Formel 1: Urteil zur Ferrari-Kollision

China-GP: Enttäuschendes Tempo von Ferrari

Von Agnes Carlier
Carlos Sainz erzielte im China-GP das bestmögliche Ergebnis, ist sich Ferrari-Teamchef Fred Vasseur sicher

Carlos Sainz erzielte im China-GP das bestmögliche Ergebnis, ist sich Ferrari-Teamchef Fred Vasseur sicher

Die beiden Ferrari-Stars Charles Leclerc und Carlos Sainz kamen im China-GP auf den Rängen 4 und 5 ins Ziel. Mehr war angesichts der Startpositionen wohl nicht zu erwarten, wie Teamchef Fred Vasseur betonte.

Charles Leclerc hatte sich vor dem GP in China einen Podestplatz zum Ziel gesetzt. Doch am Ende musste sich der Monegasse, der von Position 6 aus der dritten Startreihe losgefahren war, mit dem vierten Platz begnügen. Zwei Positionen konnte auch sein Teamkollege Carlos Sainz nach vorne rücken: Der Spanier fuhr von Startplatz 7 los und kam als Fünfter ins Ziel.

Teamchef Fred Vasseur rechnete damit, dass es nicht ganz für einen Platz auf dem Treppchen reichen würde, wie er nach dem fünften GP des Jahres erklärte. Enttäuscht war er trotzdem. «Ich bin mir nicht sicher, ob wir angesichts unserer Startplätze mehr erwarten konnten, was die Ergebnisse angeht. Allerdings hatte ich mehr Tempo erwartet, als wir im Rennen gezeigt haben», gestand er.

Und der französische Ingenieur forderte: «Wir müssen jetzt versuchen zu verstehen, woran das lag. Uns Fehlte das Tempo vor allem auf den harten Reifen. Wir müssen uns bis zum nächsten Rennwochenende in Miami sowohl im Qualifying als auch im Rennen verbessern, denn die Abstände sind derzeit sehr gering, da können Hundertstelsekunden einen grossen Unterschied machen.»

Und der 55-Jährige erklärte: «Wir hatten bei beiden Fahrern eine Zwei-Stopp-Strategie angewendet, und Charles hat einen guten Job gemacht, indem er seinen Einsatz auf den mittelharten Reifen verlängerte. Aber als die virtuelle Safety-Car-Phase kam, haben wir auf eine 1-Stopp-Strategie gewechselt. Dies taten wir in der Hoffnung, um einen Podiumsplatz kämpfen zu können.»

«Leider hatte Carlos kurz vor dem Safety-Car gestoppt, und so musste auch er mit nur einem Stopp auskommen. Das bedeutete natürlich, dass er im letzten Teil des Rennens etwas konservativer fahren musste, aber er holte trotzdem das bestmögliche Ergebnis», stellte der Teamchef dem 29-Jährigen, der das Team nach der laufenden Saison verlassen muss, ein gutes Zeugnis aus.

China-GP, Shanghai International Circuit

01. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, 1:40:52,554 h
02. Lando Norris (GB), McLaren, +13,773 sec
03. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing, +19,160
04. Charles Leclerc (MC), Ferrari, +23,623
05. Carlos Sainz (E), Ferrari, +33,983
06. George Russell (GB), Mercedes, +38,724
07. Fernando Alonso (E), Aston Martin, +43,414
08. Oscar Piastri (AUS), McLaren, +56,198
09. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, +57,986
10. Nico Hülkenberg (D), Haas, +1:00,476 min
11. Esteban Ocon (F), Alpine, +1:02,812
12. Alex Albon (T), Williams, +1:05,506
13. Pierre Gasly (F), Alpine, +1:09,223
14. Guanyu Zhou (RCH), Sauber, +1:11,689
15. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, +1:22,768
16. Kevin Magnussen (DK), Haas, +1:27,553
17. Logan Sargeant (USA), Williams, +1:35,110
Out
Daniel Ricciardo (AUS), Racing Bulls, Kollision
Yuki Tsunoda (J), Racing Bulls, Kollision
Valtteri Bottas (FIN), Sauber, Motor

WM-Stand (nach 5 von 24 Grands Prix und 1 von 6 Sprints)

Fahrer
01. Verstappen 110 Punkte
02. Pérez 85
03. Leclerc 76
04. Sainz 69
05. Norris 58
06. Piastri 38
07. Russell 33
08. Alonso 31
09. Hamilton 19
10. Stroll 9
11. Tsunoda 7
12. Oliver Bearman (GB) 6
13. Hülkenberg 4
14. Magnussen 1
15. Albon 0
16. Ocon 0
17. Zhou 0
18. Ricciardo 0
19. Gasly 0
20. Bottas 0
21. Sargeant 0

Konstrukteurspokal
01. Red Bull Racing 195 Punkte
02. Ferrari 151
03. McLaren 96
04. Mercedes 52
05. Aston Martin 40
06. Racing Bulls 7
07. Haas 5
08. Williams 0
09. Alpine 0
10. Sauber 0

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