WM-Revanche: FIM droht AC Vechta mit hohen Strafen

Von Rudi Hagen
Langbahn-GP
Schwarz gemacht: Weltmeisterschafts-Revanche

Schwarz gemacht: Weltmeisterschafts-Revanche

Der AC Vechta darf sein Internationales 60. Flutlichtrennen nicht als «WM-Revanche» bewerben. Die FIM drohte dem Club bei Nichtbeachtung Strafen in vierstelliger Euro-Höhe an.

Wer am Samstag beim Sandbahnrennen in Werlte aufmerksam die rundum aufgehängten Plakate des AC Vechta für sein Flutlichtrennen am 16. September studiert hat, dem werden drei schwarze Balken aufgefallen sein. Was verbirgt sich darunter?

Sylvia Wollering, die neue 1. Vorsitzende des AC Vechta aus Lohne, erklärte gegenüber SPEEDWEEK.com die Gründe für die Schwärzung der betreffenden Stellen. «Wir dürfen den Begriff Weltmeisterschafts-Revanche nicht zur Werbung für unser Rennen verwenden. Ich habe einen Anruf von der FIM bekommen, da wurde mir das unmissverständlich mitgeteilt. Bei Zuwiderhandlung hätten wir eine hohe Geldstrafe zu erwarten.»

So muss der Club alle Plakate an den entsprechenden Stellen schwärzen, auch die schon vielerorts ausgehängten Exemplare. Das gilt auch für die Werbung in den Print- und Onlinemedien. Ausgedacht hatte sich den Slogan übrigens Sylvia Wollerings Vorgänger, der langjährige Clubchef Ludger Spils.

Die Fédération Internationale de Motocyclisme (FIM), auf Deutsch auch Motorradweltverband genannt, ist die oberste internationale Motorradsport-Organisation, die 90 nationale Verbände repräsentiert und in sechs kontinentale Einheiten gegliedert ist. Die FIM hat ihren Sitz in Mies in der Schweiz. Die nationale Sporthoheit und die Umsetzung der FIM-Vorschriften wird in Deutschland durch den Deutschen Motor Sport Bund (DMSB) wahrgenommen.

Der Begriff «Weltmeisterschafts-Revanche» scheint also ein geschütztes Markenzeichen der FIM zu sein. Die verlangt für ihre Prädikate von den veranstaltenden Clubs erkleckliche Gebühren und erlegt ihnen immer höhere Auflagen in vielerlei Hinsicht. Viele Veranstalter sehen sich daher immer weniger in der Lage, diesen gewaltigen Anforderungen nachzukommen. Ludger Spils hatte das auch immer wieder beklagt.

Jetzt darf der AC Vechta mit dem Begriff «Weltmeisterschafts-Revanche» nicht werben. Na super.

Wer sich übrigens in Werlte das Plakat des MSC Hümmling Werlte für sein eigenes Rennen angeschaut hat, dem wird aufgefallen sein, dass dort stand: «Deutsche Meisterschaft – Finale Seitenwagen».

Moment mal?

Hatte nicht der DMSB dieser Klasse das Prädikat «Deutscher Meister» abgesprochen und das Ganze in eine Clubmeisterschaft, die sogenannte «DMSB-Meisterschaft» abgewertet?

Seltsam, seltsam, alles sehr seltsam.

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