Formel-1-Startnummern: 13 verrückte Fakten

Von Rob La Salle
Formel 1

Die Formel-1-Piloten können heute ihre Startnummer frei wählen und behalten sie auf Jahre. Das war nicht immer so. Blicken Sie mit uns in die Grand-Prix-Historie, in Form von 13 verrückten Fakten über Startnummern.

Formel-1-Piloten ist ihre Startnummer wichtig: Das bewies zuletzt Williams-Rookie Nicholas Latifi, der sich die 6 ausgesucht hat. Nicht, weil Nico Rosberg damit Weltmeister wurde und Latifi ein großer Fan des Deutschen ist.

Nein, wie er erklärte, hat das diverse Gründe. Rund um die Startnummern in der Formel 1 gibt es sowieso verblüffende, drollige, skurrile Geschichten, aus welchen wir für Sie einige herausgegriffen haben – unsere 13 verrückten Fakten.

Die Italienerin Lella Lombardi trat 1974 in Brands Hatch (England) mit der Nummer 208 an – wegen ihres Sponsors Radio Luxemburg, der auf 208 mHz sendete. Die 208 ist die höchste in der Formel-1-WM verwendete Startnummer.

Aber Lella konnte sich damals nicht fürs Rennen qualifizieren. Höchste Startnummer daher, die in einem Formel-1-WM-Lauf verwendet wurde – die 136 von Rudolf Krause (BMW) auf dem Nürburgring 1952.

Alberto Ascari trat zum Grossen Preis von Deutschland 1952 mit der Nummer 101 an und gewann. Es gibt unter den Formel-1-Siegern niemanden, der mit einer höheren Nummer triumphiert hat.

Von den Nummern im dreistelligen Bereich hinunter zur Null: Bei Williams wurde Ende 1992 Weltmeister Nigel Mansell durch Alain Prost ersetzt, der Engländer haute enttäuscht in die IndyCar-Serie nach Nordamerika ab. Üblicherweise erhält ja der Weltmeister für die folgende Saison die Nummer 1, sein Stallgefährte die Nummer 2. Ohne Champion gab man Williams für die Saison 1993 die 0 (Damon Hill) und die 2 (Alain Prost). Für 1994 passierte das Gleiche: Prost ging in Rente, Senna kam ins Team, worauf Hill wieder die 0 erhielt und Senna die 2.

Es war aber nicht das erste Mal, dass ein Pilot in der Formel-1-WM mit der 0 in ein Rennen ging: diese Zahl trug 1973 auch der McLaren des Südafrikaners Jody Scheckter (erstmals in Kanada).

Mit der Unglückszahl 13 versuchten sich in der Formel-1-WM nur drei Fahrer: der Mexikaner Moisés Solana (1963 beim Heimrennen in Mexico-City, Ausfall mit seinem BRM), die Renn-Amazone Divina Galica (beim britischen Grand Prix 1976, nicht qualifiziert), dann ab 2014 der Venezolaner Pastor Maldonado.

Übrigens ist die 13 nicht in allen Ländern ein Unglücks-Bote. In Italien beispielsweise trifft das eher auf die 17 zu, worauf einige Piloten aus diesem Land die ihnen zugeteilte Nummer mit ihrem Stallgefährten wechselten.

In den ersten Jahren der Formel-1-WM erhielt der Weltmeister in der folgenden Saison nicht die 1 für den Champion, die Nummern variierten sogar von Rennen zu Rennen.

Der letzte Weltmeister, der vor Lewis Hamilton ohne die 1 in die neue Saison ging: Emerson Fittipaldi beim Argentinien-GP 1973, wo er kurioserweise die Startnummer 2 trug. Den Rest der Saison dann prangte die 1 auf seinem John Player Special-Lotus.

Fittipaldi war es auch, der als erster Fahrer überhaupt die 1 des Weltmeisters die ganze Saison lang trug – das war 1975, bei McLaren.

Kurios: Zuvor war der Brasilianer in der Formel-1-WM viermal mit der 1 ausgerückt, aber da war er noch gar nicht Weltmeister ...

Beim Grossen Preis von Spanien 1999 kamen die Fahrer mit den Startnummern 1, 2, 3 und 4 auf den Rängen 1, 2, 3 und 4 ins Ziel: Es waren Mika Häkkinen, David Coulthard (beide McLaren), Michael Schumacher und Eddie Irvine (beide Ferrari).

Es geht noch verrückter: Zum Grossen Preis von Australien 2000 trugen die Autos der ersten sieben Fahrzeuge auf der Startaufstellung die Nummern 1 bis 7 – Mika Häkkinen, David Coulthard (beide McLaren), Michael Schumacher, Rubens Barrichello (beide Ferrari), Heinz-Harald Frentzen, Jarno Trulli (beide Jordan) sowie Eddie Irvine (Jaguar).

Die siegreichste Startnummer ist die 1 (derzeit wegen Lewis Hamiltons Liebe zur 44 verwaist), letztmals gewann damit Sebastian Vettel in Brasilien 2013.


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