Julian Puffe (BMW): «Ich war einen Tick später dran»

Von Esther Babel
IDM Superbike

Das mit dem Sieg in der IDM Superbike will der Schleizer vom Team alpha Racing-van Zon-BMW im nächsten Jahr unbedingt nachholen. Am Hockenheimring erlebte er ein turbulentes IDM-Finale.

Julian Puffe hatte seinen dritten Gesamtrang in der Meisterschaft bereits vor den letzten beiden Läufen sicher. Doch genug war das dem Schleizer noch lange nicht. Denn sein Ziel für die Saison 2018 war noch nicht geschafft. «Ich will ein Rennen in der IDM Superbike ein Rennen gewinnen.» In Hockenheim konnte der Schleizer befreit drauflosfahren. «Da kann man schon mal wenig das Risiko hochfahren und schauen, was dabei rauskommt. Den dritten Schlussrang habe ich ja. Natürlich hat im Sinne des Teams der Titel von Ilya absoluten Vorrang und da spiel ich auch mit. Ansonsten schau ich mal was geht.»

In der Startaufstellung tauchte Puffe auf dem dritten Rang auf. Beim Abschlusstraining hatte er das mit dem erhöhten Risiko wohl zu wörtlich genommen und war in den letzten Minuten bei der Jagd nach einer schnellen Runde ordentlich abgeflogen. Er selbst kam glimpflich davon, seine Mechaniker hatten allerdings gut zu tun, um die BMW S1000RR wieder flott zu kriegen. Ein paar nächtliche Überstunden inklusive.

Die Laune des Schleizer war nach dem ersten Lauf aber erst einmal mächtig in den Keller gerutscht. Nur als Sechster war er im Ziel angekommen. «Erst war mein Start nichts», ärgerte er sich. «Dann bin ich an Florian Alt vorbei auf den Dritten und wollte von ihm weg, denn ich konnte schneller als er. Zum Schluss habe ich mich dann verbremst und alle kamen wieder vorbei.» Komplett andersherum sah es bei Puffe nach dem zweiten Rennen aus und der BMW-Pilot konnte wieder über das ganze Gesicht grinsen. In einem heißen Duell bis über die Ziellinie hatte er Florian Alt niedergerungen und sich und sein Team mit dem dritten Platz belohnt.

«In der Spitzkehre habe ich ihn ausgebremst», verriet er. «Schon in den drei Runden davor gab es das eine oder andere Überholmanöver, am Ende war ich einfach einen Tick später dran als er und habe den Platz dann einfach nicht mehr hergegeben. Ich habe echt ein tolles Team. Über Nacht haben sie mir ein neues Motorrad aufgebaut.»

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