Romano Fenati: Wechsel zu KTM oder Mahindra?

Von Günther Wiesinger
Moto3
Im Vorjahr galt Romano Fenatio als Wunderknabe der Moto3-WM. Jetzt ist er an die 16. WM-Position abgestürzt. Er braucht besseres Material.

Romano Fenati stürmte 2012 mit 16 Jahren wie ein Wirbelwind in die Moto3-Weltmeisterschaft. Er fuhr bei seinem WM-Debüt im Vorjahr in Katar unerschrocken in der Spitze mit und eroberte schliesslich Platz 2 hinter Maverick Viñales. Das zweite Rennen in Jerez gewann der Honda-Pilot aus dem Team Italia, er übernahm die WM-Führung.

Dann ging in Italien ein Riesenrummel um den begnadeten Rookie los. Es wurde die Frage erörtert, ob er Loris Capirossi als jüngsten Weltmeister in der kleinsten WM-Klasse übertreffen könne.

Aber Fenati rutschte 2012 am Schluss auf den sechsten WM-Rang ab.

Team-Italia-Rennchef Alfredo Mastropasqua überlegte für 2013 einen Wechsel von Honda zu KTM, wollte aber die geforderten 400.000 Euro für das Werkspaket nicht auf den Tisch legen. Fenati musste bei Honda bleiben – und versank im Frühjahr 2013 in einem Formtief.

Mastropasqua stellt aber seit dem Barcelona-GP Anzeichen von Besserung fest. «In Catalunya war erstmals bei Romano eine Aufwärtstendenz zu erkennen», erklärte der FMI-Funktionär.

Während andere Honda-Piloten wie Miller, Binder und Masbou konstant um Top-8-Plätze kämpften, überzeugte der Italiener nur in Le Mans (Rang 7) halbwegs.

Beim GP von Deutschland zeigte Fenati mit Rang 8 im Qualifying eine gefällige Trainings-Performance. Aber im Rennen reichte es wieder nur zu Rang 13; Jack Miller steuerte die beste Honda auf Platz 7, Brad Binder wurde Neunter.

Fenati liegt in der Tabelle mit 23 Punkten nur an 16. Position. Ein Armutszeugnis.

Das Team Italia schaut sich jetzt für 2014 bei KTM und Mahindra um besseres Material um. «Ich interessiere mich auch für die KTM RC390 Cup», erzählte Mastropasqua, «mit der in Deutschland 2014 der ADAC Junior Cup gefahren wird. Das wäre auch ein Gerät für einen italienischen Markenpokal.»

Die Einzylinder-KTM mit dem 373-ccm-Einzylinder-Motor kostet 6500 Euro und wird für den Cup von 44 auf 38 PS gedrosselt. Für 500 Euro gibt es am Jahresende einen Kit, dann erhält man für dieses Gerät die Strassenzulassung.

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