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Jeffrey Herlings (HRC) in Lommel: Alles gewonnen und trotzdem frustriert

Der niederländische HRC-Werksfahrer Jeffrey Herlings gewann mit Siegen in beiden Wertungsläufen den Grand-Prix of Flanders in Lommel, haderte aber erneut mit einem technischen Problem.

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14. Etappe der MXGP Motocross-WM in Lommel, Grand-Prix of Flanders, Belgien: Der französische HRC-Werksfahrer Tom Vialle zog den Holeshot knapp vor seinem niederländischen Teamkollegen Jeffrey Herlings, der keine Zeit verlor und schon in der zweiten Kurve in Führung ging. Zunächst schien er das Rennen wie im ersten Lauf von der Spitze aus kontrollieren zu können, doch diesmal kam es anders.

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Herlings haderte mit der Technik

Nach der Hälfte des Rennens gestikulierte Herlings beim Passieren der Boxengasse, denn er hatte ein technisches Problem. MXGP-TV-Kommentator Paul Malin diagnostizierte ein Kupplungsproblem. Herlings musste in dieser Situation also aufpassen, dass er den Motor nicht ausbremst oder abwürgt, denn das könnte zum kompletten Ausfall führen. 'The Bullet' musste in dieser Situation all seine Erfahrung in die Waagschale werfen, um die Führungsposition über die Ziellinie zu bringen, was ihm am Ende auch mit Bravour gelang. Im Zielbereich war er aber dennoch stinksauer.

Herlings über sein technisches Problem

«Wir hatten heute wieder das gleiche Problem wie in Lettland», erklärte er. In Kegums war er im zweiten Lauf komplett stehengeblieben und ausgefallen. «Wir haderten auch gestern mit diesem Thema», erklärte er, ohne Details preiszugeben. Es herrschte die Meinung, dass er sein Motorrad überfordert habe (override). Nachdem sich die Wogen glätteten und Jeffrey sich auch über seinen Sieg freuen konnte, wiegelte er allerdings wieder ab: «Das ist nun einmal die schwierigste Strecke im Kalender und sie fordert Fahrer und Motorrad aufs Äußerste.»

Das ist nun einmal die schwierigste Strecke im Kalender und sie fordert Fahrer und Motorrad aufs Äußerste.

Jeffrey Herlings

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Der brutale Abflug von Romain Febvre

Kawasaki-Werksfahrer Romain Febvre startete gut und rangierte 15 Runden lang hinter Herlings auf Platz 2. Kay de Wolf (Husqvarna), der sich in Runde 4 gegen Tim Gajser (Yamaha) durchgesetzt hatte, kam aber am Ende immer dichter an den Franzosen heran. Febvre kämpfte um seine Position, wurde von einer Bodenwelle ausgehebelt, machte einen Handstand auf dem Lenker und stürzte direkt in die Spur von de Wolf. Der Niederländer reagierte in Sekundenbruchteilen und wich dem Gestürzten aus, doch er streifte seinen Kopf am Boden. Glücklicherweise konnte Febvre sofort wieder aufstehen und auf Platz 3 weiterfahren. Er befand sich sogar noch auf Podiumskurs, aber in der letzten Runde blieb seine Kawasaki plötzlich an einer Auffahrt stehen und versagte komplett ihren Dienst, vermutlich eine Folge des heftigen Crashs. Mit einer Runde Rückstand wurde Romain Febvre auf Platz 13 gewertet. Tim Gajser profitierte vom Ausfall Febvres und stand am Ende mit einem 3-4-Ergebnis etwas glücklich auf dem dritten Podiumsrang.

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Max Spies auf Platz 12

Der deutsche Becker Racing-Pilot Maximilian Spies, der im ersten Lauf mit qualmendem Bike ausgefallen war, holte im zweiten Lauf auf dem 12. Platz 9 WM-Punkte und ist mit 42 Punkten auf Gesamtrang 26 der beste deutsche MXGP-Pilot. Die beiden schweizerischen MXGP-Fahrer Jeremy Seewer und Kevin Brumann hatten kein Glück. Seewer kam im zweiten Lauf auf Platz 17 ins Ziel und Kevin Brumann fiel nach 12 Runden aus.

Lage an der Tabellenspitze

Jeffrey Herlings holte in Lommel mit seinem Sieg im Qualifikationsrennen und den beiden Laufsiegen die Idealpunktzahl von 60 Zählern und setzte sich damit in der WM deutlich ab. Nach 14 von 19 Etappen führt er mit einem Vorsprung von 104 Punkten gegenüber Romain Febvre auf Platz 2. Der verletzt ausgefallene Lucas Coenen (KTM) ist nach seiner dritten Nullrunde in Folge von Platz 2 auf Platz 3 zurückgefallen.

Nächster Stopp Schweden

In zwei Wochen geht es im schwedischen Uddevalla auf der ältesten Strecke im WM-Kalender weiter. Dort werden die Fahrer wieder ganz andere Bodenverhältnisse vorfinden, denn der in Felsformationen eingebettete Kurs ist berühmt durch seinen harten und steinigen Untergrund.

MXGP of Flanders

  1. Jeffrey Herlings (NL), Honda, 1-1, 50 Punkte

  2. Kay de Wolf (NL), Husqvarna, 2-2, 44, (-6)

  3. Tim Gajser (SLO), Yamaha, 3-4, 38, (-12)

  4. Tom Vialle (F), Honda, 5-3, 36, (-14)

  5. Andrea Adamo (I), KTM, 6-5, 31, (-19)

  6. Ruben Fernandez (E), Honda, 7-6, 29, (-21)

  7. Ben Watson (GB), Triumph, 9-7, 26, (-24)

  8. Isak Gifting (S), Yamaha, 8-8, 26, (-24)

  9. Romain Febvre (F), Kawasaki, 4-13, 26, (-24)

  10. Kevin Horgmo (N), Honda, 10-9, 23, (-27)

  11. Roan van de Moosdijk (NL), KTM, 13-10, 19, (-31)

  12. Jago Geerts (B), Beta, 12-11, 19, (-31)

  13. Maxime Renaux (F), Yamaha, 11-14, 17, (-33)

  14. Brent van Doninck (B), Fantic, 15-16, 11, (-39)

  15. Maximilian Spies (D), KTM, DNF-12, 9, (-41)

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MXGP-WM-Stand nach Etappe 14 von 19

  1. Jeffrey Herlings (NL), Honda, 675 Punkte

  2. Romain Febvre (F), Kawasaki, 571 Punkte, (-104)

  3. Lucas Coenen (B), KTM, 566 Punkte, (-109)

  4. Tim Gajser (SLO), Yamaha, 534 Punkte, (-141)

  5. Andrea Adamo (I), KTM, 450 Punkte, (-225)

  6. Ruben Fernandez (E), Honda, 446 Punkte, (-229)

  7. Maxime Renaux (F), Yamaha, 425 Punkte, (-250)

  8. Tom Vialle (F), Honda, 409 Punkte, (-266)

  9. Kay de Wolf (NL), Husqvarna, 345 Punkte, (-330)

  10. Pauls Jonass (LV), Kawasaki, 273 Punkte, (-402)

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