So funktioniert der Fight um den weltweiten GT3-Titel

Von Oliver Müller
Intercontinental GT Challenge
2018 erstmals im Einsatz: Die neue Version des Bentley Continental GT3

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Bei den 24 Stunden von Spa-Francorchamps geht es nicht nur um den Rennsieg. Der Ardennen-Klassiker ist auch Highlight der Intercontinental GT Challenge. SPEEDWEEK.com erklärt, was es damit auf sich hat.

Das 24-Stunden-Rennen in Spa-Francorchamps ist zweifelsohne das wichtigste GT3-Rennen der Welt. Über 60 Fahrzeuge der weltweit so erfolgreichen Motorsport-Kategorie werden es sich am Wochenende des 28./29. Juli so richtig geben, um den Sieg beim Ardennen-Klassiker einzufahren. Doch beim großen Rennen in Belgien geht es noch um einiges mehr. Nicht nur, dass die 24h von Spa Teil der Blancpain GT Series sind, das Event zählt zusätzlich auch zur sogenannten Intercontinental GT Challenge. Dabei handelt es sich um eine Gesamtwertung von vier über den Globus verteilten Langstrecken-Rennen, die von SRO-Gründer Stéphane Ratel im Jahre 2016 ins Leben gerufen wurde. Nach den 12h von Bathurst, die bereits im Februar stattfanden, und den 24h von Spa-Francorchamps komplettieren noch die 10h von Suzuka (24.-26. August) und die 8h von Laguna Seca (26.-28. Oktober) das weltweite Championat.

Mit Audi, Bentley, McLaren, Mercedes-AMG und Porsche haben sich 2018 fünf Hersteller dazu entschlossen, an der Intercontinental GT Challenge teilzunehmen. Das ganze funktioniert eigentlich recht simpel. Jeder Hersteller kann pro Rennen maximal vier Fahrzeuge für die Wertung nominieren. Jedoch können nur jeweils die beiden bestplatzierten GT3 pro Marke Punkte sammeln. Die Zähler werden nach dem aus der Formel 1 bekannten System vergeben. Jedoch werden tatsächlich auch nur die beiden besten Fahrzeuge pro Marke mitgezählt. Ein Beispiel: Mercedes-AMG bekam durch Platz zwei in Bathurst zunächst schon einmal 18 Punkte gutgeschrieben. Der nächste nominierte AMG GT3 kam im Februar in Australien hinter vier Porsche auf Position sieben ins Ziel. Nun sind aber (wie erwähnt) anstatt vier nur zwei Porsche punktberechtigt. Somit erhält besagter Mercedes zehn Zähler (als ob er Fünfter geworden wäre). Dadurch fährt Mercedes-AMG mit 28 Punkten im Gepäck nach Spa-Francorchamps.

Natürlich gibt es auch noch eine Fahrerwertung. Hier werden die Punkte für die Piloten in den nominierten Fahrzeugen ebenfalls nach F1-Standard vergeben. Ausgelassen wird im Gegensatz zur Hersteller-Wertung aber niemand. Will heißen: Stuart Leonard, Robin Frijns, Dries Vanthoor bekamen für den Sieg bei den 12h von Bathurst jeweils 25 Zähler. Als zehntbestes in die Intercontinental GT Challenge eingeschriebenes Fahrzeug erhielt das Gespann Pedro Lamy, Paul Dalla Lana, Mathias Lauda und Will Davison folglich einen Zähler.

Abgerundet wird die Intercontinental GT Challenge 2018 erstmals von einer Bronze-Wertung. Hier müssen die von der FIA mit dem Bronze-Status versehenen Fahrer jedoch nur an drei der vier Rennen teilnehmen. Der Punktestand wird zunächst nur SRO-intern vermerkt und schließlich vor dem letzten Saisonlauf in Laguna Seca kommuniziert. Denn erst dann ist wirklich klar, welcher Bronze-Fahrer bei welchen drei Rennen dabei sein wird.

Für die anstehenden 24 Stunden von Spa-Francorchamps stehen nun die nominierten Fahrzeuge fest. Audi, Mercedes-AMG und Porsche haben jeweils vier Autos für die Intercontinental GT Challenge gemeldet. Dazu kommen noch zwei Bentley Continental GT3 und zwei McLaren 650 S GT3. Durch zwei weitere Mercedes-AMG GT3 für die Bronze-Wertung (einer von Strakka Racing für Nick Leventis und einer von Sun Energy 1 für Kenny Habul) kommt man kumuliert auf die hier veröffentlichte Liste von 18 GT3-Rennwagen.

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