Kalex: Erster Triumph-Test mit Magneti Marelli

Von Sharleena Wirsing
Moto2
Jesko Raffin mit der Kalex-Truppe beim Valencia-Test im Februar

Jesko Raffin mit der Kalex-Truppe beim Valencia-Test im Februar

Die für März 2018 angekündigte Elektronik von Magneti Marelli für die neuen 765-ccm-Dreizylinder-Motoren von Triumph steht den Moto2-Chassisherstellern nun endlich zur Verfügung. Getestet wird sie noch im Juni.

2019 werden nach neun Jahren mit den Honda CBR600RR-Einheitsmotoren die neuen 765-ccm-Dreizylinder-Motoren von Triumph in der Moto2-Klasse eingesetzt. Der Fahrwerkshersteller Kalex Engineering aus Bobingen absolvierte bereits Ende Februar einen ersten Test in Valencia, um den Wechsel vorzubereiten. Denn für März war die Auslieferung der Elektronik von Magneti Marelli anberaumt. Ex-GP-Pilot Jesko Raffin agierte als Testfahrer.

Raffin fuhr in Valencia mit 1:36,6 min seine schnellste Zeit. Zum Vergleich: Die Moto2-Polezeit beim Valencia-GP im November 2017 lag bei 1:35,050 min, die schnellste Rennrunde war eine 1:35,628 min.

Nach zahlreichen Verzögerungen steht den Moto2-Chassisherstellern seit dem Mugello-GP nun die Elektronik von Magneti Marelli zur Verfügung. Kalex wird am 19. und 20. Juni in Aragón mit Jesko Raffin testen. «Das wird unser Roll-out mit der Elektronik von Magneti Marelli», erklärte Alex Baumgärtel im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. «Wir haben in Mugello die ECUs und die Software bekommen und sie gleich geflasht. Zudem haben wir eine kleine Einführung bekommen, aber in Aragón erhalten wir auch noch Unterstützung von Magneti-Technikern. Ein Techniker pro Hersteller. Dann wird die Sache schon interessanter.»

«Jesko Raffin wird für uns am 19. fahren. Am 20. testet er mit seinem Team aus der Moto2-EM, also müssen wir noch einen zweiten Fahrer finden. Wir können aus den GP-Fahrern auswählen. Das ist erlaubt. Unser erstes Roll-out mit dem Bike fand schon im Februar statt. Danach folgte eine lange Wartezeit ohne Information. Darum ist es schwer zu sagen, wie weit wir bei diesem Projekt insgesamt schon sind. Es wird nun spannend sein, ob die Elektronik funktioniert und die Mappings passen. Erst ab diesem Zeitpunkt kann ich mir Gedanken machen, wie es wirklich weitergeht. Alles, was wir jetzt planen, kann sich schnell in Luft auflösen.»

«Beim ersten Test mit dem Standard-Motor und der Standard-ECU war Jesko sehr zufrieden. Er fuhr dieselbe Rundenzeit wie bei der Moto2-EM im Qualifying. Dafür, dass es auch Jeskos erster Test 2018 war, konnten wir sehr zufrieden sein. Aber da noch die Elektronik von Magneti Marelli fehlte, haben wir die Einstellungsmöglichkeiten für die Motorbremse und das Mapping vermisst. Wenn wir schon limitierte Testtage haben, dann müssen wir diese schon nutzen können», mahnte Baumgärtel. «Eigentlich war die Elektronik für März angekündigt, jetzt haben wir Juni.»

Wie groß sind die Auswirkungen durch diese Verzögerung um einige Monate? «Das wirkt sich schon aus, denn so zieht sich alles in die Übersee-Phase. In dieser Zeit sind wir etwas limitiert, was die Manpower betrifft, denn wir werden um den Titel in diesem Jahr kämpfen und wollen ihn mit unseren Fahrern auch holen. Das wird alles relativ stressig. Im November muss das Material dann für unsere Teams fertig sein. Es ist also schade um die verlorene Zeit. Jeder hätte sich mehr Vorbereitungszeit gewünscht. Aber es ist für alle gleich», weiß  Baumgärtel.

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