Luca Montezemolo: Schumacher und Vettel packen das

Von Mathias Brunner
Formel 1
​Der frühere Ferrari-Präsident Luca Montezemolo vergleicht Michael Schumacher aus der Saison 1996 mit Sebastian Vettel zwanzig Jahre danach.

Es ist eine Szene, die sich weltweit wiederholt, seit diesem verdammten 29. Dezember 2013 im Skigebiet von Méribel. Wann immer ich mit jemandem ins Gespräch komme, einem Taxifahrer, einer Rezeptionistin, und die Menschen erfahren, dass ich in der Formel 1 arbeite, so lautet die folgende Frage: «Wissen Sie vielleicht, wie es Michael Schumacher wirklich geht?» So auch am vergangenen Wochenende in Sotschi.

Die Anteilnahme der Menschen ist enorm und ungebrochen, die Informationspolitik der Familie Schumacher unverändert: Nur spärlich gibt es Aussagen von Managerin Sabine Kehm, die geprägt sich von verhaltenem Optimusmus. Der Stehsatz lautet ungefähr: «Michael hat seit einem Jahr viele Fortschritte gemacht, wenn wir das Ausmass des Unfalls bedenken. Aber es ist auch klar, dass er noch viel Zeit zur Genesung braucht. Mehr wünscht die Familie über seinen Zustand nicht zu sagen.»

Nun sagt Ferrari-Präsident Luca Montezemolo gegenüber der Nachrichtenagentur Ansa: «Ich habe festes Vertrauen in die weitere Genesung von Michael. Ich sage das mit Nachdruck und Überzeugung. Und ich sage das auf diese Weise, weil in der Vergangenheit einige meiner Worte schlecht ausgelegt worden sind. Ich glaube fest, dass Michael die innere Kraft hat zu reagieren. Im Kreise seiner Liebsten zuhause zu sein, ist gewiss fundamental für seine weitere Erholung.»

Mit diesen Worten spricht der Italiener vielen Fans aus dem Herzen.

Dann schlägt der frühere Ferrari-Chef eine Brücke zur Gegenwart und zu Sebastian Vettel: «Mir ist lieber, wir haben einen Motorschaden, nachdem wir aus der zweiten Startreihe losgefahren sind, als aus der achten Reihe loszufahren und abgeschlagen ins Ziel zu kommen. Mich erinnerte der Ausfall von Sebastian in Bahrain sehr an Michael Schumacher. Ich weiss noch, wie Michael in Magny-Cours 1996 noch während der Aufwärmrunde mit kaputtem Motor ausrollte. Aber später haben wir die Rennen in Spa-Francorchamps und Monza gewonnen! Mit kommt das also wie ein gutes Omen vor. Generell hat Ferrari freilich noch viel Arbeit vor sich – so wie immer in der Formel 1.»

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