Tim Scheunemann: Vorderes Glied im Daumen gebrochen

Von Rudi Hagen
Grasbahn-Seitenwagen-EM
Bei der Fahrervorstellung in Werlte waren Markus Brandhofer (r.) und Tim Scheunemann (l.) noch zuversichtlich

Bei der Fahrervorstellung in Werlte waren Markus Brandhofer (r.) und Tim Scheunemann (l.) noch zuversichtlich

Arges Pech hatte das Team Brandhofer beim EM-Finale in Werlte. Gleich in ihrem ersten Lauf brach sich Beifahrer Tim Scheunemann den Daumen. Danach war die EM für die Bayern vorbei.

Im Vorjahr waren Markus Brandhofer und Beifahrer Tim Scheunemann im südfranzösischen Tayac noch Vize-Europameister geworden hinter William Matthijssen/Sandra Mollema (NL), aber vor den Deutschen Meistern Markus Venus und Beifahrer Markus Heiß. In diesem Jahr wollte das Clubgespann vom AMC Haunstetten in Werlte einen neuerlichen Angriff auf den EM-Titel in Angriff nehmen.

Aber es kam anders. Gleich in ihrem ersten Heat, dem Lauf 2 der EM auf dem Hümmlingring, fuhren Brandhofer/Scheunemann zwar als Dritte hinter Laufsieger Matthijssen/Mollema und den Franzosen Christophe Grenier/Vincent Bertoneche durchs Ziel, aber danach wurden sie durch das Reserve-Gespann Barrie Bennett/Eifon Hughes aus England ersetzt.

Wie sich hinterher herausstellte, hatte sich Tim Scheunemann in dem Lauf so schwer am Daumen verletzt, dass an ein Weitermachen nicht mehr zu denken war. SPEEDWEEK.com sprach am Montagabend mit dem Augsburger.

Hallo Tim, was war in Werlte passiert?

Es passierte in Lauf 2 in der zweiten Runde. Ich wollte mir das Visier abziehen, weil ich Dreck vom Vordermann abbekommen und nichts mehr gesehen hatte. Als ich gerade eine Hand am Visier hatte, gerieten wir wohl in der Kurve in ein Loch und dann bin ich so blöd abgerutscht, dass mein Daumen in die Speichen des Hinterrades kam.

Oh, dann war es ja ein Wunder, dass ihr dann überhaupt noch das Ziel erreicht habt.

Ja, ich habe schnell gespürt, dass da etwas überhaupt nicht stimmt, aber der Schmerz kam erst später. Ich habe mich die restlichen zweieinhalb Runden einfach nur noch festgehalten, damit wir auch sicher ins Ziel kommen.

War der Rennarzt bei dir vor Ort?

Ja, ich habe mich nach dem Lauf gleich in die Behandlung des Rennarztes begeben. Er hat mir empfohlen, ins Krankenhaus zu fahren und die Hand röntgen zu lassen.

Bist du dann ins Krankenhaus gefahren?

Wir haben zuerst mal die Hand mit Eis gekühlt, weil ich dachte, dass es vielleicht doch noch weitergehen könnte, aber dann bekam ich starke Schmerzen. Wir sind dann gegen Mitternacht nach Sögel ins Krankenhaus gefahren, wo die Hand geröngt wurde. Leider wurde dort ein Bruch im vorderen Glied des Daumens festgestellt.

Wie war der Schmerz?

Der Schmerz war relativ stark, denn es hatte sich schnell ein Bluterguss unter dem Nagel gebildet. Ich nehme jetzt dreimal am Tag Schmerztabletten mit dem Wirkstoff Ibuprofen und muss nun abwarten, wie schnell das Ganze abheilt.

Ihr ward alle bestimmt sehr niedergeschlagen, oder?

Für uns war die Enttäuschung natürlich riesengroß. Wir fahren zu einem Europameisterschafts-Finale und müssen uns dann nach einem Lauf abmelden. Das ist natürlich auch blöd für die Fans, die da angereist waren und das tut mir auch leid. Jetzt müssen wir unser Glück eben beim nächsten Prädikat versuchen, bei der Deutschen Meisterschaft in Bad Hersfeld und bei diversen offenen Rennen.

Was meinst du, wie lange wird es dauern, bis du wieder mitfahren kannst?

Das Ganze dauert nach Auskunft der Ärzte zwei bis vier Wochen . Ich bin jetzt bei einem Augsburger Rennarzt in Behandlung, der wird mich schon wieder fit machen.

Im Lauf vor euch sind Wilfred Detz und Wendy Arling gestürzt. Sie hat sich dabei auch verletzt. Hast du es gesehen?

Ja, wir standen ja schon für unseren Lauf parat. Ich möchte auf diesem Wege schöne Grüße an Wendy schicken und ihr gute Besserung wünschen.

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