Weltmeister Jannick de Jong gewinnt Finnland-GP

Von Rudi Hagen
Langbahn-GP
Langbahn-Weltmeister Jannick de Jong (NL) gewann den Finnland-GP in Forssa vor Erik Riss. Der Rückstand des Niederländers auf den führenden Deutschen verkürzte sich von elf auf acht Punkte.

Das war der Tag von Jannick de Jong. Schon vor dem dritten GP der Langbahn-WM 2016 hatte der Niederländer von der Bahn im finnischen Forssa geschwärmt. Die 1000 Meter lange Pferderennbahn bot einen perfekten Untergrund ohne große Rillen und Riefen.

Nach den fünf Vorläufen lag der Weltmeister aber mit 15 Punkten nur auf Platz 4 hinter dem bis dahin bärenstarken Franzosen Mathieu Tresarrieu (18), dem Finnen Appe Mustonen (17) und Landsmann Theo Pijper (16), punktgleich aber mit Erik Riss (15). Im Semifinale 1 wurde de Jong den Zweiter hinter Tresarrieu und im Finale sorgte ein Blitzstart für den Sieg des Gorredijkers.

«Ich bin super zufrieden mit dem Verlauf», sagte Jannick de Jong später, «es war ein hartes Rennen, denn die Bahn hatte sich den ganzen Tag über verändert. Mathieu Tresarrieu und auch Appe Mustonen waren sehr starke Gegner, da habe ich so richtig kämpfen müssen. Mein Start im Finale war top.»

Erik Riss konnte nicht wie zuletzt punkten. So wurde er im Semi 1 nur Vierter, konnte im Finale aber auf Platz 2 fahren und kassierte 19 WM-Punkte. Vor dem GP 4 in Morizes (F) am kommenden Samstag führt der Bad Wurzacher die WM mit 70 Punkten an, acht Zähler vor Verfolger Jannick de Jong und 17 vor Mathieu Tresarrieu.

Jörg Tebbe war in Forssa zweitbester Deutscher und nahm am Ende 14 WM-Punkte mit. Der Dohrener rangiert jetzt auf Rang 9 der Langbahn-Weltmeisterschaft. «Dieser Tag war ganz ok für mich», so Tebbe, «ich bin gleich mit einem Laufsieg angefangen und war anschließend gut dabei. Das sah nach dem Training nicht so aus, denn wir hatten Probleme mit dem Motor und mussten vor dem Rennen umbauen. Die Bahn hatte einen perfekten Boden, er war glatt und eben. Die Witterungsbedingungen waren auch gut, allerdings war es etwas windig.»

Matthias Kröger war ebenfalls gut in Form. Der Bokeler punktete durchgehend, hatte aber im Semifinale 2 einen Ausfall. Er kassierte am Ende elf WM-Punkte und rangiert jetzt mit 21 Zählern auf Platz 12.

Pechvogel Nummer 1 war aus deutscher Sicht Stephan Katt. Zwei technische Defekte und einmal eine an der Halterung gebrochene Gabel mit anschließendem Sturz sorgten für Frust im Team des Neutwittenbekers. «Glücklicherweise habe ich bei dem Sturz nur ein paar Prellungen abgekommen», sagte der Norddeutsche nach dem GP.

Ergebnisse Langbahn-GP 3 Forssa/FIN:

1. Jannick de Jong (NL), 22 Punkte. 2. Erik Riss (D), 19. 3. Mathieu Tresarrieu (F), 24. 4. Appe Mustonen (FIN), 22. 5. Theo Pijper (NL), 17. 6. Jörg Tebbe (D), 14. 7. Dimitri Berge (F), 12. 8. Jesse Mustonen (FIN), 12. 9. Matthias Kröger (D), 11. 10. Josef Franc (CZ), 10. 11. Glen Phillips (GB), 8. 12. Richard Hall (GB), 4. 13. Andrew Appleton (GB), 2. 14. Stephan Katt (D), 2. 15. Aarni Heikkilä, FIN, 0. Reserve: Klaus-Peter Gerdemann (D)
und Simo Pulli (FIN).

Semifinale 1: Tresarrieu, de Jong, Jesse Mustonen, Riss, Franc (Ausfall)
Semifinale 2: Appe Mustonen, Bergé, Tebbe, Pijper, Kröger (Ausfall)
Finale: De Jong vor Erik Riss, Tressarieu, Mustonen und Pijper

Langbahn-WM Stand nach drei GP’s:

1. Erik Riss (D), 70
2. Jannick de Jong (NL), 62
3. Mathieu Tresarrieu (F), 53
4. Dimitri Berge (F), 52
5. Theo Pijper (NL), 43
6. Richard Hall (GB), 36
7. Aki-Pekka Mustonen (FIN), 36
8. Josef Franc (CZ), 27
9. Jörg Tebbe (D), 26
10. Martin Smolinski (D), 25
11. Glen Phillips (GB), 23
12. Matthias Kröger (D), 21
13. Jesse Mustonen (FIN), 18
14. Dirk Fabriek (NL), 16
15. Stephan Katt (D), 16
16. Andrew Appleton (GB), 8
17. Theo di Palma (F), 5
18. Stephane Tresarrieu (F), 2

Termine Langbahn-WM 2016:

19.06.: GP 1 Mühldorf (D)
22.08.: GP 2 Eenrum (NL)
27.08.: GP 3 Forssa (FIN)
03.09.: GP 4 Morizes (F)
17.09.: GP 5 Vechta (D)

Siehe auch

Kommentare

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.

Motorsportsaison 2020: Ein Jahr wie kein anderes

Günther Wiesinger
Nach der Coronasaison 2020 sollten die Motorsport-Events nächstes Jahr pünktlich starten. Die neue Normalität wird aber noch auf sich warten lassen.
» weiterlesen
 

TV-Programm

  • Sa. 16.01., 05:15, Hamburg 1
    car port
  • Sa. 16.01., 05:15, Motorvision TV
    Top Speed Classic
  • Sa. 16.01., 05:30, ORF Sport+
    Rallye Dakar 2021
  • Sa. 16.01., 08:30, Eurosport
    Rallye: Rallye Dakar
  • Sa. 16.01., 08:45, Motorvision TV
    Classic Races
  • Sa. 16.01., 09:10, Motorvision TV
    Classic Races
  • Sa. 16.01., 09:40, Motorvision TV
    Classic Races
  • Sa. 16.01., 10:10, Motorvision TV
    Classic Races
  • Sa. 16.01., 10:15, Hamburg 1
    car port
  • Sa. 16.01., 10:35, Motorvision TV
    Classic Races
» zum TV-Programm
7AT