass der Rückstand so gross ausfiel, überraschte den vierfachen Champion: «Klar, damit haben wir nicht gerechnet. Wir wären gerne näher dran gewesen, aber das waren wir nicht. Wir haben viele Dinge und verschiedene Richtungen ausprobiert, und ich denke, wir waren dabei sehr mutig. Die Teile, die wir dabei hatten, scheinen zu funktionieren und sind ein Schritt nah vorn, aber offensichtlich sind wir immer noch im Hintertreffen, deshalb liegt immer noch viel Arbeit vor uns.»

«Unterm Strich macht Mercedes einfach einen besseren Job und zeigt uns die Grenzen auf, so einfach ist das», seufzte der 31-jährige Deutsche. «Es fehlt uns wohl insgesamt etwas an Abtrieb. Ich war zufrieden mit meiner Runde. Die Balance hätte hier und da etwas besser sein können, aber der Abstand nach vorne war ohnehin zu gross, da gibt es nichts zu diskutieren. Trotzdem ist der Optimismus immer da, denn man weiss nie, was im Rennen passieren wird.»

Und was sagt Vettel zur Performance der Silberpfeile: «Die sind die Favoriten, denn sie sind in den Kurven sehr viel schneller als wir. Mal schauen, was wir tun können. Wir werden auf jeden Fall alles geben, um ihnen das Leben schwer zu machen. Wir waren in allen Kurven langsamer, nicht nur im letzten Sektor. Da fällt es aber mehr ins Gewicht, da es dort keine Geraden gibt. Denn auf den Geraden waren wir ein ganzes Stück schneller. Vielleicht hilft uns das, im Rennen von Anfang an Druck zu machen. Mal schauen. Uns fehlt es noch an Grip, aber das Rennen ist lang und im Rennen gibt es immer eine Chance. Wie gross die ist, wird sich zeigen.»

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