Moto3-WM: Honda beendet die Vormachtstellung von KTM

Von Günther Wiesinger
Moto3
Assen-GP 2014: Die Honda-Piloten Márquez und Rins fuhren auf und davon

Assen-GP 2014: Die Honda-Piloten Márquez und Rins fuhren auf und davon

Das Duell Honda gegen KTM in der Moto3-Klasse nähert sich dem Höhepunkt. Honda-Pilot Alex Márquez liegt nur noch sieben Punkte hinter WM-Leader Jack Miller (KTM).

Honda hat in der Moto3-WM im letzten Sommer alle FTR-Kundenteams wie Gresini, CIP und Team Italia lange im Ungewissen gelassen, sie dadurch zu KTM und Mahindra getrieben und konnte deshalb für Estrella Galicia 0,0 (Márquez, Rins), für das Ongetta-Team (Masbou, Khairuddin) und SaxoPrint RTG (Vazquez, McPhee) sechs Prototypen des Typs NSF250 RW (das W steht für works) bauen, während KTM/Husqvarna 18 WM-Piloten mit Fliessbandrennern in die WM schickt.

Dass ein KTM-Werkspaket pro Fahrer und Saison rund 400.000 Euro kostet, ist ein offenes Geheimnis.

Ob Honda das Alzamora-Team, Ongetta und SaxoPrint quasi kostenlos beliefert, lässt sich nicht beweisen, wird aber vielfach vermutet. Fakt ist: Das KTM-Paket konnten sich diese Rennställe vor einem Jahr nicht leisten.

Pit Beirer, Head of Motorsport bei KTM: «Ich weiss nicht, ob sich Honda diesen Aufwand in der Form leistet. Die Gespräche bei den Sitzungen der Hersteller-Vereinigung MSMA hören sich anders an. Es gibt fixe Listen mit Preisen, die die Teams bezahlen sollten. Wir hatten schon den Eindruck, dass Honda im vergangenen Herbst für 2014 versucht hat, so wenig Kunden wie möglich zu haben. Der Informationsfluss war für einige Teams sehr schwierig, deshalb sind einige Teams abgesprungen. Und die drei Teams, die übrig geblieben sind, haben jetzt sehr gutes Material. Ob sie es kaufen oder gratis bekommen, vermag ich nicht zu beurteilen.»

In der Saison 2014 sind nur noch sechs Motoren pro Fahrer und Saison erlaubt; die Hersteller haben jetzt keine Möglichkeit mehr, ihre Spitzenfahrer mit den besten Motoren oder individuellen Upgrades zu beliefern, denn die Moto3-Triebwerke müssen bei der Teamvereinigung IRTA abgeliefert werden. Für jedes Saisondrittel zwei Exemplare. Dann werden sie an die Teams von Honda, KTM, Husqvarna und Mahindra verlost.

KTM musste die Entwicklung bereits im Herbst einstellen, um die 150 Werksmotoren für die Saison 2014 rechtzeitig anfertigen zu können. Honda konnte für die drei Teams noch bis Februar entwickeln. Seit dem Saisonstart in Katar ist die Entwicklung eingefroren – wie bei den Factory-Teams in der MotoGP.

Wie auch immer: Der Zweikampf Honda (Alex Márquez siegte zuletzt in Barcelona und Assen) gegen KTM verleiht der WM gegenüber 2012 und 2013 zusätzlich Würze.

Die ersten fünf Fahrer der Tabelle liegen nur noch 15 Punkte auseinander. Der Stand: 1. Miller 117. 2. Márquez und Fenati, je 110. 4. Rins 107. 5. Vazquez 102.

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