Offiziell: Intact GP 2017 mit Schrötter und Cortese

Von Sharleena Wirsing
Moto2
Wolfgang Kuhn, Marcel Schrötter, Jürgen Lingg, Sandro Cortese und Stefan Keckeisen

Wolfgang Kuhn, Marcel Schrötter, Jürgen Lingg, Sandro Cortese und Stefan Keckeisen

Wie SPEEDWEEK.com bereits berichtete, werden Marcel Schrötter und Sandro Cortese 2017 für das Team Dynavolt Intact GP in der Moto2-Klasse an den Start gehen.

Auch 2017 setzt das Team Dynavolt Intact GP aus Memmingen auf zwei deutsche Fahrer. Das Team bestreitet das vierte Jahr in der Moto2-Weltmeisterschaft. Nach drei Jahren mit Sandro Cortese als Einzelkämpfer wuchs die Mannschaft mit der Verpflichtung von Jonas Folger 2016 zu einem Zwei-Fahrer-Team. Da Folger jedoch bereits nach einem Jahr im Intact-Team in die MotoGP-Klasse aufsteigt, wo er 2017 für das Tech3-Team von Hervé Poncharal antreten wird, wurde für die kommende Saison nach Ersatz gesucht. Nun wurde Marcel Schrötter als Folgers Nachfolger bestätigt.

Das Team Dynavolt Intact GP musste sich bereits für die Saison 2016 zwischen Jonas Folger und Marcel Schrötter entscheiden. Die Wahl fiel damals auf Folger. Es war nun die logische Konsequenz, den Fahrer zu engagieren, der schon 2016 auf der Wunschliste stand. Zudem hatte Schrötter in Österreich mit dem fünften Platz geglänzt und mit dem spanischen AGR-Team sein bisher bestes Moto2-Ergebnis eingefahren.

Dass der Wechsel in das Intact-Team, dessen Hauptquartier nur 40 Minuten von Schrötters oberbayerischer Heimat entfernt liegt, wie ein Traum für ihn wäre, hatte der Bayer bereits mehrmals betont. «Als Erstes möchte ich den Geschäftsführern und Teamteilhabern bei Dynavolt Intact GP, Stefan Keckeisen, Wolfgang Kuhn und Jürgen Lingg, für das in mich gesetzte Vertrauen in aller Form danken und dafür, dass sie mir die Chance geben, meiner Meinung nach in einem der besten Teams in der Moto2-WM zu fahren und mich auch weiterentwickeln zu können. Ich freue mich gewaltig auf diese neue Herausforderung und ich hoffe, dass wir gemeinsam den endgültigen Durchbruch schaffen werden. Mit Dynavolt Intact GP will ich in Zukunft regelmäßig um Podiumsplatzierungen und mehr kämpfen. Ich bin mit meinem jetzigen Team schon auf einem guten Weg. Und ich werde auch bis zum Schluss dieser Saison mit allen Kräften versuchen, unsere gemeinsamen Ziele noch zu erreichen.»

Nach nur einem Jahr wird Schrötter das AGR-Team verlassen. «An dieser Stelle möchte ich auch meinem jetzigen Team für die großartige Unterstützung und Zusammenarbeit ein riesengroßes Dankeschön aussprechen. Es tut mir auch ein wenig leid, sie nach nur einem Jahr wieder zu verlassen. Es gibt aber bewegende Gründe für diesen Wechsel. Ich denke, es ist mehr als verständlich, wenn sich die Gelegenheit ergibt, in einem deutschen Top-Team unterzukommen. Insgesamt gesehen können sich daraus eigentlich nur Vorteile ergeben. Daher nochmals vielen Dank an das Intact GP Team für diese wohl einmalige Chance für mich. Vor dem Beginn unserer Zusammenarbeit bin ich sehr bestrebt eine bei weitem bessere zweite Saisonhälfte abzuliefern. Einerseits um mich von meinem jetzigen Team gebührend zu verabschieden und auf der anderen Seite, um das Vertrauen in mich zu rechtfertigen. Ich freue mich schon auf 2017», erklärte der 23-Jährige Schrötter.

Nun steht auch fest, dass die Zusammenarbeit mit Sandro Cortese fortgesetzt wird. Für den Moto3-Weltmeister von 2012 wurde das Team Dynavolt Intact GP ursprünglich ins Leben gerufen. Seit 2013 treten sie zusammen in der Moto2-Klasse an. 2014 feierte Cortese in Brünn als Dritter seinen ersten Moto2-Podestplatz. Ein Jahr darauf fuhr er in Japan erneut auf das Podest. Doch es fehlte dem Berkheimer stets an Konstanz, Top-Ergebnisse waren spärlich gesät. Das soll sich im nächsten Jahr ändern.

«Ich bin einfach froh und dankbar, nach der bisher schwierigen Saison, eine weitere Chance bei Dynavolt Intact GP zu erhalten», erklärte Cortese. «Es ist schön zu wissen, dass mein Team weiterhin an mich glaubt. Einige Rennen waren etwas unglücklich, aber ich glaube daran, dass wir trotzdem noch ein gutes Gesamtergebnis hinbekommen. Bei so viel Pech, wie wir es dieses Jahr hatten, kann es eigentlich nur noch besser werden. Es war natürlich nicht einfach nach der Knie-Verletzung wieder zurückzukommen. Aber wir sind jetzt auf einem guten Weg und die Saison ist noch nicht vorbei. Ich werde alles geben, dass wir noch eine sehr gute zweite Saisonhälfte haben. Es ist wichtig, dass man selbst in schweren Zeiten nicht aufgibt und diese gemeinsam durchsteht. Auch nächstes Jahr werden wir unsere gesteckten Ziele verfolgen.»

Teammanager Jürgen Lingg freut sich über Neuzugang Schrötter und setzt große Hoffnungen in ihn. «Marcel war letztes Jahr schon einer unserer Wunschfahrer. So gesehen ist es logisch, dass er auch dieses Jahr wieder in die engere Auswahl kam, nachdem klar war, dass uns Jonas verlässt. Nach dem Sachsenring habe ich mich für Marcel ausgesprochen, weil ich sehr von ihm überzeugt bin. Mir gefällt, wie er Motorrad fährt und mir gefällt seine Attitude. Dazu kommt natürlich noch, dass er aus unserer Gegend kommt. Das passt einfach alles. Ich freue mich riesig, dass das geklappt hat und ich hoffe, er freut sich auch. Ich bin auch glücklich, dass wir uns mit Sandro wieder einigen konnten. Trotz der Ups und Downs, die er in den letzten Jahren erlebte, sind wir der festen Überzeugung, dass wir es mit ihm viel besser können. Und das wollen wir nächstes Jahr allen beweisen. Ich glaube nach wie vor an Sandro», versichert Lingg.

Teamteilhaber Stefan Keckeisen ergänzte: «Wir sind stolz, dass wir zu einer Einigung gekommen sind. Ich finde es toll, wieder ein rein deutsches Team zu haben. Es ist insbesondere für den Großteil unserer Sponsoren und für unsere Fans wichtig, dass wir diese Richtung beibehalten. Marcel ist ein sehr schneller Rennfahrer. Wir haben große Hoffnung, dass wir mit ihm etwas erreichen können. Ich freue mich natürlich auch sehr, dass wir Sandro weiterhin im Team behalten konnten. Er ist von Beginn an bei uns und wir wollen endlich beweisen, was in ihm steckt. Dass er schnell ist, steht außer Frage.»

Auch Teamteilhaber Wolfgang Kuhn glaubt, dass Schrötter und Cortese 2017 für einige Erfolge sorgen können. «Ich freue mich sehr, dass wir Marcel dazugewonnen haben. Das könnte ein erfolgreiches Jahr werden. Marcel ist ein Rennfahrer, der sich wahnsinnig entwickelt hat. Er ist ein super Typ. Er passt gut zu uns und ich denke, wir werden viel Spaß haben. Natürlich haben wir auch unsere Ziele mit ihm. Wir haben alle eine Richtung und wollen erfolgreich sein. Sandro hatte zwar eine bisher schwierige Saison. Aber da wir alle Kämpfer sind, haben wir uns ausgesprochen und neu orientiert. Wir wollen die Ziele, die wir uns vor dreieinhalb Jahren gesteckt haben, spätestens in der nächsten Saison erreichen. Und das wollen wir mit Sandro schaffen.»

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