Geschichte der «Silbernen Rose»: Wer sie alles gewann

Von Peter Fuchs
Am 5. Juli 2015 veranstaltet der MSC Zweibrücken zum 56. Mal ein internationales Grasbahnrennen. Das Highlight der Veranstaltung wird der Lauf um die «Silberne Rose» der Stadt Zweibrücken.

Seit über 50 Jahren verleiht der MSC Zweibrücken die «Silberne Rose» als Trophäe an den Gewinner des Tagesendlaufs. Die sechs besten Fahrer des Renntags treten im Finallauf gegeneinander an und nur der Sieger des Finallaufs darf die silberne Rose mitnehmen und sich in die ruhmreiche Liste der Gewinner eintragen.

Der erste Sieger der Trophäe, Rudolf Kastl, durfte die Rose 1963 als Sieger nach München bringen und es dauerte bis 1968, bis die erste Rose Deutschland verlies, als sie der Brite Andy Ross nach England brachte. In den folgenden Jahren wurden Rosen von Fahrern aus aller Welt gewonnen, die Schweden Anders Michanek und Conny Samuelson brachten sie wie der Norweger Rolf Gramstad nach Skandinavien. Auch nach Übersee gingen die Zweibrücker Rosen, denn Shawn Moran als Gewinner 1985 und Jason Crump 1997 brachten sie nach Amerika und Australien.

Einen besonderer Trend zeichnete sich in den späten 1980ern- und 90er-Jahren ab: Der Däne Jan O. Pedersen und der Australier Jason Crump gewannen die silberne Rose bevor sie ihren ersten Speedway-Weltmeister-Titel erringen konnten. Gleiches gelang 1979 dem legendären Egon Müller, der 1983 Speedway-Weltmeister wurde.

2005 war das letzte Mal, dass die Rose nicht von einem deutschen Fahrer gewonnen wurde, als der Brite Kelvin Tatum triumphierte.

Aus deutscher Sicht hat so ziemlich alles was Rang und Namen hat die silberne Rose gewonnen. Rekordsieger ist Multiweltmeister Gerd Riss, der insgesamt sieben Mal gewann. Aus internationaler Sicht ist der viel zu früh verstorbene Simon Wigg am erfolgreichsten, er gewann die begehrte Trophäe dreimal.

2015 wird erneut um die silberne Rose der Stadt Zweibrücken gefahren und die Topfavoriten kommen mit Weltmeister Erik Riss und dem Bayern Martin Smolinski beide aus Deutschland. Weder Erik Riss noch Smolinski haben in ihrer Laufbahn die silberne Rose gewinnen können, beide werden alles daran setzen, um dies zu schaffen. Die härteste Konkurrenz dürfte aus Großbritannien aufwarten: Richard Hall, Andrew Appleton und Glen Phillips sind auf britischen Grasbahnen groß geworden und seit vergangenen Sonntag außerdem Team-Weltmeister.

Wer die Rose letztendlich in diesem Jahr pflücken wird, kann am 5. Juli beim Grasbahnrennen Zweibrücken live verfolgt werden.

Die bisherigen Gewinner:

1963 Rudolf Kastl (München)
1964 Martin Körner (Ramsbeck)
1965 Martin Körner (Ramsbeck)
1966 Alfred Aberl (München)
1967 Martin Körner (Ramsbeck
1968 Andy Ross (England)
1969 Anders Michanek (Schweden)
1970 Conny Samuelson Schweden
1971 Chris Baybutt (England)
1972 Rudolf Kastl (München)
1973 Chris Baybutt (England)
1974 Hans Zierk (Lehrte)
1975 Steve Hartley (England)
1976 Hans Wassermann (Kraftisried)
1977 Sture Lindblom (Schweden)
1978 Peter Lempenauer (Memmingen)
1979 Egon Müller (Rodenbek)
1981 Rolf Gramstad (Norwegen)
1982 Alois Wiesböck (Niederbergkirchen)
1983 Jiri Stancl (CSSR)
1984 Willi Duden (Heeslingen)
1985 Shawn Moran (USA)
1987 Karl Maier (Neufinsing)
1988 Gerd Riss (Bad Wurzach)
1989 Jan-O. Pedersen (Dänemark)
1990 Jan-O. Pedersen (Dänemark)
1991 Simon Wigg (England)
1992 Karl Maier (Neufinsing)
1993 Karl Maier (Neufinsing)
1994 Gerd Riss (Bad Wurzach)
1995 Simon Wigg (England)
1996 Simon Wigg (England)
1997 Jason Crump (Australien)
1998 Herbert Rudolph (Pilsting)
2002 Gerd Riss (Bad Wurzach)
2003 Gerd Riss (Bad Wurzach)
2004 Gerd Riss (Bad Wurzach)
2005 Kelvin Tatum (England)
2006 Gerd Riss (Bad Wurzach)
2008 Gerd Riss (Bad Wurzach)
2011 Bernd Diener (Gengenbach)
2013 Stephan Katt (Neuwittenbek)

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