Erfolg für den einen, Pech für den anderen

Von Esther Babel
IDM Superbike
Alles im Griff

Alles im Griff

Beim IDM-Rennen auf dem Schleizer Dreieck hatte KTM-Pilot Stefan Nebel allen Grund zum Feiern. Teamkollege Didier Van Keymeulen musste passen.

Nach der vierwöchigen IDM-Pause fand [*Person Stefan Nebel*] beim IDM-Rennen auf dem Schleizer Dreieck (2.August) rasch zur alten Form zurück und startete auf der Naturrennstrecke mit Platz 3 aus der ersten Startreihe. Teamkollege [*Person Didier van Keymeulen*] musste nach einem erneuten Check seiner verletzten rechten Hand auf das sechste IDM-Rennen der Saison verzichten.

Nebel tauchte beim ersten Rennen vom Start weg in der Spitzengruppe auf und teilte sich die Führungsarbeit mit Arne Tode und Jörg Teuchert. Die über 30.000 Zuschauer bekamen am Ende einen ungewöhnlichen Zieleinlauf zu sehen. Hinter dem Sieger Dario Giuseppetti (Ducati) und Jörg Teuchert (Yamaha) auf Platz 2, überquerten Stefan Nebel und Werner Daemen (BMW) zeitgleich die Ziellinie. Da auch das Zielfoto keine Aufklärung brachte, durften Nebel und Daemen gemeinsam den dritten Platz feiern.

Noch nie war das Team KTM Deutschland dem ersten IDM-Sieg näher als beim zweiten Schleiz-Rennen am Sonntagnachmittag. Am Ende war es kleiner technischer Defekt schuld, dass nichts draus wurde. Nach dem Ausfall von Tode, Teuchert und Daemen war Nebel der klare Führende im Rennen. Doch am Ende schrumpfte Nebels Vorsprung völlig zusammen und er musste sich mit Rang 4 zufrieden geben. Ein defekter Sensor hatte das Motorenmanagement der KTM durcheinander gebracht. Doch auch mit Platz 4 überholte Nebel in der Gesamtwertung Daemen und liegt nur mit 156 Punkten auf Platz 2 der Meisterschaft.

Stefan Nebel: «Das erste Rennen endete auch für mich mit einer Premiere. Noch nie zuvor hatte ich mir den Podestplatz mit einem anderen Fahrer geteilt. Wir beide haben um jeden Millimeter gekämpft, daher geht das Ergebnis für mich völlig in Ordnung. Im zweiten Rennen hatte ich in manchen Passagen ein paar Probleme mit dem Grip. Ich war der einzige Fahrer der Spitzengruppe, der nicht stürzte. In der zweiten Rennhälfte verlor ich wegen des defekten Sensors eine Sekunde pro Runde. Natürlich bin ich wegen dem verpassten Sieg ein wenig genervt, vor allem weil wir hier absolut konkurrenzfähig waren.»

Konrad Hefele, Teamchef: Leider konnten wir hier nur mit Stefan starten. Aber im Sinne von Didier war es die bessere Entscheidung. Trotz aller Euphorie muss die Sicherheit der Fahrer immer Priorität haben. Stefans Leistung an dem Schleiz-Wochenende war phantastisch. Wir gehörten zu den Schnellsten, obwohl wir mit der Strecke überhaupt keine Erfahrungen hatten.

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