Ford gewinnt das GT-Rennen der IMSA in Lime Rock

Von Oliver Müller
IMSA

Dirk Müller und Joey Hand schnappen sich im Ford GT den Sieg beim Auftritt der IMSA-Serie in Lime Rock. Durch einen Fahrfehler von Jan Magnussen zu Rennende schafft die dominierende Corvette C7.R nur Rang zwei.

In der amerikanischen IMSA-Serie gibt es in jedem Jahr zwei Rennen, in welchen die GT-Fahrzeuge um den Gesamtsieg fahren. Neben dem Auftritt Mitte August auf dem Virginia International Raceway, war dies auch beim Lauf im so wunderschön in die Natur eingebetteten Lime Rock Park der Fall. Auf dem nur 2,448 Kilometer langen Kurs im Bundesstaat Connecticut hatte am Ende der Ford GT von Dirk Müller und Joey Hand die Nase vorne. «Unser Chip Ganassi Team beeindruckt mich von Wochenende zu Wochenende. Es ist so eine große Familie. Alles ist großartig und der Sieg bedeutet mir und der Mannschaft sehr viel. Es ist unser erster Gesamtsieg als Team und ein großer Schritt in Bezug auf die Meisterschaft», jubelte der Deutsche Müller nach getaner Arbeit.

Insgesamt läuft es für Ford in der IMSA-Serie gerade wie am Schnürchen. Denn auch bei den beiden vorangegangenen Läufen in Watkins Glen und im Canadian Tire Motorsport Park (früher bekannte als Mosport) lagen die amerikanischen Turbo-Flundern vorne. In Lime Rock sah es jedoch lange Zeit nach dem einhundertsten Nordamerika-Triumph für Corvette Racing aus. Die C7.R von Jan Magnussen/Antonio García hatte bereits in der Qualifikation mit einem Umlauf von 49,754 Sekunden einen unglaublichen GT-Streckenrekord aufgestellt und das Rennen von der Pole-Position aus begonnen. Das dänisch-spanische Duo führte dann insgesamt 138 der 178 Runden das Feld an.

Doch circa 13 Minuten vor Ende rutsche Magnussen beim Überrunden eines GTD-Wagens leicht von der Strecke in den Dreck. Dabei konnte der verfolgende Ford das US-Muscle-Car passieren und locker zu Sieg fahren. «Das ist schwer zu schlucken, weil wir so ein tolles Auto hatten. Joey hatte am Ende auf mich aufgeholt. Ich denke, ich hätte ihn ein bisschen länger aufhalten können. In der letzten Kurve bin ich etwas über den Reifenabrieb gerutscht, als ich an einem GTD vorbei fuhr. Und das hat mich einfach von der Strecke geworfen», erklärte Magnussen die Situation.

Rang drei ging an Laurens Vanthoor/Earl Bamber. Deren Porsche 911 RSR lag sogar lange Zeit auf der zweiten Position. Doch ein Fahrfehler Bambers und Zeitverlust beim zweiten Boxenstopp verhinderten ein besseres Ergebnis. Der zweite Porsche von Patrick Pilet/Nick Tandy kam hinter der zweiten Corvette von Oliver Gavin/Tommy Milner auf Position fünf ins Ziel. Das Duo hatte ein unglückliches Wochenende, nachdem Pilet den RSR im Warm-up kalt verformte. Zwar wurden am eng getakteten Renntag noch rechtzeitig die beschädigten Karosserieteile getaucht, doch für die Kontrolle der Abstimmung blieb keine Zeit mehr. «Es war erneut ein schwieriges Rennen für uns. Unser Auto war immer konkurrenzfähig, so dass wir aus jeder Situation heraus angreifen konnten. Aber durch Fehler, die im Warm-up begonnen haben und beim letzten Pitstop der Nummer 912 endeten, haben wir Platz eins verpasst. Es ist das dritte Rennen in Folge, bei dem wir leider für unsere harte Arbeit nicht belohnt worden sind», war Gesamtprojektleiter Pascal Zurlinden leicht angefresen.

Nichts zu holen gab es in Lime Rock für BMW. Die beiden Münchner M8 GTE belegten hinter dem zweiten Ford GT die letzten Plätze in der GTLM-Klasse. Erneut konnte die ultimative Pace der Klassenkonkurrenz nicht mitgegangen werden. In der GTD-Kategorie siegte der Lamborghini Huracán GT3 von Paul Miller Racing mit Madison Snow und Bryan Sellers. Hier das Ergebnis aus Lime Rock.

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