Ducati Desert Sled: Wüsten-Schlitten für die Show

Von Rolf Lüthi
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Mit der Desert Sled erweitert Ducati gekonnt das Scrambler-Modellprogramm um ein spektakulär aussehendes Modell. Auf diesen Schlitten würden wir gern mal durch die Wüste surfen.

Die ersten Desert Sleds, Wüstenschlitten, entstanden in Kalifornien der 1960er- und 70er-Jahren, weil es nichts Besseres gab: Für Fahrten und Rennen in der Wüste waren die damaligen, hubraumschwachen Zweitakt-Enduros zu schmalbrüstig. Also nahmen die Jungs, die in der Wüste schnell fahren wollten, Straßenmotorräder ab 500 ccm Hubraum und präparierten sie mit Stollenreifen, verstärkten Federelementen, Drahtspeichenrädern und Motorschutzplatten für den schnellen Ritt durch den Wüstensand.

Heute gibt es wüstentaugliche Motorräder zu kaufen, von der Reiseenduro bis zur Rallyemaschine. Dennoch lässt Ducati mit der Scrambler Desert Sled diesen Motorradstil wieder aufleben. Dieses Motorrad soll gar nicht durch Wüsten und aride Gebirge geritten werden, sondern primär gut aussehen und ihren Fahrer als wilden Hund erscheinen lassen. Man kann jetzt schon sagen: Das gelingt der Scrambler Desert Sled bestens.

Falls trotzdem ein Käufer den Wüstenschlitten ins Gelände reiten will, ist vorgesorgt: Der Rahmen wurde verstärkt, die längere Aluschwinge wurde speziell für dieses Modell konstruiert, die Federelemente sind einstellbar, es gibt ein Scheinwerferschutzgitter, hohe Schutzbleche, grob gezackte Fußrasten und einen soliden Motorschutz. Die Federelemente von Kayaba (vorne 46er-USD-Gabel mit weniger Offset) ermöglichen vorne und hinten 200 mm Federweg. Ebenfalls neu sind die Pirelli Scorpion Rally STR, grobstollige Geländereifen, die extra für die Desert Sled entwickelt wurden. Ansonsten basiert die Desert Sled auf der Scrambler Urban Enduro, mit Speichenrädern und 19-Zoll-Vorderrad.

Die Ducati Scrambler Desert Sled besitzt den luft-/ölgekühlten 803 cm³ großen V2 der Icon. Anlässlich der Homologation nach Euro 4 wurde das Motormanagement überarbeitet und die Gasgriffübersetzung (nun progressiv) geändert, um das Ansprechverhalten im unteren Drehzahlbereich weicher zu machen.

Der Zweizylindermotor mit Sechsganggetriebe liefert 75 PS bei 8250/min und ein maximales Drehmoment von 68 Nm bei 5750/min. Serviceintervalle von 12.000 km (oder einmal jährlich) schonen den Geldbeutel.

Die Ducati Scrambler Desert Sled ist mit Brembo-Bremsen und einem Kurven-ABS von Bosch ausgestattet. Am Vorderrad sorgt die minimalistisch wirkende Kombination aus einer 330 mm großen Einzelscheibe und einem radial montierten 4-Kolben-Festsattel (Brembo M4.32B) für Verzögerung.

Passend zur Desert Sled gibt es eine Zubehör- und Bekleidungslinie, zum Beispiel ein Schutzpolster für die Lenkerquerstrebe, Zubehörscheinwerfer (gemäß Ducati ein Muss für alle Fernreisenden), Handprotektoren und ein typgeprüfter hochgelegter Auspuff. Wer Schwierigkeiten mit der Sitzhöhe von 860 mm hat, kann eine um 20 mm niedrigere Sitzbank ordern.
Die Ducati Scrambler Desert Sled Kollektion beinhaltet neben Handschuhen, Sweatshirts, T-Shirts und Schutzbrillen auch einen Bell-Offroad-Helm in klassischer Optik, der vom in Los Angeles ansässigen Star-Designer und Customizer Rolands Sands entworfen wurde.

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