Luca Marini (Kalex/5.): «Zehn Fahrer können gewinnen»

Von Waldemar Da Rin
Moto2
Luca Marini

Luca Marini

Luca Marini beendete den Donnerstag in Jerez auf Rang 5, in Summe hält er aber immer noch die Bestzeit des IRTA-Tests. 2019 erwartet der Sky-VR46-Fahrer einen engen Kampf um die Moto2-Weltmeisterschaft.

Luca Marini musste sich im Dezember einer Schulter-OP unterziehen, trotzdem mischt er beim IRTA-Test in Jerez schon wieder ganz vorne mit. «Im Winter konnte ich nicht Motorrad fahren, nur jeden Tag zu Hause im Gym trainieren. Jetzt kann ich auch auf das Motorrad, aber es ist nicht einfach, auf einem anderen Bike für das Moto2-Bike zu trainieren, weil es eine komplett andere Situation ist», erklärte der Italiener, der nach der Bestzeit am Mittwoch am Donnerstag die fünftschnellste Rundenzeit fuhr.

Das Kalex-Chassis funktioniert mit dem neuen Dreizylinder-Einheitsmotor von Triumph schon gut, was den Sky-VR46-Fahrer nicht verwundert: «Ich bin nicht überrascht, weil Kalex jedes Jahr neue, interessante Dinge bringt. Sie arbeiten wirklich gut und sind auch großartige Leute, mit denen man reden kann. Sie hören viel auf das, was wir uns wünschen und was wir fühlen. Das ist wichtig, dass man nicht nur auf die Zahlen schaut, sondern auch den Fahrern zuhört», lobte er. «Sicher ist KTM jetzt nähergerückt, vielleicht auch einen Schritt voraus. Aber ich glaube, dass wir hier in Jerez und dann auch im Katar-Test einen guten Job machen können, um gut vorbereitet in die Saison zu gehen.»

Die ersten Punkte der Saison 2019 werden in gut zwei Wochen auf dem Losail International Circuit vergeben. «In der Moto2-Klasse sind so viele schnelle Fahrer. Zum Glück zwei weniger, weil Pecco [Bagnaia] und Oliveira im Vorjahr wirklich schnell waren», schmunzelte der 21-Jährige, der mit zu den Favoriten zählt. Neben dem Welt- und Vizeweltmeister von 2018 wagten auch Fabio Quartararo und Joan Mir den Sprung in die MotoGP-WM.

«Ich glaube, dass dieses Jahr vielleicht zehn Fahrer in jedem Rennen um den Sieg kämpfen können. Das ist großartig und eine schöne Sache für unseren Sport: Mehr Konkurrenz, eine größere Herausforderung, so viele schnelle Fahrer... Dadurch wäre ich noch glücklicher, wenn ich ein Rennen gewinnen kann. Ich werde versuchen, 100 Prozent zu geben, wir werden dann in der Saison sehen, wo mein Platz ist», bleibt Marini bescheiden.

Auch wenn die Abstände in der Zeitenliste knapp sind, glaubt der Kalex-Pilot nicht, dass es in der Moto2-WM Rennen geben könnte, die der Moto3-Klasse ähnlich sind. «Ein Moto2-Rennen ist ziemlich speziell. Es ist schwierig, eine große Gruppe zu bilden, weil der Windschatten nicht genug zählt. Die Moto3 ist anders, in der Moto2 musst du mehr nachdenken und auf so viele Dinge Acht geben. Ich glaube, dass das viele Fahrer gut hinbekommen und das Rennen über das gesamte Wochenende gut vorbereiten. Meiner Meinung nach sehen wir aber trotzdem Rennen mit größeren Abständen, nicht alle Fahrer in einer Gruppe.»

Moto2-IRTA-Test, Jerez, 21. Februar, kombinierte Zeitenliste:

1. Alex Márquez, Kalex, 1:41,208 min
2. Brad Binder, KTM, 1:41,284
3. Jorge Navarro, Speed up, 1:41,302
4. Lorenzo Baldassarri, Kalex, 1:41,376
5. Luca Marini, Kalex, 1:41,423
6. Sam Lowes, Kalex, 1:41,426
7. Remy Gardner, Kalex, 1:41,538
8. Marcel Schrötter, Kalex, 1:41,609
9. Xavi Vierge, Kalex, 1:41,625
10. Enea Bastianini, Kalex, 1:41,651
11. Iker Lecuona, KTM, 1:41,791
12. Nicolò Bulega, Kalex, 1:41,802
13. Jorge Martin, KTM, 1:41,878
14. Tom Lüthi, Kalex, 1:41,892
15. Bo Bendsneyder, NTS, 1:41,958
16. Fabio Di Giannantonio, Speed up, 1:42,060
17. Tetsuta Nagashima, Kalex, 1:42,163
18. Augusto Fernandez, Kalex, 1:42,182
19. Steven Odendaal, NTS, 1:42,475
20. Joe Roberts, KTM, 1:42,589
21. Khairul Idham Pawi, Kalex, 1:42,729
22. Lukas Tulovic, KTM, 1:42,832
23. Simone Corsi, Kalex, 1:42,859
24. Dominique Aegerter, MV Agusta, 1:42,970
25. Somkiat Chantra, Kalex, 1:42,972
26. Marco Bezzecchi, KTM, 1:43,034
27. Andrea Locatelli, Kalex, 1:43,086
28. Stefano Manzi, MV Agusta, 1:43,089
29. Jake Dixon, KTM, 1:43,158
30. Philipp Öttl, KTM, 1:43,202
31. Dimas Ekky Pratama, Kalex, 1:43,460
32. Xavier Cardelus, KTM, 1:43,646

Moto2-IRTA-Test, Jerez, 20. Februar, kombinierte Zeiten:

1. Luca Marini, Kalex, 1:41,146 min
2. Iker Lecuona, KTM, 1:41,227
3. Sam Lowes, Kalex, 1:41,286
4. Brad Binder, KTM, 1:41,368
5. Alex Márquez, Kalex, 1:41,370
6. Jorge Navarro, Speed up, 1:41,516
7. Marcel Schrötter, Kalex, 1:41,561
8. Lorenzo Baldassarri, Kalex, 1:41,571
9. Tom Lüthi, Kalex, 1:41,666
10. Remy Gardner, Kalex, 1:41,802
11. Jorge Martin, KTM, 1:41,867
12. Enea Bastianini, Kalex, 1:41,908
13. Xavi Vierge, Kalex, 1:41,925
14. Andrea Locatelli, Kalex, 1:42,011
15. Tetsuta Nagashima, Kalex, 1:42,021
16. Simone Corsi, Kalex, 1:42,128
17. Bo Bendsneyder, NTS, 1:42,191
18. Jake Dixon, KTM, 1:42,307
19. Joe Roberts, KTM, 1:42,310
20. Fabio Di Giannantonio, Speed up, 1:42,411
21. Dominique Aegerter, MV Agusta, 1:42,510
22. Nicolò Bulega, Kalex, 1:42,595
23. Augusto Fernandez, Kalex, 1:42,749
24. Lukas Tulovic, KTM, 1:42,815
25. Steven Odendaal, NTS, 1:42,894
26. Stefano Manzi, MV Agusta, 1:43,055
27. Marco Bezzecchi, KTM, 1:43,133
28. Philipp Öttl, KTM, 1:43,180
29. Somkiat Chantra, Kalex, 1:43,255
30. Khairul Idham Pawi, Kalex, 1:43,434
31. Xavier Cardelus, KTM, 1:43,585
32. Dimas Ekky Pratama, Kalex, 1:43,955

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