Danner über alte Zeiten: «Du warst völlig fertig!»

Von Gino Bosisio
Christian Danner

Christian Danner

Der ehemalige Formel-1-Fahrer und heutige TV-Experte Christian Danner schilderte im Hangar 7, wie es sich für ihn in den 1980er-Jahren anfühlte, ein Rennen unter extremen Bedingungen zu bestreiten.

Die Diskussionen in der Formel 1 um das sogenannte «Bouncing», die teils recht schwer zu kontrollierenden Fahrzeuge und die körperlichen Leiden der Piloten waren einige der Themen im Motorsport-Talk im Rahmen der TV-Live-Sendung«"Sport & Talk aus dem Hangar 7» in Salzburg.

Neben dem Salzburger DTM-Fahrer Philipp Eng (32) war auch der ehemalige deutsche Formel 1-Fahrer Christian Danner (64) als Gast geladen.

Fakt ist: Der Bayer kann der Jammerei einiger Formel 1-Fahrer über die beschwerlichen und hüpfenden Fahrzeuge aktuell wenig bis gar nichts abgewinnen. In den 1980er-Jahren wären Formel 1-Grand Prix im Sommer laut Danner stets eine heftige Tortur gewesen.

Der Münchner erinnerte sich lebhaft an seine eigenen Formel 1-Jahre: «Ich war auch noch groß gewachsen. Ich habe keinen einzigen Grand Prix fertig gefahren ohne Schmerzen. Ich durfte dann vor drei Jahren mal mit dem Auto von Lewis fahren. Da tut einem nichts weh - man hat auch wirklich genügend Platz im Wagen. Das war tatsächlich Rolls Royce-Feeling.»

Zur Szene, als sich Mercedes-Star Lewis Hamilton nach dem Baku-Grand Prix nur noch mit allerletzter Kraft und scheinbar voller Schmerzen aus dem Auto schälen konnte, sagt Danner: «Das ist alles ein abgesprochenes Spiel. Der Hamilton ist aus dem Auto sehr theatralisch rausgegangen. Das hat einfach was mit den Federn und ein paar anderen Sachen zu tun.»

Und Danner beschreibt dann weiter: «Die Abstimmung der Autos war früher einfach `preloaded spring`. Das Ding war dann hart ohne Ende. Es gab auch keine Servo-Lenkung und du musstest mit der Hand schalten. Nach 300 Kilometern warst du völlig fertig. Aber du musstest halt mit dem Ingenieur zusammenarbeiten.»

Kanada-GP, Montreal

01. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, 1:36:21,757 h
02. Carlos Sainz (E), Ferrari, +0,993 sec
03. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, +7,006
04. George Russell (GB), Mercedes, +12,313
05. Charles Leclerc (MC), Ferrari, +15,168
06. Esteban Ocon (F), Alpine, +23,890
07. Valtteri Bottas (FIN), Alfa Romeo, +25,247
08. Guanyu Zhou (RC), Alfa Romeo, +26,952
09. Fernando Alonso (E), Alpine, +29,945
10. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, +38,222
11. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren, +43,047
12. Sebastian Vettel (D), Aston Martin, +44,245
13. Alexander Albon (T), Williams, +44,893
14. Pierre Gasly (F), AlphaTauri, +45,183
15. Lando Norris (GB), McLaren, +52,145
16. Nicholas Latifi (CDN), Williams, +59,978
17. Kevin Magnussen (DK), Haas, +1:08,180 min
Out
Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri, Crash
Mick Schumacher (D), Haas, Motor
Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing, Getriebe

Fahrer-WM (nach 9 von 22 Rennen) 

01. Verstappen 175 Punkte
02. Pérez 129
03. Leclerc 126
04. Russell 111
05. Sainz 102
06. Hamilton 77
07. Norris 50
08. Bottas 46
09. Ocon 39
10. Alonso 18
11. Gasly 16
12. Magnussen 15
13. Ricciardo 15
14. Vettel 13
15. Tsunoda 11
16. Zhou 5
17. Albon 3
18. Stroll 3
19. Schumacher 0
20. Nico Hülkenberg (D) 0
21. Latifi 0

Stand Konstrukteurs-Pokal

01. Red Bull Racing 304 Punkte
02. Ferrari 228
03. Mercedes 188
04. McLaren 65
05. Alpine 57
06. Alfa Romeo 51
07. AlphaTauri 27
08. Aston Martin 16
09. Haas 15
10. Williams 3

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