Formel 1: Ein selten kurioser Unfall

Ralf Schumacher: «Ich kann Ferrari nicht verstehen»

Von Mathias Brunner
Ferrari kann im Rennen nicht das gleiche Tempo fahren wie Red Bull Racing

Ferrari kann im Rennen nicht das gleiche Tempo fahren wie Red Bull Racing

Ferrari gerät in der Formel-1-WM immer mehr ins Hintertreffen. Auch in den Niederlanden gab es eine Niederlage gegen Red Bull Racing. Der sechsfache GP-Sieger Ralf Schumacher schätzt die Situation ein.

Es passt zu dieser Saison von Ferrari: Ein Renntransporter der Italiener blieb am Dienstag auf dem Weg von Maranello nach Monza mit einem Defekt liegen. Die Pannenserie beim berühmtesten Rennstall der Welt geht weiter.

Jüngste Episode auf der Rennstrecke: Vermasselter Boxenstopp bei Carlos Sainz, das linke Hinterrad nicht bereit, ein Schlagschrauber scheinbar achtlos zu Boden gelegt (Sergio Pérez fuhr prompt darüber). Da kann auch Sky-GP-Experte Ralf Schumacher nur noch den Kopf schütteln.

Der 47-jährige Deutsche, Formel-1-WM-Vierter von 2001 und 2002, hält fest: «Ein Reifen nicht bereit, der Schlagschrauber lag im Weg, ich kann es langsam nicht mehr verstehen. Auch wenn Ferrari ein tolles Team ist: Es werden einfach zu viele Fehler gemacht. Dazu keine Konsequenzen – es scheint sich in Italien nichts geändert zu haben.»

Ferrari fährt im Rennen nicht nur Red Bull Racing hinterher, inzwischen tritt auch Mercedes-Benz immer stärker auf. In Zandvoort hatten die Silbernen eine Siegchance. Der sechsfache GP-Sieger Ralf Schumacher sagt: «Lewis Hamilton war stark unterwegs, er hat am meisten unter dem Einsatz des Safety-Car gelitten. Vielleicht hat er auch einen kleinen Fehler selbst gemacht mit der Reifenentscheidung. Max hatte allerdings noch viele Reserven. Dennoch wäre es noch mal knapp geworden. Auch die Reifen waren in Zandvoort entscheidend sowie der Wirrwarr durch die vielen Boxenstopps und das Safety-Car.»

Ergebnis Niederlande-GP, Zandvoort

01. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, 1:36:42,000 h
02. George Russell (GB), Mercedes, +4,071 sec
03. Charles Leclerc (MC), Ferrari, +10,929
04. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, +13,016
05. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing, +18,168
06. Fernando Alonso (E), Alpine, +18,754
07. Lando Norris (GB), McLaren, +19,306
08. Carlos Sainz (E), Ferrari, +20,916
09. Esteban Ocon (F), Alpine, +21,117
10. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, +22,459
11. Pierre Gasly (F), AlphaTauri, +27,009
12. Alex Albon (T), Williams, +30,390
13. Mick Schumacher (D), Haas, Crash, +32,995
14. Sebastian Vettel (D), Aston Martin, +36.007
15. Kevin Magnussen (DK), Haas, Wasserdruck, +36,869
16. Guanyu Zhou (RC), Alfa Romeo, 37,320
17. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren, +37,764
18. Nicholas Latifi (CDN), Williams, +1 Runde
Out
Valtteri Bottas (FIN), Alfa Romeo, Motor
Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri, Ausfall

WM-Stand (nach 15 von 22 Rennen)

Fahrer
01. Verstappen 310 Punkte
02. Leclerc 201
03. Pérez 201
04. Russell 188
05. Sainz 175
06. Hamilton 158
07. Norris 82
08. Ocon 66
09. Alonso 59
10. Bottas 46
11. Magnussen 22
12. Vettel 20
13. Ricciardo 19
14. Gasly 18
15. Schumacher 12
16. Tsunoda 11
17. Zhou 5
18. Stroll 5
19. Albon 4
20. Latifi 0
21. Nico Hülkenberg (D) 0

Konstrukteurspokal
01. Red Bull Racing 511 Punkte
02. Ferrari 376
03. Mercedes 346
04. Alpine 125
05. McLaren 101
06. Alfa Romeo 51
07. Haas 34
08. AlphaTauri 29
09. Aston Martin 25
10. Williams 4

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