IMSA

IMSA-Test in Daytona für 2018 ist in vollem Gange

Von - 06.12.2017 07:35

Zehn Prototypen und acht GT-Fahrzeuge sammeln auf dem Daytona International Speedway ordentlich Daten, um eine spannende IMSA-Saison 2018 vorzubereiten. Das sind Eindrücke und Stimmen aus Ostflorida.

Aktuell befinden sich 18 Fahrzeuge der amerikanischen IMSA-Serie auf dem 'Daytona International Speedway', um sich auf die Saison 2018 vorzubereiten. Die Ausfahrt wurde von den IMSA-Regelhütern angeordnet, da eine Basis-BoP (Balance of Performance) für das kommende Rennjahr erstellt werden soll. Dementsprechend absolvierten die teilnehmenden Fahrzeuge immer wieder kürzere Runs auf dem 5,73 Kilometer langen Kurs (bestehend aus Oval und Infield), bei denen jeweils Setup-Änderungen angewandt wurden. So können den IMSA-Technikern Daten und Vergleichswerte zur Verfügung gestellt werden, die hilfreich für die Erarbeitung der richtigen Einstufung sind.

Offizielle Rundenzeiten bzw. ein Live-Timing wurden nicht angeboten. Und tatsächlich würde eine Deutung der Performance von Außen kaum Sinn machen. Denn aufgrund des abzuleistenden Testprogramms ist es nicht ersichtlich, welche technischen Änderungen die einzelnen Fahrzeuge gerade eingestellt bekommen hatten.

Im Team Joest drehte auch ex-Audi-LMP1-Pilot Oliver Jarvis Runden im Mazda DPi. Der Brite wurde letzte Woche neben Jonathan Bomarito, Tristan Nunez und Harry Tincknell als einer der vier Vollzeit-Piloten bestätigt. «Es ist ein Traum für mich, Vollzeit hier zu sein. Ich wollte schon immer in die Staaten kommen, um hier Rennen zu fahren. Als mich John Doonan (Mazda Director of Motorsports) anrief, war es eine sehr einfache Entscheidung. Es ist wahrscheinlich das stärkste Feld, das ich jemals gesehen habe. Aber mit unserem Team werden wir eine große Chance haben», erklärt Jarvis.

«Das Auto ist immer noch sehr neu. Jedes Mal, wenn wir auf die Strecke gehen, lernen wir dazu. Aber bisher ist alles gut. Ich bin sehr zufrieden mit der Balance. Es ist der zweite Test für mich. Ich fuhr in Sebring und jetzt hier in Daytona», so Jarvis weiter.

Viel Arbeit gibt es auch beim BMW Team RLL. Die Mannschaft um Bobby Rahal setzt die beiden BMW M8 GTE im Werksauftrag in der GTLM-Klasse ein. Nachdem das Auto zunächst in Europa durchprobiert wurde, machte sich die amerikanische Einsatztruppe kürzlich bei einem Test in Homestead mit dem M8 vertraut. In Daytona sitzen die beiden jungen US-Amerikaner John Edwards und Connor de Phillippi am Steuer. «Dies ist das dritte Auto, bei dem ich mit BMW an der Entwicklung beteiligt bin. Und ich muss sagen, es ist das aufregendste. Der M8 bietet alles, was wir am M6 mochten, und verbesserte jene Dinge, die wir nicht mochten. Verglichen damit, wo der M6 seinerzeit bei seinem Rollout im Dezember stand, sind wir nun um Meilen besser», analysiert Edwards, der 2018 seine sechste Saison bei RLL bestreitet.

Ebenfalls Kontinuität im Cockpit gibt es bei der Klassenkonkurrenz von Ford. Wie schon beim FIA-WEC-Programm wurden nun auch die IMSA-Piloten für eine weitere Saison bestätigt. Somit bilden Joey Hand, Dirk Müller, Richard Westbrook und Ryan Briscoe wieder die Stammbesatzungen. Bei den IMSA-Langstreckenrennen kommen auch erneut die IndyCar-Stars Sébastien Bourdais und Scott Dixon dazu. Eine kleine Änderung gibt es bei Ford aber dennoch: Nach den ersten beiden Jahren im Wettbewerbseinsatz wurde das Design der Ford GT etwas angepasst. Sowohl der Rot- wie auch der Blauton auf der Außenhaut der Turbo-Renner hat für 2018 einen Metallic-Look bekommen. Das wird vor allem bei Nachtrennen interessante Photo-Motive bieten.

Auch am Mittwoch geht die Testarbeit in Daytona weiter. Hier nochmals die Entrylist.

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© SPEEDWEEK.COM
Der Acura DPi vom Team Penske © LAT Der Acura DPi vom Team Penske Nun im Mazda-Shirt: Oliver Jarvis © LAT Nun im Mazda-Shirt: Oliver Jarvis BMW-Piloten: John Edwards (re.) und Connor de Phillippi (Mitte) © LAT BMW-Piloten: John Edwards (re.) und Connor de Phillippi (Mitte) Jetzt im Metallic-Look: Der Ford GT © LAT Jetzt im Metallic-Look: Der Ford GT

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