Richard Speiser: Schafft er in Marmande die Wende?

Von Susi Weber
Langbahn-GP
Richard Speiser liegt in der WM nur auf Rang 11

Richard Speiser liegt in der WM nur auf Rang 11

Nicht optimal lief es für den ehemaligen Langbahn-Vizeweltmeister Richard Speiser in der ersten Saisonhälfte. Kommendes Wochenende steht für den 27-Jährigen der zweite Grand Prix auf dem Plan.

So ganz ist Richard Speiser in diesem Jahr noch nicht in die Gänge gekommen. Die Dreifach-Belastung Beruf, Sport und Motorentuning für sich und anderes fordert Tribut. «Die Tage dürften im Moment gerne doppelt so lange sein», sagt er. Zumal am kommenden Wochenende mit dem zweiten Lauf zur Langbahn-Weltmeisterschaft in Marmande/Frankreich ein wichtiger Prüfstein ansteht, der gemeistert werden will, um in der WM noch ein Wörtchen mitreden zu können. «Den Auftakt in Herxheim habe ich mir anders vorgestellt», erklärt Speiser.

In der Pfalz, vor 16.500 Zuschauern, kam Speiser an Christi Himmelfahrt nicht über einen elften Platz hinaus: «In den ersten beiden Vorläufen hatte ich Probleme den zweiten Gang einzulegen, im dritten versagte dann noch der Motor. Ein Laufsieg und ein vierter Platz reichten danach nicht mehr fürs Halbfinale.» Zusammengefasst war dies kein Auftakt nach Maß – nach einem Sieg bei einem offenen Rennen in Lübbenau.

Auf Herxheim folgte Bielefeld und mit Platz 5 die sichere Qualifikation für den GP-Challenge in Marienbad, wo im August drei Plätze für die Langbahn-WM 2015 ausgefahren werden. «Sollte man als Fahrer der diesjährigen Weltmeisterschaft nicht unter die besten acht kommen, ist der Challenge eine zweite Chance», erklärte Speiser.

Nach Sturz nicht demoralisiert

Der derzeit WM-Elfte will alles dafür tun, dass die Sicherheitskarte gar nicht erst gezogen werden muss: «Das heißt auch, jetzt in Marmande richtig Gas zu geben.» 2011 schaffte er es dort schon einmal auf einen vierten Platz. 2013 lief es – verletzungsbedingt – nicht ganz so gut. Doch sowohl davon als auch von der Tatsache, dass Speiser erst jüngst beim Grasbahn-EM-Finale in St. Macaire/Frankreich nach einem von Stephan Katt ausgelösten Auffahrunfall spektakulär stürzte und aufgeben musste, lässt sich Speiser nicht demoralisieren: «Ich werde mich auf die vier ausstehenden Grands Prix konzentrieren – und will da so weit wie möglich nach vorne. Schließlich war auch 2013 anfangs kein Traumjahr – und dennoch konnte ich am Ende den Deutschland-Grand-Prix gewinnen.»

Gewinnen, oder zumindest recht weit vorne mitmischen, möchte Speiser auch bei seinem Heimrennen in Memmingen am 27. Juli: «Ich freu mich drauf, mich zu Hause zu beweisen. Memmingen ist schließlich nur alle zwei Jahre und ein Rennen mit vielen Freunden und Bekannten an der Strecke. Und es ist in diesem Jahr auch gleichzeitig die Abschiedsveranstaltung für meinen Clubkameraden Tommy Kunert

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