Die Kurve gekriegt

Von Esther Babel
IDM Superbike
Veneman auf dem Weg zu Platz 3

Veneman auf dem Weg zu Platz 3

Nach einem verpatzten Training landeten Barry Veneman und Werner Daemen unter den Top Fünf.

Am vergangenen Wochenende gastierte die Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft in der Motorsport Arena Oschersleben. Bei widrigen Wetterverhältnissen wurden Mensch und Material vor allem im Training auf eine harte Probe gestellt. Die IDM-Superbike-Piloten vom Team alpha Technik Van Zon BMW, Barry Veneman/NL und Werner Daemen/B, kämpften sich nach einem schwierigen Qualifying in den beiden Wertungsläufen am Sonntag wieder an die Spitze zurück. Barry Veneman landete mit seiner BMW S1000RR auf den Plätzen 3 und 4. Werner Daemen genehmigte sich die Ränge 4 und 5.

Die beiden Trainingssitzungen am Samstag machten den Piloten der IDM Superbike nicht wirklich Spass. Das Thermometer erreichte die 10 Grad Celsius nicht und den gesamten Tag prasselte der Regen auf den Asphalt der Motorsport Arena Oschersleben.

«Das ist hier wie Roulette», schilderte Werner Daemen seinen Arbeitstag. «In meiner ganzen Karriere habe ich in einem Training noch nie soviel Stürze gesehen. In jeder Ecke lag einer. Mein Vorderrad stand auch mindestens vier Mal quer, doch ich konnte einen Sturz gerade noch so abfangen. Es ist nicht einfach, bei solchen Bedingungen ein gutes Set-up zu finden. Man ist ständig im Grenzbereich unterwegs. Die genaue Grenze kennt man nicht, und wenn, dann ist es schon zu spät.»

Barry Veneman rückte das erste Mal mit seiner BMW bei regennasser Strecke aus und musste seinen Vorwärtsdrang mit zwei Ausrutschern über das Vorderrad bezahlen. «Anfangs war es einfach zu kalt», versicherte der Niederländer. «Nach einem kurzen Boxenstopp bin ich wieder auf die Strecke und habe wohl zu sehr gepuscht. Ich habe kein Problem damit, im Regen zu fahren. Hier ist das Problem eindeutig die Kälte.»

Der Rennsonntag präsentierte sich zwar auch wieder windig und kühl. Die Regenreifen konnten allerdings im Regal stehen bleiben. Ab und an zeigte sich sogar kurz die Sonne.

Nach der Trainingsschlappe vom Samstag genehmigte sich Werner Daemen beim Warm-up am Sonntagmorgen gleich mal die Bestzeit. Im ersten Rennen hatten Daemen und Veneman viel Arbeit vor sich. Durch die Startplätze 15 und 18 war der Weg an die Spitze der IDM-Konkurrenz weit. Doch die beiden alpha Technik Van Zon BWM Piloten liessen sich nicht unterkriegen und zeigten Kampfgeist. Daemen überzeugte bereits in der zweiten Runde mit der zu dem Zeitpunkt schnellsten Rundenzeit. Noch vor der Halbzeit der zu fahrenden Renndistanz waren die beiden BMW-Piloten auf Podestkurs unterwegs. Den ergatterte nach 70 Kilometer der Niederländer Veneman. «Ich habe in der ersten Kurve nicht alles riskiert», schilderte er nach der Siegerehrung. «Innerhalb von vier Runden konnte ich mich nach vorne kämpfen. Es ist kein Problem für Werner und mich, wenn wir auf der Strecke um einen Platz konkurrieren. Wir sind ja erwachsen und arbeiten gut zusammen.» Werner Daemen konzentrierte sich in den letzten Runden darauf, den von hinten drängelenden Stefan Nebel in Schach zu halten. «Die Überrundungen waren heute schwierig», erklärte der Belgier. «Ein langsamer Fahrer bekam auf der Start- und Zielgeraden die blaue Flagge gezeigt. Statt sich vielleicht mal umzuschauen, hat er einfach das Gas zugedreht. Ich wäre ihm beinahe ins Heck gedonnert.»

Beim zweiten Lauf trafen die beiden BWM-Piloten bei der Fahrt an die Spitze auf mehr Gegenwehr. Durch einen Unfall wurde das Rennen vorzeitig abgebrochen. «Der Abbruch kam für mich zu einem ungünstigen Zeitpunkt», erklärte Veneman nach Rang 4. «Mir war klar, dass der vor mir fahrende Karl Muggeridge einen weicheren Hinterreifen gewählt hatte als ich. Daher wartete ich mit meinem Angriff auf die letzten Runden. Der Plan hat leider nicht geklappt.» Werner Daemen hatte zum zweiten Rennen nur wenig an seiner BMW ändern lassen, das Set-up wurde nur an wenigen Stellen optimiert. «Leider wurde ich nach dem Start in der ersten Kurve eingeklemmt», beschreibt der Belgier sein Rennen, das er als Fünfter beendete, «die dadurch verlorene Zeit musste ich dann erst wieder wett machen.»

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