Marcus Ericsson (Sauber): Staunen über Randsteine

Von Mathias Brunner
Formel 1
​Sauber-Fahrer Marcus Ericsson spricht an, was vielen Piloten auf dem Magen liegt: Der Schwede findet die Platzierung von Randsteinen ausgangs einiger Kurven wenig sinnvoll.

Ist auf dem Red Bull Ring heute Freitag Ungemach programmiert? Zahlreiche Fahrer haben im Verlaufe des Donnerstags bei der Pistenbesichtigung über die Platzierung von Randsteinen ausgangs einiger Kurven gestaunt. Manor-Fahrer Pascal Wehrlein warnte: «Wenn du da in einem ungünstigen Winkel auftriffst, dann wird dein Auto beschädigt.»

Sauber-Fahrer Marcus Ericsson sagte: «Ich finde, es schaut ein wenig merkwürdig aus. Wieso haben wir nicht einfach einen Randstein und dann Gras? Statt dessen haben wir einen Randstein, dann noch einen – und dahinter noch einen dritten! Wir werden im freien Training erleben, was passiert, aber ich schätze, es wird um diese Bereiche ausserhalb der Piste noch einige Diskussionen geben.»

Nochmals Pascal Wehrlein: «Natürlich fährt kein Pilot absichtlich über die Kerbs. Aber es ist auch klar, dass wir die Piste so weit ausreizen, wie es geht. Wenn dann einer unabsichtlich auf die Randsteine gerät, weil er es eben ein bisschen übertrieben hat, dann kann er in Schwierigkeiten geraten. In einigen Kurven, von welchen wir hier sprechen, haben wir 200 Sachen drauf. Da willst du lieber nicht abheben.»

«Du wirst früh abschätzen müssen, ob das noch reicht, oder ob du die Lenkung aufmachen und gewissermassen die Kurve aufgeben willst. Das Drüberbrettern über die Randsteine halte ich wirklich für keine gute Idee.»

Marcus Ericsson glaubt: «Wir sind hier auf jener Strecke, auf welcher wir die kürzesten Rundenzeiten haben. Jeder Fehler macht also einen grossen Unterschied aus. Auf der anderen Seite probierst du, jeden Zentimeter der Bahn zu nutzen. Schon zwei Zehntelsekunden können in der Startaufstellung leicht einige Plätze ausmachen. Ich bin ja gespannt darauf, wie das wird, wenn die Fahrer die Piste ausloten. In der Vergangenheit haben wir es gerade erlebt, dass dann die eine oder andere Rundenzeit gestrichen wird.»

Das passierte im Abschlusstraining 2014 reihenweise, nachdem einige Fahrer die Ideallinie in Kurve 8 etwas gar freimütig ausgelegt hatten.

Fazit von Marcus Ericsson: «Ich bin kein Freund solcher Diskussionen. Die Fahrer, die Rennställe, die Grand-Prix-Fans, wir sollten nicht über so etwas sprechen müssen. Da sollte es gescheitere Lösungen geben.»

Zur Erinnerung: Änderungen an den Rennstrecken werden in enger Zusammenarbeit mit den Sicherheitsexperten des Autoverbands FIA vorgenommen – und oft auch auf Anregung der Fahrervereinigung GPDA (Grand Prix Drivers’ Association).

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