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Euro Moto Oschersleben: Stepan Zuda setzt sich mit Sportbike-Doppelsieg ab

Der Triumph-Pilot aus Tschechien ist dem möglichen Titelgewinn mit 50 Punkten einen großen Schritt nähergekommen. Dahinter wechseln sich Belgier und Österreicher ab.

Rowena Hinzmann und Esther Babel

Von

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Stepan Zuda bleibt in der Euro Moto Sportbike der Mann, den es zu schlagen gilt. Der Tscheche gewann das erste Rennen nach der vierwöchigen Sommerpause in Oschersleben souverän vor Tobias Kitzbichler. Dahinter sorgte Jules Bercot für das nächste Ausrufezeichen des ERC Teams und brachte die Kawasaki als Dritter erstmals in dieser Saison auf das Podium.

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Zuda (Freudenberg RoRa-Paligo Racing) erwischte von der Pole Position einen guten Start und behauptete die Führung vor Kitzbichler (ViVa by Peuker & Streeb). Dahinter ging es deutlich turbulenter zu. Vor allem Jakob Rosenthaler (RT Motosports) machte bei seinem Comeback nach der verletzungsbedingten Pause in Most früh Boden gut. Von Startplatz 10 schob sich der Österreicher bereits in der ersten Runde auf Rang 7 und arbeitete sich anschließend Position um Position weiter nach vorne.

An der Spitze bestimmte dagegen Zuda das Tempo. Kitzbichler blieb zunächst hartnäckig am Hinterrad des Meisterschaftsführenden und ließ den Tschechen nicht davonziehen. «Ich habe bis zum Schluss gepusht, weil Tobias mir so dicht auf den Fersen war», erklärte Zuda nach dem Rennen. Dabei hatte der Polesetter durchaus noch Reserven: «Ich hatte noch etwas im Köcher, wenn es hart auf hart gekommen wäre.»

Im letzten Rennviertel bekam Kitzbichler zunehmend Probleme mit seinem Hinterreifen und konnte das Tempo nicht mehr mitgehen. Zuda setzte sich ab und überquerte nach 13 Runden mit 1,944 Sekunden Vorsprung die Ziellinie. Zudem ging mit 1:31,025 Minuten auch die schnellste Rennrunde an den Tschechen.

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Kitzbichler wartet weiter auf den ersten Sieg

Für Kitzbichler blieb damit erneut Rang 2. Der Österreicher hatte sich lange an Zuda festgebissen, war mit seinem Rennen aber nicht wirklich zufrieden. «Der Grip hinten war heute einfach nicht optimal. Dadurch war es für mich ein sehr schwieriges Rennen, vorne dranzubleiben. In den letzten Runden waren die Reifen einfach zu schwach, sodass ich keine Möglichkeiten mehr hatte», erklärte Kitzbichler, der damit weiterhin auf seinen ersten Saisonsieg wartet.

Hinter dem Spitzenduo entwickelte sich dagegen ein enger Kampf um den letzten Platz auf dem Podium. Rosenthaler setzte seine Aufholjagd fort und hatte sich zur Rennmitte tatsächlich bis auf Rang 3 nach vorne gearbeitet. Nach seiner Verletzungspause musste der 24-Jährige im weiteren Verlauf allerdings wieder etwas abreißen lassen und fiel zurück.

Davon profitierte unter anderem Jules Bercot. Der Franzose hatte zu Beginn noch Schwierigkeiten, fand im Laufe des Rennens aber immer besser zurecht. Nach mehreren Positionswechseln brachte er die Kawasaki schließlich als Dritter ins Ziel und bescherte ERC damit das erste Podium der Saison.

Enger Kampf ums Podium

Hinter Bercot wurde es im Ziel denkbar knapp. Ruben Bijman (Freudenberg RoRa-Paligo Racing) sicherte sich mit nur 0,373 Sekunden Rückstand auf den Franzosen Rang 4. Gerade einmal 0,069 Sekunden dahinter folgte Rosenthaler als Fünfter. Mika Siebdrath (Freudenberg RoRa-Paligo Racing) komplettierte auf Rang 6 die eng umkämpfte Gruppe. Zwischen Platz drei und sechs lagen im Ziel gerade einmal 0,650 Sekunden.

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Euro Moto Sportbike, Rennen 1

  1. Stepan ZUDA (#23/CZ), Triumph Daytona 660

  2. Tobias KITZBICHLER (#38/A), Aprilia RS660

  3. Jules BERCOT (#25/F), Kawasaki Ninja ZX 6R

  4. Ruben BIJMAN (#17/NL), Triumph Daytona 660

  5. Jakob ROSENTHALER (#78/A), Triumph Daytona 660

  6. Mika SIEBDRATH (#98/D), Triumph Daytona 660

  7. Kiyano VEIJER (#53/NL), Triumph Daytona 660

  8. Julian VAN KALKEREN (#34/NL), Triumph Daytona 660

  9. Alexander WEIZEL (#22/D), Aprilia RS660

  10. Felix KAUERTZ (#37/D), Kawasaki Ninja ZX 6R

  11. Tom KUIL (#55/NL), Triumph Daytona 660

  12. Maksymilian PALMOWSKI (#95/PL), Aprilia RS660

  13. Luis RAMMERSTORFER (#13/A), Triumph Daytona 660

  14. Micky WINKLER (#86/D), Aprilia RS660

  15. Rick KOOISTRA (#20/NL), Triumph Daytona 660

  16. Jay Jay DEN HOED (#44/NL), Yamaha YZF R7

  17. Magnus KRISTOFFERSEN (#30/DK), Aprilia RS660

  18. Max STAUFFER (#27/AUS), Yamaha YZF R7

  19. Ty HENRIKSEN (#46/DK), Aprilia RS660

  20. Lucas SØRENSEN (#18/DK), Aprilia RS660

  21. Sasha DE VITS (#19/B), Kawasaki Ninja ZX 6R

Euro Moto Sportbike Rennen 2

Nach seinem Sieg am Samstag schlug Stepan Zuda (Freudenberg RoRa-Paligo Racing) auch am Sonntag erneut zu. Dieses Mal musste der Tscheche allerdings deutlich härter dafür kämpfen. Sasha de Vits brachte die Kawasaki des ERC Teams bis an die Spitze und lieferte sich mit Zuda in den letzten Runden einen packenden Kampf um den Sieg. Gerade einmal 0,153 Sekunden trennten die beiden am Ende. Tobias Kitzbichler (ViVa by Peuker & Streeb) komplettierte das Podium.

Zuda erwischte von der Pole Position erneut einen starken Start und behauptete die Führung vor Kitzbichler und de Vits. Auch Jakob Rosenthaler (RT Motorsports) machte wie schon am Samstag direkt nach dem Start Plätze gut. Von Position 10 ging es für den Österreicher bereits in der ersten Runde bis auf Rang 6 nach vorne.

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Triumph gegen Kawasaki im Showdow

De Vits führte vor Zuda und Kitzbichler, doch der Tscheche ließ nicht locker. Statt einen überhasteten Angriff zu starten, beobachtete er seinen Konkurrenten und wartete auf seine Gelegenheit. «Das Rennen war noch einmal deutlich härter als gestern. Das Niveau noch höher, damit hatte ich nicht gerechnet. Ich habe Sasha vor mir beobachtet und auf meine Chance gewartet, weil ich wusste, dass ich in den letzten Runden noch etwas herausholen kann», erklärte Zuda.

In Runde 11 war der Moment gekommen. Zuda fand die Gelegenheit, zog wieder an de Vits vorbei und übernahm die Führung. Der ERC Pilot heftete sich sofort an das Hinterrad des Tschechen und blieb bis zur Ziellinie dran. Eine letzte Lücke fand er allerdings nicht mehr.

Nach 13 Runden rettete Zuda einen hauchdünnen Vorsprung von 0,153 Sekunden über die Ziellinie und machte damit den Doppelsieg in Oschersleben perfekt. «Es hat geklappt und ich bin sehr zufrieden», fasste der Tscheche sein Rennen zusammen. Damit baut er seine Führung in der Meisterschaft auf insgesamt 154 Punkte aus.

De Vits musste sich zwar denkbar knapp geschlagen geben, konnte nach seinem technischen Problem und Rang 21 im ersten Rennen nun aber zeigen, welches Potenzial in der überarbeiteten Kawasaki steckt. Mit einer Zeit von 1:30,475 Minuten fuhr der Belgier sogar die schnellste Rennrunde. «Das Team hat einen unglaublichen Job gemacht, damit wir hier konkurrenzfähig sind», lobte de Vits seine Mannschaft. Nach dem dritten Platz von Teamkollegen Jules Bercot am Samstag stand damit auch im zweiten Rennen eine ERC Kawasaki auf dem Podium.

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Kitzbichler konnte das Tempo der beiden Führenden in den letzten Runden nicht mehr ganz mitgehen und kam 1,585 Sekunden hinter Zuda als Dritter ins Ziel. Nach Rang 2 am Samstag nimmt der Österreicher damit zwei Podiumsplätze aus Oschersleben mit. «Die Rundenzeiten waren heute sehr schnell, weshalb ich viele kleine Fehler gemacht habe, die mich Zeit gekostet haben. Aber ich bin mit den Podiumsplätzen und dem Wochenende sehr zufrieden», resümierte Kitzbichler.

Jakob Rosenthaler machte nach seiner verletzungsbedingten Pause in Most das Beste aus einem schwierigen Wochenende. Nach seiner starken Anfangsphase setzte er sich im weiteren Rennverlauf auf Rang vier fest und brachte diesen sicher ins Ziel. Mit zwei soliden Ergebnissen auf den Plätzen fünf und vier sammelte der Österreicher wichtige Punkte, die im weiteren Kampf um die Meisterschaft noch eine Rolle spielen könnten.

Euro Moto Sportbike, Rennen 2

  1. Stepan ZUDA (#23/CZ), Triumph Daytona 660

  2. Sasha DE VITS (#19/B), Kawasaki Ninja ZX 6R

  3. Tobias KITZBICHLER (#38/A), Aprilia RS660

  4. Jakob ROSENTHALER (#78/A), Triumph Daytona 660

  5. Ruben BIJMAN (#17/NL), Triumph Daytona 660

  6. Mika SIEBDRATH (#98/D), Triumph Daytona 660

  7. Tom KUIL (#55/NL), Triumph Daytona 660

  8. Jules BERCOT (#25/F), Kawasaki Ninja ZX 6R

  9. Kiyano VEIJER (#53/NL), Triumph Daytona 660

  10. Felix KAUERTZ (#37/D), Kawasaki Ninja ZX 6R

  11. Julian VAN KALKEREN (#34/NL), Triumph Daytona 660

  12. Maksymilian PALMOWSKI (#95/PL), Aprilia RS660

  13. Alexander WEIZEL (#22/D), Aprilia RS660

  14. Luis RAMMERSTORFER (#13/A), Triumph Daytona 660

  15. Max STAUFFER (#27/AUS), Yamaha YZF R7

  16. Rick KOOISTRA (#20/NL), Triumph Daytona 660

  17. Jay Jay DEN HOED (#44/NL), Yamaha YZF R7

  18. Ty HENRIKSEN (#46/DK), Aprilia RS660

  19. DNF: Lucas SØRENSEN (#18/DK), Aprilia RS660

  20. DNS: Micky WINKLER (#86/D), Aprilia RS660

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