Marcel Schrötter: «Waldi war ein echter Racer»

Von Oliver Feldtweg
Moto2
Marcel Schötter

Marcel Schötter

Marcel Schrötter zeigt sich vom Tod Ralf Waldmanns tief betroffen. «Er hat mir viel geholfen. Es ist ganz in Waldis Sinn, wenn wir hier in Katar gute Leistungen zeigen.»

«Die neue Saison beginnt mit einem grossen Schock», seufzte Marcel Schrötter vor dem Saisonstart in Katar. «Die schreckliche Nachricht vom völlig überraschenden Tod von Ralf Waldmann macht mich sehr traurig. Ich kannte ihn seit ich damals von den Pocketbikes zum ADAC Minibike-Cup gewechselt bin. Waldi war ein echter Racer und hat unglaubliche Rennen gezeigt. Er hat bei den Minibikes nicht nur Markus (Reiterberger) geholfen, sondern immer wieder auch Jonas (Folger) und mir.»

«Wir waren im gleichen Team, doch Waldi hat sich hauptsächlich um Markus gekümmert. Er war ein super Typ, immer hilfsbereit; seine Ratschläge waren immer viel wert. Für mich ist es immer noch unfassbar, dass Waldi viel zu früh von uns gegangen ist. Ich habe ihm viel zu verdanken, nicht nur aus den Anfangsjahren meiner Karriere, sondern auch, weil er als Reporter immer nur positiv über mich berichtet hat. Dafür bin ich ihm wirklich sehr dankbar. Mein Beileid gilt seiner ganzen Familie und Lebensabschnittspartnerin.»

Schrötter: «Der Start in die Weltmeisterschaft an diesem Wochenende ist sicher von diesem traurigen Ereignis überschattet. Doch wie ich vorhin schon sagte, Waldi war ein echter Racer. Daher werden wir auch in seinem Sinn weitermachen und die Saison mit dem ersten Rennen richtig eröffnen. In Katar bin ich normalerweise immer gut dabei. Allerdings konnte ich die Trainingsleistungen hier im Rennen noch nie richtig umsetzen. Aufgrund des geänderten Zeitplans wird es von den Bedingungen her schwierig werden. Die ersten Trainings am Freitag und Samstag finden am frühen Nachmittag statt, während das Qualifying und das Rennen in der Dämmerung ausgetragen werden. Zu dieser Zeit ist die Sicht nicht optimal. Teilweise man kann die Kurven schlecht erkennen. Hinzu kommt, dass die Asphalttemperaturen von Session zu Session sehr unterschiedlich sein werden. Man kann daher in den freien Trainings so gut wie kein Setting erarbeiten, welches am Abend auch funktioniert. Daher ist unsere Basis von den Tests in Spanien sehr wichtig. Doch diese Umstände sind für alle gleich. Ich gehe trotzdem sehr zuversichtlich in das erste Rennen und hoffe, dass wir ordentlich Punkte mitnehmen können, um schon von Anfang an gut in die Saison zu starten.»

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